Was geschieht hier? Und wozu?
Zu sehen sind eine hübsche Frau, ein gut aussehender Mann und eine Wand in Weiß, der Farbe der Unschuld.
Erst beim zweiten Blick erschließt sich, dass die modisch gekleideten Menschen auch Teil der Wand sind. Sie, die Wand, – schön und raumfüllend -
nimmt dem Paar die Freiheit,
umgarnt, umstrickt es. Denn der weiße Rock der Frau gehört zur Wand, ist ein breites Band, eine weiche Kette. Dem Mann bleibt mehr Freiraum. Er ist nur außerhalb seiner Mitte verstrickt und gefesselt.
Kommunikation findet nicht (nicht mehr?) statt.
Sie schaut zur Seite, wirkt wie gelähmt, angeklebt und hilflos. Er starrt geradeaus. Verbunden sind sie nur durch den gemeinsamen Background, mit dem sie verwoben, verstrickt sind, der sie auf Abstand hält und sprachlos macht.
Sieht so ein Paar aus, das nicht mehr zueinander findet, sich immer weiter voneinander entfernt?
Oder kann es zerreißen, was es gefangen hält, fesselt, verändert? Kann es sich lösen von seinen Erinnerungen an Verletzungen, kann es einander zugefügte, noch offene Wunden heilen lassen, schwerwiegende Fehler der Vergangenheit ablegen? Kann es sich nochmals bewegen, erneut aufeinander zugehen, die Sprache wiederfinden? Und will es das noch?
Die Rauminstallation von Isabel Berglund, Wall of stitches, 2005, Baumwollgarn gestrickt, Holz (Photo: Christoffer Askman & Isabel Berglund) ist derzeit ausgestellt im Museum für Gestaltung in Zürich.
Dieses Kunstwerk berührt und macht naqchdenklich.
Nach dem Ende der Ausstellung in Zürich am 24. 7. 2011 ist ein Foto des Kunstwerks Wall of stitches nur noch über den Link zugänglich.







Das Facebook Gefaellt mir Button Plugin waere nuetzlich. Oder ist mir der Button entgangen?
Hallo, danke für den Hinweis. Der Gefaellt mir Button ist vorhanden, aber ziemlich weit unten auf der aufgeschlagenen Seite. – Das müssen wir wohl abändern.
MfG Styleagentblog
Auch auf dem höchsten Thron sitzt man auf dem eigenen Hintern.