Im Raum mit Julia Staszak und Christoph Bannat

Mich zog die Kunst von Frau Staszak sofort in ihren Bann, als ich sie im Juni, auf der großen Ausstellung im “Leipziger Kunstviertel”, zum 125. Geburtstags der Leipziger Spinnerei, zum ersten Mal sah.
Und ich war zugleich irritiert. Denn ich sah Kunst, die sich nicht mit einem Werk bis zum Rahmen begnügt, sondern darüber hinausgeht, den ganzen Raum ergreift, gestaltet, verfremdet, Beziehungen in ihm herstellt, damit verblüfft, ja die gewohnte Sicht und bisher gemachte Erfahrungen durcheinanderwirbelt.

Frau Staszak richtet Wohnungen ein, “inszeniert soziale Interieurs”, die mich durch ihr “Beziehungsgeflecht zwischen den “Einrichtungsgegenständen”, in dem auch Bilder anderer Künstler Platz haben, immer weiter beschäftigen, einfach nicht mehr loslassen.
Noch bis zum 10. Oktober kann in Berlin bei Stedefreund die derzeitige Ausstellung von ihr und Christoph Bannat besucht werden.
Christoph Bannat muss ich selbst erst noch entdecken. Seine Kunst begegnete mir bisher leider noch nicht. Die Wandzeichnungen von ihm sollen den Eindruck vermitteln, als würde er “ausräumen” und müssen aufregend sein. Ich bin ungeheuer gespannt …
Quellen: Ich danke Frau Staszak herzlich, die mir auf meine Bitte hin Fotos ihrer Werke zur Verfügung stellte. Frau im Regal und Lob dem Samstagsmarkt fotografierte Werner Hannappel, Raum für Kunst Frau Staszak selbst. Die gelungenen Beschreibungen in Anführungszeichen fand ich im Kunst-Blog.com.

Dienstag, den 29.9.2009
