Archiv für die Kategorie 'Wissenschaft'

Ein Herz für das Wohnzimmer oder das Positive am Zahnarztbesuch

Beim Zahnarzt hat man Zeit oder muss sie sich nehmen. Und darf und muss positiv denken. Denn was hat es schon für einen Sinn, bereits im Wartezimmer an den Bohrer zu denken.

Ich schaue mir beim Bemühen um positives Denken die Mitwartenden und die ausliegende Zeitung an und lese auch darin einen Aufruf zum Glücklichsein, einen Aufruf, dem ich gern bereit bin zu folgen.

Denn an der Columbia University von New York fanden Wissenschaftler um Karina Davidson heraus, dass Glücklichsein, wenn schon keinen Zahnschmerz, so doch wenigstens Herzkrankheiten verhindert.

Bereits kleine Freuden wirken sich positiv aus, schlechte Durchblutung der Herzkranzgefäße hat bei Glücklichen nichts zu suchen und die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden, sinkt in dem Maß, wie meine Freude am Leben, mein positives Lebensgefühl steigt, lese ich.

Wunderbare Aussichten!

Nach dieser Lektüre im Patientenmagazin des Universitätsklinikums Leipzig 04/10, S. 2  ignoriere ich problemlos den Bohrer, komme gut gelaunt nach Hause und setze mich zur Freude meiner Familie entspannt und lächelnd auf mein grünes Ledersofa.

Um mein Herz gleich noch gegenüber allem künftigen Ärger immun zu machen, wünsche ich mir lediglich noch das kräftig durchblutete, glückliche Herz in Form einer besonders schönen Vase von Eva Milinkovic (via Stilsucht) auf den Couchtisch, um mich stets daran zu erinnern, wie gut es meinem Herzen, mir und den Menschen um mich herum tut, positiv zu denken und sich am Leben zu freuen.

Und nicht zuletzt rufe ich auch Sie auf, glücklich zu sein.

Gründe dafür finden Sie ganz bestimmt!

Dienstag, den 2.3.2010

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Michelangelo-Effekt

Man kann ihn nur erreichen, wenn man bei der Partnerwahl nicht auf eine Wahl nach dem Motto Gegensätze ziehen sich an hereinfällt.

Denn nur wer uns liebt und uns zugleich ähnlich ist, hat wirklich Einfluss auf uns, kann uns verändern, unsere ganze Schönheit und alles, was in uns steckt, freilegen  – ähnlich dem großen Künstler Michelangelo, der Ideales aus einem Felsblock, einem kantigen, groben Klotz, zauberte und uns zeigt, was verborgen und unvermutet in ihm schlummerte.

Nach ihm ist deshalb das von amerikanischen Forschern entdeckte und überraschende Phänomen benannt worden, der Michelangelo-Effekt unter Liebenden.

Aber nicht nur Schönheit wie beim Künstler, sondern alle unsere Gaben und möglichen Entwicklungen kann ein ähnlicher Partner aus uns herausholen, wenn er uns etwas zutraut, uns unterstützt, unsere Aktivität herausfordert und einfühlsam ist.

Das Foto zeigt die David-Skulptur von Michelangelo. Den Artikel über den idealen Partner, mit dem wir uns selbst dem Idealbild annähern können, fand ich unter dem Titel “Der Michelangelo-Effekt” in Psychologie heute vom September 2009. Geschrieben wurde er von Susie Reinhardt auf Seite 10 der Zeitschrift.

Montag, den 22. 2.2010

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Ein leuchtendes Gesicht

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Beim Kramen und Sortieren las ich gestern zufällig:

Das Schönste, was es in der Welt gibt, ist ein leuchtendes Gesicht.

Diese Wahrheit, die mir auch nach längerem Prüfen noch einleuchtet, stammt von Albert Einstein.

