Archiv für die Kategorie 'Wohndesign'

Gegen Sprachlosigkeit

Auch Sofas mit Kissen sollen gegen manchmal auftretende Sprachlosigkeit bei Erwachsenen helfen und eine gute Einstiegsmöglichkeit für ein Gespräch oder wenigstens Small Talk bieten, wenn sie mit kessen Zitaten bestickt sind.

So las ich es im Artikel “Seide, Samt und kesse Sprüche” von Andrea Bierle in der Zeitschrift Architektur & Wohnen 5/09, S. 90 bis 96. Berichtet wurde über die Architektin und Designerin Ulrike Krages, die Kissen mit interessanten oder herausfordernden Worten oder Sätzen zu ihrer ersten Möbelkollektion entwarf und damit beeindruckte.

Allerdings verführen Sofas mit oder ohne ins Auge fallende Sofakissen auch zum Gegenteil – zu erheblichen Sprachdefiziten -, bei  Kindern, die immer weniger sprechen beziehungsweise schon schwer sprechen lernen, weil sie immer länger stumm auf schönen, weichen Sofas sitzen, fernsehen und in ihrem jungen Leben zu wenig Gesprächsgelegenheiten haben, wie ich an anderer Stelle las.

Das Foto zeigt die Eckcouch Larnaka.

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Kein Bühnenbild

In unserer modernen Welt stellt sich beim Hören des Wortes älter oder Alter bei vielen der Gedanke an Falten ein, die bekämpft werden sollten und müssten. Die Werbung suggeriert es.

Dass erst die Jahre Erfahrungen bringen, wird meist weggelassen. – Aber Alain Claude Sulzer aus Basel sprach beispielsweise vor zwei Tagen, als Juror beim Bachmannwettbewerb, wieder einmal an, dass er bei der Lesung des etwas älteren Peter Wawerzinek diese Lebenserfahrung spürte, die er den viel jüngeren voraus habe. Peter Wawerzinek erhielt den Bachmannpreis.

Oder Geschmack ändert sich, lernt dazu mit den Jahren. Ein Beispiel dafür ist der bekannte amerikanische Designer Joe D´Urso. Er erfand vor 35 Jahren den Hightech-Stil, richtete in New York Aufsehen erregende, fast leere, wahnsinnig begehrte Wohnungen ein, fragte seine Klienten zuvor gern lange und hartnäckig:

Brauchen Sie das wirklich?

Und bestückte minimalistisch und kühl mit Podesten mit wenigen Kissen als Sofa oder einer Matratze als Bett. Die Bewohner nahmen ihr Frühstück am OP-Tisch ein, ihr Kleiderschrank war ein Stahlrohrsessel.

Heute hält ihn die Fachwelt für altersweise, weil er seine Sprache änderte, inzwischen warm und wohnlich einrichtet. Die Wände sind farbig. Tiefe, weiche Sofas laden zum Sitzen ein. Vasen und Schalen, die er früher möglichst hinauswarf, verschönern die Wohnungen ebenso wie Kunst an den Wänden.

Alles in den besonderen Räumen lädt zum Benutzen ein, Inszenierungen wie für ein Bühnenbild mag er nicht mehr. (Architektur & Wohnen 6/09, S. 76 bis 83)

Also: nur keine Angst vor dem Älterwerden!

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Zurück zur Kargheit?

Der Kapitalismus lebt von Menschen, die über ihre Verhältnisse leben,

stellte Klaus Klages fest.

Manchmal kann schon ein harter, ein spartanischer Sitz dann und wann, also der Verzicht auf die gewohnte Bequemlichkeit dabei helfen, sich im Labyrinth des Lebens nicht manipulieren zu lassen und sich konsequent zu fragen: Was will ich? Was will ich wirklich? Was wird mir nur “eingeredet”?

Der originelle Denkstuhl ist designt von Chris Jackson von Hastell.com (via iGNANT).

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Eine Auster auf dem Teller und im Wohnzimmer

Wer sich in dieses Sofa von Annika Göransson verliebt, einer Designstudentin, und es nach der Ausstellung im Dänischen Museum für Kunst und Design erwirbt, kann seine Gäste doppelt überraschen, wenn er auch auf ihrem Teller, zu einem Glas passenden Wein, Auster serviert.

Sowohl das ausgezeichnete Sofa (via Studio5555) als auch das erlesene Gericht auf dem Esstisch stünden für hohe Ansprüche und viel Geschmack, wenn denn die Zubereitung der echten Auster dem Gastgeber auch noch gelänge.

Mittwoch, den 2.6.2010

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Giraffenstuhl

Wohl jeder hat ein anderes Lieblingstier.

Da meines die Giraffe ist, kann ich nicht widerstehen, den ungewöhnlichen Giraffenstuhl des deutschen Designers David Munscher vorzustellen (via Designspotter).

Irgendetwas hat der Giraffe Chair tatsächlich von diesem Tier, das ich mir in seiner Eleganz und majestätisch schönen Unbegreiflichkeit seiner Körperproportionen immer, wenn ich Zeit dazu habe, und es für die Giraffen warm genug draußen ist, im Rosental, am Zooschaufenster in Leipzig, ansehe.

