Ihr zukünftiges Bad?

Der Designer Professor Günter Horntrich erhielt 2008 mit seinem Team zwei hohe Auszeichnungen für das “SensaMare” von Hoesch, ein Komplettbad-System.
Sein Ziel bei dem dafür umgesetzten “Konzept der Kontraste” war, zu Hause, im Alltag möglich zu machen, was sonst nur beim Besuch von sehr schönen Wellness-Oasen erlebbar wird: nämlich Raum zu schaffen sowohl für Entspannung als auch Aktivität, für Sinnlichkeit ebenso wie für Gesundheit.
Er wählte für “sein” Bad Holz, Edelstahl und Acryl, verwendete Echtholzfurnier in Kombination mit Naturschiefer, ließ außen das Weiche runder Formen wirken, wie in der Ovalwanne, und überraschte innen mit geraden, wasserbeständigen Einlegeböden aus Echtholz. Das wiederum ovale Acryl-Waschbecken thront auf rechteckigem Schiefer.
Beim Design muss nach der Überzeugung von Professor Horntrich eindeutig “der Mensch im Mittelpunkt” stehen. Der Originalität der Form, den Oberflächen und Materialien gebührt erst die zweite Stelle seiner vollen Aufmerksamkeit.
Dadurch wird er zum Anwalt der Verbraucher, der sozusagen verhindert, dass Umständliches, schlecht Funktionierendes, Überflüssiges mit immer neuen “Entbehrlichkeiten” produziert wird und sieht seine Aufgabe auch darin, “optische Umweltverschmutzung” zu verhindern. Er setzt dabei auf Entwürfe für die “Fertigung von intelligenten, schönen und nicht zuletzt – langlebigen Massenprodukten”.
“Gutes Design ist wie Underberg: Es tut gut – und stößt auf.” – Dieser Satz von Luigi Colani spricht ihm aus dem Herzen.
Ich zitierte aus “mein schönes zuhause”, 2/3 – 2009, S. 20 -25. Die Fotos wurden mir freundlicherweise von der Firma Hoesch auf meine Bitte hin zur Verfügung gestellt.

Freitag, den 7.8.2009
