Archiv für das Tag 'Leselampe'

Ins rechte Licht rücken

Das unglaubliche Glitzern des Meeres beim letzten Strandspaziergang oder die Lichtstrahlen, die plötzlich durch hohe, dichte Baumkronen auf einen schattigen Waldweg fallen und uns verzaubert stehen bleiben lassen, vergessen wir nicht so schnell. Dieses Erleben begleitet uns zurück in den Alltag und ein solches Licht wünschen wir uns auch für unser Zuhause.

Lichtplaner, Beleuchtungsexperten wissen nicht umsonst, dass es sich immer lohnt, natürliches Licht nachzuahmen und dass Licht in engsten Wechselbeziehungen zu Räumen und Inneneinrichtung steht. Nichts ist so warm, so freundlich, so gemütlich wie dasjenige, mit dem uns die Sonne beschenkt.

Wenn der Ess-Wohn-Bereich, der für die meisten das Zentrum der Wohnung ist, optimal beleuchtet werden soll, empfiehlt die bekannte Lichtdesignerin Ulrike Brandi aus Hamburg, den Esstisch durch ein zentrales Licht zur “Lichtinsel” zu machen, im Wohnbereich mit Sofa und Sesseln dagegen “dezentrale Lichtquellen” zu verwenden. Dort ist das Deckenkabel in der Mitte der Decke etwas, das das Zimmer kalt und anonym wirken lässt. Für die gewünschte einladende Atmosphäre werden sogenannte “Downlights” gebraucht, Deckenleuchten, deren Licht nach unten fällt oder auf eine oder mehrere Wände gerichtet ist.

Beispielsweise entsteht mit der großflächigen Beleuchtung von Sofabildern eine großzügige Raumwirkung, während punktuelle Beleuchtung von Pflanzen und ans Herz gewachsenen Urlaubsmitbringseln schöne Akzente setzt, ebenso wie eine Leselampe neben der Ledercouch.

Die Details fand ich in der Zeitschrift “mein schönes zuhause” (6/7-2008, S. 14).

überspielt am 5.6.2009 076

Sonnabend, den 11.7.2009

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Auf der grünen Ledercouch (3)

Bianca, bist du es? fragte ich. Wie kamst du herein in meine Wohnung? Wo kommst du überhaupt her nach so langer Zeit? Wohin warst du damals verschwunden und warum?

Ich erschrak mich eben sehr, als ich Dich hier in meinem grünen Sessel erblickte, sage ich vorwurfsvoll, hättest du dich nicht ankündigen können. Was ist der Grund für deinen Besuch? Sie antwortet nicht.

Bianca, versuche ich es von neuem und etwas gereizt, rede, erkläre mir dein Kommen und früheres Verschwinden. Oder möchtest du zuerst etwas trinken? Geht das Reden dann leichter?

Ich schaue sie an in ihren Jeans und dem mittelblauen Pullover, der gut zu ihren blauen Augen passen muss, an die ich mich sofort erinnere, die aber jetzt im Dunkel bleiben. Das Licht meiner Leselampe reicht nicht soweit. Bianca, frage ich, darf ich dir einen Rotwein holen?

Ich habe den Eindruck, dass sie ihre lässig über die Lehnen hängenden, dünnen Arme leicht dreht und etwas nach oben rutscht, aber ich bekomme keine Antwort.

Mir ist nicht nach Aufstehen zumute. Meine Arme und Beine liegen wie Blei auf der Couch. Mir ist, als könnte ich mich vor Erschöpfung nicht mehr bewegen und mir ist sehr warm.

Aber ich werde das Sofa verlassen müssen, wenn sie weiter schweigt. Noch einmal versuche ich es mit Worten. Rede Bianca! Was hat dich weggehen lassen? Wie ist es dir ergangen in den Jahren seitdem? Bist du glücklich geworden? Warum sitzt du hier?

Montag, den 4.5.2009

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Auf der grünen Ledercouch (2)

Ich frage mich, ob ich die “richtigen” Augen und Ohren habe, wenn mir gegenüber, im grünen Ledersessel hinter dem weißen Couchtisch, spätabends, bei verschlossenen Türen, mit einem Mal der oder jene sitzt, die Stille unterbricht, mir Fragen stellt und mich dazu bringt, mein Buch aus der Hand zu legen, um mich in ein Gespräch zu verwickeln.

Zuletzt saß außerhalb des Lichtkegels meiner Leselampe eine Schulfreundin im Sessel. Ich erkannte sie gleich, obwohl es sechs oder sieben Jahre her sein musste, dass ich sie zuletzt gesehen hatte. Sie, Bianca, hatte ihre blonden Haare wie damals, als wir uns noch regelmäßig sahen, zu einem Schwanz zusammengebunden, saß aber im Gegensatz zu früher, wo sie immer etwas überkorrekt und angespannt wirkte, sehr locker und entspannt, mit angezogenen Beinen im weichen Leder und machte den Eindruck, als hätte sie schon mehr als ein Glas vom nichtvorhandenen Rotwein getrunken.

Ich war doppelt überrascht, sie zu sehen, denn ich hatte ihr, bevor sie sich in Schweigen gehüllt und nicht mehr gemeldet hatte, eine Bürostelle in meinem Unternehmen angeboten.
Sie war darauf eingegangen, schien sehr interessiert, hatte ein paar Mal hospitiert, war mit dem dann geplanten Arbeitsvertrag einverstanden, aber plötzlich nicht mehr erreichbar.

Donnerstag, dn 30.4.2009

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