Sunday, 31.08.2014

Gegen Neues sträuben?

Gegen Neues sträuben

Neues sehen, hören, fühlen. Nervenkitzel erleben.

Das reizt, ist ganz nach unserem Sinn und schnell public.

Aber es fällt auf, dass bei wirklich neuen, ja Aufsehen erregenden Dingen anfangs immer auch aufgeschrien und sich dagegen gesträubt wird. Zumindest bleibt die allgemeine Begeisterung für das Unbekannte aus.

Offenbar kommen wir Menschen mit allmählichen, kontinuierlichen Entwicklungen besser zurecht als mit Sprüngen, die Kreative mehr oder weniger weit in die Zukunft machen.

Ganz offensichtlich wird das an avantgardistischen Bauten, die auf den Weltausstellungen gezeigt, von vielen belächelt, als Eintagsfliegen von Spinnern bestaunt, missbilligt wurden und später große Bedeutung erlangten.

Ein eindringliches Beispiel dafür ist der Eiffelturm, der vom Stein des Anstoßes zur Weltausstellung 1889 zum Wahrzeichen von Paris aufrückte, auf das man stolz ist und das allergrößte Touristenströme anzieht.

Nicht umsonst äußerte der Maler Franz Marc:

Neue Ideen sind durch ihre Ungewohntheit schwer verständlich.

Und Horaz brachte es auf den Punkt:

Die Gewohnheit ist ein Tyrann.

Einer, der uns im Weg stehen und unsere Möglichkeiten erheblich einschränken kann, wenn wir uns gegen Neues sträuben, statt uns dafür zu öffnen.

Foto: Rainer Sturm/ pixelio.de

 



Dein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Styleagent