Montag, den 31.5. 2010

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Accessoires zum Verlieben

Nicht alle lieben Bücher über alles – aber dieses Bücherregal ist, glaube ich, eine sportliche Herausforderung auch für diejenigen, die das Netz ins Herz geschlossen haben und ihre Freizeit vor allem in virtuellen Welten verbringen.

Eine Attraktion, ein Hingucker und das für mich schönste und überzeugendste Bücherregal ist es allemal.

David Garcia entwarf es (via Selekkt.com/blog).

Sonnabend, den 29.5.2010

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Meisterinnen der Illusion

Weil sie es sind, wurden sie 2010 als die A&W-Designer ausgezeichnet: die Schwedinnen Sofia Lagerkvist, Anna Lindgren und Charlotte von der Lancken. Den Team-Namen Front gaben sie sich und Sinnestäuschungen sind eines ihrer Lieblingsthemen.

So ist die abgebildete “Holzbank” (via Couleurblind) keineswegs hart und ungemütlich, sondern weich und bequem. Der Stoff mit dem Foto einer aufgedruckten Holzmaserung führt lediglich in die Irre.

Auch auf diesem Sofa liegt keine schnell hingeworfene Decke. Hier ist aufgeräumt. Das Sofa ist so bezogen, dass es wirkt, als könnte man sich hinlegen, hätte schon etwas zum Zudecken oder müsste den Überwurf wegnehmen und zusammenlegen.

Die attraktiven Designerinnen sind äußerst vielfältg. Sie bringen auch Tiere in die Wohnung, die nicht an das Zuhause fesseln, weil sie nicht versorgt, sondern höchstens hin und wieder von Staub befreit werden müssen. Sie machten aus der Flugbahn einer Fliege um die Glühbirne einen raffinierten Lampenschirm, verwenden bisher unbekannte Muster, wie sie beispielsweise Mäuse in Tapeten fressen oder lassen eigenwillige Möbel entstehen, die sie vorher in die Luft malten und die dank des Einsatzes neuester Technik schließlich aussehen, als seien sie aus riesigen Zahnpastatuben gepresst worden.

Front arbeitet für renommierte, teure Möbelproduzenten, entwarf aber auch zwei Leseleuchten für Ikea.

Wohl nie wurde ich durch Design so intelligent hinters Licht geführt und neugierig gemacht!

Aber am meisten verblüffte mich ein lebensgroßes schwarzes Pferd mit schwarzem Lampenschirm als Stehleuchte, (zu sehen auf einem der Fotos zur Preisverleihung der Zeitschrift Architektur & Wohnen).

Sonntag, den 16.5.2010

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Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Eine Eckcouch allein noch kein einladendes Wohnzimmer. Zu einem Ambiente zum Entspannen und Glücklichsein gehört mehr.

Weitere Möbel, ein schöner Fußboden, die richtige Farbe an der Wand, ein Sofabild, das nicht das Blut gefrieren lässt, eine schöne Lampe und und und.

Bei den ungewöhnlichen Blüten auf dem Foto handelt es sich nicht um Blumenlampen für zu Hause, sondern um Poetisches aus Teppichböden, das auf überzeugende Weise einlädt, die richtige Wahl für die gewünschte Atmosphäre zu Hause zu treffen.

Auf die Präsentation des schwedischen Produzenten Bolon oben stieß ich bei Diskursdisko. Bei der Eckcouch unten, die noch ihren idealen Platz sucht, handelt es sich um die Leder Sofa Eckcouch Leipzig.

Freitag, den 16.4.2010

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Kontrahenten

Platzsparend, zieh- und schiebbar, aus Holzabfällen und recyceltem Papier – sehr praktisch, dachte sich Chishen Chiu und schuf FlexibleLove, ein Möbel zum Kommunizieren für 8 oder 16 Personen und bestellbar bei iGNANT – für 199 oder 399 Euro.

Wenn man Platz hat, ist es anders bequemer und teurer.

Aber jedem das Seine, denn:

Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen! (Alexandre Dumas, der Ältere)

Bei dem bequemen Sitzmöbel handelt es sich um die Wohnlandschaft Merida.

Samstag, den 20.2.2010

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Gegen den Winter-Blues

Diese Encalmo Stamen Leuchten könnten der neue, blickfängerische i-Punkt für Ihr Wohnzimmer werden und Ihrem guten Geschmack viel Anerkennung einbringen.

Gegen den derzeit drohenden Winter-Blues sind die Pendelleuchten jedoch machtlos.

Wenn an trüben, kalten Wintertagen die gute Laune verloren geht, die Lust, etwas zu tun, abhanden kommt, reicht keine noch so formvollendete Leuchte. Da wird Tageslicht gebraucht.

30 bis 60 Minuten Aufenthalt im Freien beenden auch in düsteren Zeiten mit bedecktem Himmel den Winterschlaf für die Botenstoffe im Gehirn und machen Sie munter.

Also: Alle Müdigkeit ist scheinbar, Süßigkeiten haben Nebenwirkungen mit Langzeiteffekten. Nur Bewegung, am besten im vormittäglichen Tageslicht, bringt den erhofften neuen Schwung und das Ende des Stimmungstiefs.

Auf die Pendelleuchte von Niche Modern, entworfen von Jeremy Pyles, stieß ich bei Stilsucht.

Samstag, den 6.2.2010

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