Wednesday, 24.05.2017

Optimisten sind beliebt

Wenn alle in gedrückter Stimmung auf den Beginn einer entscheidenden schriftlichen Prüfung warten

und nur noch ängstlich auf das fixiert sind, was sie höchstwahrscheinlich nicht genügend gelernt haben, wird die Atmosphäre bis zum Start immer unerträglicher.

Die miese Laune steckt an, ja potenziert sich.

Wenn in diese Situation nun der letzte der Gruppe, der noch fehlte, mit Lachen und dem Spruch:

Macht euch nicht verrückt, Leute!

platzt, wirkt das wie eine Befreiung. Der krumme Rücken, der hängende Kopf bei den deprimierten Gruppenmitgliedern verschwinden schlagartig.

Und der Sonnyboy läuft auf und ab,

schwingt das Wort und erklärt allen, dass und warum nichts schief gehen könne.

Gleich darauf, beim Verteilen der Prüfungsfragen, ist die lähmende Last abgefallen,

alle sind erleichtert

und plötzlich in der Lage, die für ihre Verhältnisse bestmögliche Prüfungsarbeit zu schreiben.

Dass Menschen, die das bringen, weil sie Optimisten sind,

bei ihren Mitmenschen hoch im Kurs stehen,

ist eigentlich selbstverständlich. Doch nicht nur das. Sie erzielen nicht nur höhere Sympathiewerte, sondern

gelten auch als attraktiver und auffälliger,

werden also intensiver wahrgenommen.

Nur wenn es um zu leistende Hilfe ging, bekamen sie nicht mehr als die Pessimisten. – Ich hätte sogar gedacht weniger,

weil ein Sonnyboy einfach nicht wirkt, als hätte er bei irgendetwas Hilfe nötig.

Dieses Wissen verdanken wir Manja Vollmann und Britta Renner von der Universität Konstanz. Veröffentlicht unter Wem wird geholfen in Psychologie heute September 2011, S. 15

Foto zu Optimisten sind beliebt: Benjamin Thorn / pixelio.de

 

 



Dein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Styleagent