Wednesday, 24.05.2017

Die Kraft von Accessoires

Die Kraft von Accessoires

Accessoires

leisten Unglaubliches, wenn sie richtig gewählt und eingesetzt werden.

Sie setzen den i-Punkt

an Würde, an Schönheit, an Eleganz, an Kühnheit, Verrücktheit oder auch Gewagtheit, je nachdem, was angemessen ist, was erreicht werden soll.

Nicht umsonst üben Kirchen eine ungeheure Anziehungskraft auf mich aus. Wo ich auch hinkomme, in einer Stadt oder auf dem Land, machen sie mich

neugierig auf den oft über die Jahrhunderte in ihnen angesammelten Schmuck und seine Wirkung

in ihren meist riesigen, eindrücklichen und in besonderen Stunden gänzlich stillen Räumen.

Ähnlich ist es mit den in Schlössern oder manchen Museen gesammelten Schätzen. Sie faszinieren und strahlen, regen an. Auch dazu,

zu Hause selbst Atmosphäre zu schaffen, die das Leben reicher macht.

Das gelingt bereits mit den einfachsten, manchmal kuriosen Dingen und kann sich bis zum Luxus steigern. Aber

am besten sind Gegenstände, die eine Geschichte erzählen,

eine, die etwas mit einem selbst zu tun hat und daraus ihren Glanz bezieht.

Erst heute kam innerhalb der Familie wieder einmal ein Bild in Blick, das zu DDR-Zeiten ohne Rahmen, zwischen Gerümpel,

auf einem alten Boden gefunden

worden war und eine alte Wassermühle sehr ansprechend darstellte. In Jahren, in denen alles knapp war, auch Bilderrahmen, und alle die Augen für etwas Brauchbares offen halten mussten, wurde einige Zeit später auf einer Müllhalde ein

heruntergekommener, schiefer Rahmen mit dezenter Verzierung entdeckt

und mitgenommen. Er passte zufällig und wurde in der Familie restauriert, indem er wieder rechte Winkel bekam, mit Ofenrohrlack edel geschwärzt und ganz innen, zum Bild hin, mit Goldbronze veredelt wurde. Bessere Farben standen damals nicht zur Verfügung.

Heute ziert er

mit der Wassermühle, ohne nochmalige Restaurierung, die Wand über einem Sofa und

schafft Atmosphäre, von der auch diejenigen etwas spüren, die die Geschichte nicht kennen.

Aber wenn alles, was die Familie und das Bild miteinander erlebten, wieder einmal ins Gedächtnis gerufen und beispielsweise einem Gast erzählt wird, beginnt es fast magisch zu leuchten und bekommt in diesen Augenblicken den Wert von in den Museen bewunderten kostbaren Gemälden.



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