Und ich dachte mir, ja, in diesen Tagen, in denen man erledigt, was in diesem Jahr noch getan werden muss und in denen man Schwung nimmt für den Rutsch ins Jahr 2010, ist für den Normalbürger so eine Feststellung und der vielleicht daraus entstehende Ansporn, auch selbst noch ein paar Menschen vor dem Jahreswechsel zum Strahlen zu bringen, wichtiger als die Relativitätstheorie des großen Physikers.

Oder?

Montag, den 28.12.2009

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Blitzlichter

Unsere Erinnerung an besonders einschneidende Erlebnisse, in denen es um sehr viel oder alles ging, ist besonders gut. Diese als “Blitzlicht-Erinnerung” bekannte, emotional eingefärbte Gedächtnisleistung wird anders als das, was wir im Normalfall speichern und behalten, in einer ganz speziellen Hirnregion, in der Amygdala aufbewahrt. Diese stellt uns dann später bei Bedarf besonders lebendige, prägnante Erinnerungsbilder mit vielen Einzelheiten zur Verfügung, damit wir  ähnliche Situationen, in denen leicht etwas kippen und gefährlich werden kann, meiden – meinen die Forscher.

Ein Ereignis, das für sehr viele zum gleichzeitigen Abspeichern einer solchen “Blitzlicht-Erinnerung” führte, war der 11. September 2001. Im persönlichen Leben sind es meist Vorkommnisse wie gefährliche Situationen im Straßenverkehr, die plötzliche Notwendigkeit zum Treffen von schwerwiegenden Entscheidungen, Prüfungssituationen, Unfälle, unerwartete Begegnungen mit Menschen oder mit etwas, das Angst macht, einen erschrecken lässt usw.

Begegnungen der anderen Art

Der Blick auf die eigenen “Blitzlicht-Erinnerungen” kann jedem persönlich manche Eigenheit, manche Prägung erklären. Das Foto fand ich am 21. Oktober im Nerdcore Blog. Es stellt eine Handmaschine von Nik Ramage dar, die auf dem Design Festival 2009 in London vorgestellt wurde und die Finger bewegt.

Den wissenschaftlichen Kurzbericht fand ich in “emotion” 09/08.

Samstag, den 24.10.2009

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Gehirnjogging statt Verwirrung

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Oft habe ich ein ungutes Gefühl, wenn ich viel am Computer sitze.

Ich weiß, es ist schon allein wegen des vielen Sitzens ungesund und dem Kopf schadet es sicherlich auch, nahm ich bisher an.

Aber es ist anders, las ich heute – zumindest wohl, wenn man es in Maßen betreibt:

In Los Angeles, an der University of California, entdeckte man bei älteren Leuten, die bisher kaum am Computer saßen, dass bereits eine Stunde Internetsurfen pro Tag deren Gedächtnisleistung und Entscheidungsfähigkeit deutlich messbar verbesserte.

So hoffe ich, dass auch alle Jüngeren und diejenigen, die viel online unterwegs sind, vom regelmäßigen Training profitieren und nur positive Effekte verzeichnen.

Auf die Information von Jennifer Van Grove stieß ich bei Engadget German, auf das Foto von Anthony Zinonos bei iGnant.

Mittwoch, den 21.10.2009

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Zuwendung ist alles

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Unser Leben, auch unser modernes, ist nicht mehr und nicht weniger als ein ständiger Ruf, vielleicht sogar Schrei nach Zuneigung, nach Wertschätzung, nach zwischenmenschlicher Anerkennung, nach funktionierenden Beziehungen – entdeckten amerikanische Neurobiologen.

Zu ihrer eigenen Überraschung und wider Erwarten fanden sie heraus, dass an zentraler Stelle, im Mittelhirn, unsere Motivations- oder Belohnungssysteme lokalisiert sind, die bei Aktivierung das Hormon für Wohlbefinden ausschütten – Dopamin.

