Sunday, 19.11.2017

Es könnte so schön sein

Es geht uns so gut wie keiner Generation vor uns.

Aber das sehen wir meistens nicht,

sondern sorgen uns offenbar genau so viel wie unsere Eltern, Großeltern und die Generationen zuvor.

Die Menge an Sorgen, die der Mensch mit sich herumschleppt, bleibt gleich,

vermuten Experten.

Und doch ist heute etwas anders.

Das Jetzt wird etikiert mit dem Begriff “reflexible Moderne” (nach A. Giddens) und umschreibt den Umstand, dass wir im Begriff sind,

zu “Dauerüberlegern” zu werden oder es schon sind.

Schuld daran sind die vielen Freiheiten, die der immer größere Verzicht auf Traditonen und Bindungen mit sich bringt. Sie sind die Ursache dafür,

dass ständig mehr Entscheidungen zu treffen sind,

dass fortwährend aus einem Überangebot ausgewählt werden muss, wir aus dem Abwägen und Nachdenken nicht mehr herauskommen.

In diesem Dilemma wird aus dem Bedenken Sorgen und Grübeln und

unsere belastenden Gedanken fahren Karussell.

Der Schlaf wird schlechter, der Mensch, dem es doch eigentlich so gut geht,

der die besten Voraussetzungen zum Glücklichsein hätte,

fühlt sich wie gerädert und reibt sich auf.

Und es ist kein Einzelfall,

sondern ein gesellschaftliches Problem.

Heraushelfen soll, sich diesen Kreislauf, dieses Karrussel aus Gedankenketten bewusst zu machen und dabei zu durchschauen, dass die quälenden Gedanken Gedanken sind, die der Wirklichkeit nicht entsprechen -

nicht zu ändern wie die Jahreszeiten oder das schlechte Wetter

und darüber gelassen zu werden.

Quelle: Sorgfaltig von Heiko Ernst, Psychologie heute, April 2011, S. 1

Foto: Albrecht E. Arnold  / pixelio.de

 

 

 

 



Dein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Styleagent