Vor Prüfungen, bei Liebeskummer oder unter anderem psychischen Druck wird sich gern einmal mit einer ganzen Tafel Schokolade getröstet. Ohne dass es recht bemerkt wird, ist sie weg.
Dass dies häufig passiert, ja eine Gesetzmäßigkeit ist, wurde an der Uni Bochum und von Forschern aus Portugal nachgewiesen:
Stress, vor allem länger anhaltender, untergräbt sinnvolles Handeln, lässt in Gewohnheiten verfallen,
auch wenn sie sinnlos sind. Er schaltet das Denken aus.
In den kurios anmutenden Versuchsreihen mit Gestressten und Entspannten in Bochum klickten die Gequälten auch dann noch auf Computerbilder,
die sie über Strohhalme und Schläuche weiter mit süßen Getränken versorgten,
als sie längst satt waren und
mehr als genug Kakao und Orangensaft konsumiert hatten.
Die Vergleichspersonen, frei von psychischem Druck, wählten die süßen Getränke nach dem Stillen des Appetits ganz selbstverständlich ab. Sie lernten, sich in der insgesamt noch komplizierteren Versuchsanordnung zu verhalten, wie es am vernünftigsten war. Dagegen blieben die angespannten, geplagten Versuchsteilnehmer bei dem vorher erlernten Verhaltensmuster, mit dem sie ursprünglich, nach mehrstündigem Fasten ihren Hunger gestillt hatten.
Sie konnten unter Druck nicht mehr auf die neue Situation umschalten,
in der sie keinen Hunger oder Appetit mehr hatten, sondern machten weiter wie bisher. Sie hatten ihre Wendigkeit, ihre Beweglichkeit eingebüßt.
In Portugal wurde zusätzlich nachgewiesen, dass bei chronischem Stress die Regionen für zielgerichtetes Verhalten und Entscheidungen im Hirn sogar schrumpfen und diejenigen, die für das Entstehen von Gewohnheiten zuständig sind, sich vergrößern – glücklicherweise umkehrbar.
Das unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Urlaub und Entspannung – einer rigorosen Auszeit dann und wann.
Die Forschungsergebnisse entnahm ich einem Artikel von Ingrid Glomb mit dem Titel “Der gestresste Mensch ist ein Gewohnheitstier” in Psychologie heute Februar 2010, S. 8/9.
Foto zu Modernes Leben: Stress ist hinterlistig: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de









Ist ja wirklich erschreckend!
Nur leider hilft der Urlaub oder die Auszeit nur dann, wenn man lernt sich während dieser Zeit auch wirklich zu entspannen. Wenn man schon zu tief im Erschöpfungs-Syndrom steckt, hilft meistens weder Schlaf, Wochenende noch Urlaub. Nach einigen Stunden Arbeitszeit oder Alltag hängt man schon wieder mittendrin. Die Kunst ist es, sich wirklich entspannen zu können.
Ich wünsche allen eine gute Zeit.
Ich bin generell begeistert von den Schüssler Salzen . Diese haben mir schon in unterschiedlichen Situationen geholfen. Gegen Stress nehme ich z.B. 5 und 14. Ich rate immer zu dem Gang zu einem Heilpraktiker. Der kann einen richtig einstellen und beraten welche Salze bei dem Problem ratsam sind.