Die Aktivierung geschieht über eine besonders enge Verschaltung mit den Nervenfasern der Emotionszentren jedesmal dann, wenn das Gehirn etwas wahrnimmt, etwas ausfindig macht, das sich lohnt.

Mittels funktioneller Kernspintomografie an Müttern, Verliebten und anderen (sowie durch Nachweis erhöhter Konzentrationen von Oxytozin in bestimmten Situationen) deckten sie auf, unser Herz schlägt höher, im Mittelhirn verändert sich etwas, sobald andere Menschen ins Spiel kommen.

Denn wir sind auf Bindung geeicht, wir werden erst diejenigen, die wir im günstigsten Fall werden können, wenn wir Zugewandtheit, Anerkennung und Vertrauen erfahren. Diese Erfahrungen sind der “neurobiologische Treibstoff” für eine optimale Entwicklung und ein erfülltes Leben.

Die Informationen fand ich in einem Artikel von Joachim Bauer unter dem Titel “Beziehungen: Der Motor unseres Lebens”, in “Psychologie heute” von Oktober 2006.

Mark Jenkins

Das untere Foto über das Ende einer Beziehung stammt von Mark Jenkins.

Dienstag, den 20.10.2009

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Im Kommen

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Mit iPhone oder iPod Musik hören, dabei auf einem weichen Hocker sitzen oder gleich auf einem bequemen und extravaganten Ledersofa liegen, das Verstärker und Lautsprecher in sich hat, ist der Traum von Michi Jung, einem südkoreanischen Designer, der in Italien arbeitet und das, was er jüngst entwarf, in London ausstellte.

Die Besucher konnten auf der dortigen Design-Messe erneut sehen und bestaunen, was menschlicher Ideenreichtum an Praktischem, aber oft auch Unglaublichem hervorbringen kann.

Heute allerdings, zu Beginn des UN-Klimagipfels in New York, frage ich mich, wird diese Gabe der Phantasie auch angesichts der Klimawandels groß genug sein, um zu verhindern, wovor US-Präsident Barack Obama zur Eröffnung eindrücklich warnte: einer “unumkehrbare(n) Katastrophe”.

Ich hoffe es!

Quellen (Foto): Engadget German und unplggd
(Zitat aus): Obama warnt vor “Katastrophe” durch Klimawandel bei Yahoo

Dienstag, den 22.9.2009

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Lust auf Nähe

Wenn Sie Sehnsucht nach Nähe haben und sich noch nicht einmal sicher sind, ob Ihr faszinierendes Gegenüber Sie mag oder wenigstens sympathisch findet, dann servieren Sie bitte nichts Kaltes, sondern nur Dampfendes wie heißen Tee, Kaffee oder Kakao.

Denn – ob Sie es glauben oder nicht: Eine heiße Tasse in der Hand erhöht das gegenseitige Wohlwollen, ja den Gefallen aneinander. Die Forscher der Yale-Universität, die das herausfanden, erklären dazu, dass ein und dasselbe Zentrum im Gehirn emotional und  körperlich verursachte Wärme verarbeitet und sich dadurch beides gegenseitig beeinflusst.

Machen Sie also einen Anfang mit einer Einladung zu einer dampfenden Tasse Kaffee zu sich nach Hause, auf Ihre Ledercouch oder den Sessel daneben …

Das Forschungsergebnis fand ich in Emotion, 2/2009, S.14.

Montag, den 14.9.2009

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Eine Tasse Kaffee auf dem Sofa

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Trinken Sie sie auch so gern wie ich? Auf diesem gemütlichsten und bequemsten Platz aller Plätze?

Ein paar Minuten mit meiner Tasse Kaffee, in der Ecke meines grünen Ledersofas – das ist immer wieder ein besonderer und täglich herbei gesehnter Moment, einer, der zu einem gelingenden Tag dazu gehört, einer, den ich wenigstens am Wochenende auf keinen Fall missen möchte.

