Thursday, 19.10.2017

Missgriffe

Alternativlos - Unwort des Jahres

Alternativlos wurde als neuester sprachlicher Missgriff, als aktuelles Unwort des Jahres gewählt.

Mich reizt es, dieser sprachlichen Entgleisung, die mehr ist als ein verbaler Fehlgriff, etwas positiv Alternativloses entgegenzusetzen – etwas -, das nicht grob unangemessen mit Tatsachen umgeht, sondern den Atem verschlägt, erfreut und beglückt: alternativlose Schönheit in Form von Architektur, die unverwechselbare Atmosphäre schafft.

Einer der Orte, an denen ich immer wieder staunend und bewundernd stehen bleiben muss, einer der Orte, die ich im Herzen trage, die Wirkung auf mich haben, befindet sich in Dresden: am Canalettoblick auf Frauenkirche und Schloss. Dieser unvergleichliche Blick veranlasst mich, immer wieder nach Dresden zu fahren.

Er wird seit über 60 Jahren zugleich überfrachtet mit  Zerstörungsbildern, mit Erinnerungen an die Fotos von der Stadt nach dem 13. Februar 1945. All das bringt mich und hoffentlich auch andere dazu, davon zu träumen, wie schön es wäre, wenn es in Dresden und überall sonst auf der Welt keine Alternative zum Frieden gäbe.

Und Träume sind schließlich der Anfang von Veränderungen.



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