Blitzlichter
Unsere Erinnerung an besonders einschneidende Erlebnisse, in denen es um sehr viel oder alles ging, ist besonders gut. Diese als “Blitzlicht-Erinnerung” bekannte, emotional eingefärbte Gedächtnisleistung wird anders als das, was wir im Normalfall speichern und behalten, in einer ganz speziellen Hirnregion, in der Amygdala aufbewahrt. Diese stellt uns dann später bei Bedarf besonders lebendige, prägnante Erinnerungsbilder mit vielen Einzelheiten zur Verfügung, damit wir ähnliche Situationen, in denen leicht etwas kippen und gefährlich werden kann, meiden – meinen die Forscher.
Ein Ereignis, das für sehr viele zum gleichzeitigen Abspeichern einer solchen “Blitzlicht-Erinnerung” führte, war der 11. September 2001. Im persönlichen Leben sind es meist Vorkommnisse wie gefährliche Situationen im Straßenverkehr, die plötzliche Notwendigkeit zum Treffen von schwerwiegenden Entscheidungen, Prüfungssituationen, Unfälle, unerwartete Begegnungen mit Menschen oder mit etwas, das Angst macht, einen erschrecken lässt usw.

Der Blick auf die eigenen “Blitzlicht-Erinnerungen” kann jedem persönlich manche Eigenheit, manche Prägung erklären. Das Foto fand ich am 21. Oktober im Nerdcore Blog. Es stellt eine Handmaschine von Nik Ramage dar, die auf dem Design Festival 2009 in London vorgestellt wurde und die Finger bewegt.
Den wissenschaftlichen Kurzbericht fand ich in “emotion” 09/08.
Samstag, den 24.10.2009