Heute wurde mir mein Appetit und mein gutes Gefühl in diesen Minuten auf der Couch allerdings unsanft verdorben, als ich las, dass eine Tasse Kaffee 140 Liter “virtuelles Wasser” verbrauche.

Diese riesige Menge Wasser verbraucht mein geliebter Muntermacher also  – bis ich ihn trinken kann als Menge von nur 200 Millilitern.

140 Liter fallen im Gegensatz zur Tasse Tee mit 30 Litern an – als “Wasser-Fußabdruck” , vom Anbau bis zu meiner vollen Tasse auf dem Couchtisch.

Und dieses viele Wasser importieren wir zum Teil aus Ländern, in denen das Wasser knapp ist. Virtuell braucht ein einzelner Deutscher täglich 5.288 Liter Wasser, 25 Badewannen voll, deckte die Umweltschutzorganisation WWF auf.  – Mich erschreckt das.

Entwickelt wurde das Konzept des “virtuellen Wassers” in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts von dem Briten John Anthony Allan, der im letzten Jahr den “Stockholmer Wasserpreis ” für dieses inzwischen weltweit anerkannte Konzept erhielt.

Die Bundesbürger gehören damit zu den größten Wasserverbrauchern weltweit…

Das Foto stammt von Damian Konietzny. Die Daten fand ich bei WEB.DE.

Mittwoch, den 2.9.2009

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Sofa männlich, Sofa weiblich

Uta Brandes, die erste und einzige Professorin für Design und Gender in Deutschland, weiß, dass im Design Geschlecht steckt und macht darauf aufmerksam.

Gender drückt das “soziale Geschlecht” von etwas aus. Es gibt diesen Begriff erst seit 1955 und er umschreibt, was in der jeweiligen Kultur als typisch für das eine oder andere Geschlecht gilt: So ist beispielsweise eine bequeme Couch für einen Mann etwas anderes als für eine Frau.

Für ihn ist sie, ebenso wie ein Bett, ein Ort zum Schlafen. Für sie ist sie das Zentrum ihrer Wohnung, ihres geschützten Raumes. – Er sieht diesen Einrichtungsgegenstand praktisch. Sie dagegen will ihn schmücken, um sich wohlzufühlen. Sie dekoriert die Sofagarnitur mit Kissen, hängt ein Sofabild über ihr auf, stattet die Umgebung mit einer Kerze, einer ausgefallenen Lampe, Blumen, Büchern, anderen schönen Dingen aus und will sie auch für viele Gelegenheiten wie Telefonieren, Lesen, Essen nutzen.

Der nicht aus der Welt zu schaffende biologische Unterschied gibt das Gebrauchsverhalten vor.

Männern und Frauen gefällt darüber hinaus auch jeweils verschiedenes Design besser. Ersteren beispielsweise ein Küchentisch, ohne Krimskrams wie eine “Werkbank”. Sie brauchen nicht viele Schubkästen, keinen Platz zum Verstauen, aber Platz zum Loslegen – wie in der für Männer entworfenen Bulthaupt-Küche. Frauen haben dagegen andere Wünsche und Wertigkeiten wie angenehme Farbe, warme Materialien, langlebige Schönheit von Interieur.

Vielleicht deshalb entwarf die Niederländerin Hella Jongerius eine schöne, aber unzerbrechliche Vase aus Gummi. Und Frauen denken wohl aus diesen Gründen in Momenten, in denen sich der Mann gerade für ein weißes Ledersofa begeistert, auch an die eventuellen künftigen Rotweinflecken, die den Glanz des Besonderen schnell auslöschen und überlegen, wägen ab, zögern dabei, es von jetzt auf gleich zu kaufen.

Die neue Wissenschaft ist sehr interessant und manches ist kaum zu glauben …

Ein Gespräch zwischen Frau Brandes und Melanie Longerich mit diesen Informationen fand ich in “Haus & Wohnung”, 12-08/ 1-09, S. 8 – 12.

Sonnabend, den 22.8.2009

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