Sunday, 19.11.2017

Zum allererstenmal

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Man sieht oft etwas hundertmal, tausendmal, ehe man es zum allererstenmal wirklich sieht.

Was Christian Morgenstern beschreibt, ist ein Dilemma, durch das vieles gar nicht die Chance hat, an uns heranzukommen und uns dadurch verlorengeht.

In Gedanken noch bei etwas in der Vergangenheit oder schon in der Zukunft gehen wir achtlos für die Gegenwart Straßen und Wege entlang, sitzen im Auto oder der Bahn und bemerken nicht wirklich, was links und rechts geschieht, obwohl uns vieles davon bereichern und beflügeln könnte.

Uns ist nicht gegenwärtig, dass wir bei dem, was es anzusehen, was es wahrzunehmen lohnt, meistens nicht die Gelegenheit haben, ihm hundertmal, ja tausendfach zu begegnen.

Wir werden vieles niemals sehen und genießen können, wenn wir nicht sofort einen Blick darauf werfen und ihm

wie der Liebsten schöne Augen machen,

- gleich wenn wir ihm zum allererstenmal begegnen und uns öffnen für das, was es zu bieten hat.



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