Sunday, 22.07.2018

Das Kind im Manne

Es bereichert, wenn Mann es nicht verleugnet.

Denn wenn das Kind sich äußern, wenn es handeln darf, kommt sehr oft Originelles und zugleich Befreiendes zutage.

Zum Beispiel: wenn Mann Karriere macht oder gemacht hat und als Zeichen seines Erfolgs, seiner Macht und seines Anspruchs einen großen, dunklen, hochglänzenden Schreibtisch in sein Arbeitszimmer stellt,

sich dabei aber auch selbst ein wenig auf die Schippe nimmt,

macht ihn das sympathisch und sehr interessant.

Möglich wird das, indem er einen aus dem Rahmen fallenden Schreibtisch wählt, der schon auf den ersten Blick daran erinnert, womit der heute Erfolgreiche in seiner Kindheit “arbeitete” und spielte, locker und ausreichend übte und ganz nebenbei etwas selten Gewordenes erlernte, nämlich:

etwas zu erreichen, ohne dabei verbissen und verkniffen zu werden

oder zu übertreiben.

Hoch lebe deshalb dieser Schreibtisch

von Designer Staffan Holm aus Göteborg, dieser Schreibtisch mit Symbolkraft,

der die Erinnerung daran wachhält, woher Mann kommt.

Und zeigt, dass das Kind in ihm lebendig ist, das darüber wacht, dass nicht mit Krampf und ohne Humor – für Erfolg um jeden Preis – gearbeitet wird.

Dieses Kind im Manne sorgt dafür, dass nicht vergessen wird,

dass Arbeit auch Freude machen und immer ein wenig Spiel bleiben muss, wenn das Leben gelingen soll.

Foto zu Das Kind im Manne, das Freude an Arbeit und Spiel hat: Mandy / pixelio.de

Redewendung “das Kind im Manne” wurde erstmals in Nietzsches „Also sprach Zarathrustra“ gebraucht.



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