Archiv für die Kategorie 'Wissenschaft'

Gegen Sprachlosigkeit

Auch Sofas mit Kissen sollen gegen manchmal auftretende Sprachlosigkeit bei Erwachsenen helfen und eine gute Einstiegsmöglichkeit für ein Gespräch oder wenigstens Small Talk bieten, wenn sie mit kessen Zitaten bestickt sind.

So las ich es im Artikel “Seide, Samt und kesse Sprüche” von Andrea Bierle in der Zeitschrift Architektur & Wohnen 5/09, S. 90 bis 96. Berichtet wurde über die Architektin und Designerin Ulrike Krages, die Kissen mit interessanten oder herausfordernden Worten oder Sätzen zu ihrer ersten Möbelkollektion entwarf und damit beeindruckte.

Allerdings verführen Sofas mit oder ohne ins Auge fallende Sofakissen auch zum Gegenteil – zu erheblichen Sprachdefiziten -, bei  Kindern, die immer weniger sprechen beziehungsweise schon schwer sprechen lernen, weil sie immer länger stumm auf schönen, weichen Sofas sitzen, fernsehen und in ihrem jungen Leben zu wenig Gesprächsgelegenheiten haben, wie ich an anderer Stelle las.

Das Foto zeigt die Eckcouch Larnaka.

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Fantasie und Vernunft

Auf Klugheit und Scharfsinn kann niemand verzichten. Aber in uns schlummert auch die Gabe der Fantasie.

Sie ist es, die uns hin und wieder zu Leichtigkeit verhelfen kann, besonders wenn ihr nicht nur in Science-Fiction-Romanen oder im Traum Gelegenheit dazu gegeben wird.

Zeit, in der die Fantasie nicht wie bei den meisten, die die Kindheit hinter sich haben, sehr, zu sehr eingeengt wird, ist Urlaub vom Leistungsdruck. Denn wenn alles nur noch geschieht, weil es etwas bringt, geraten wir über kurz oder lang in eine Sackgasse. Und:

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Das ist eine uralte Weisheit und steht schon in der Bibel.

Und die moderne Wissenschaft bestätigte es, so dass der führende Hirnforscher Professor Gerald Hüther zusammenfasst, dass es dann und wann lohne, “die zwingenden Notwendigkeiten der vernunftregierten Welt außer Kraft zu setzen”.

Die passende Fotografie stammt von Christoph Morlinghaus (via iGNANT).

Die Anregung zu meinem Text fand ich in einem Artikel von Professor Gerald Hüther: “Fantasie: Wenn die Gedanken frei sind”, emotion 03/09, S. 95.

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Abendgedanken

Dieser einladende, schöne und beschauliche Platz, den ich im Blog von Abigail Ahern entdeckte, ist für den Abend viel besser geeignet als der Platz vor dem Computer.
Denn wer nicht entspannt, sich abends sozusagen falsch setzt, sein Handy in übertriebenem Eifer nie ausschaltet, auch nach acht keinen Abstand zum Beruf schafft, sondern immer in Bereitschaft ist, gerät über kurz oder lang in Schlafschwierigkeiten. Der Schlafforscher und Psychologe Jürgen Zulley aus Regensburg geht so weit, dass er behauptet:

Viele nehmen den falschen Partner mit ins Bett: die Anspannung.

Über dieses eindeutige und aufschlussreiche Forschungsergebnis, das ich selbst beherzigen müsste, stolperte ich beim angespannten Warten auf den Bohrer des Zahnarzts (im Patientenmagazin des Universitätsklinikums Leipzig unter dem Titel “Computer aus, Handy weg”, von Andreas Heimann, Nr. 13/10, S. 16), nachdem ich ein paar Tage zuvor schon ähnliche Ergebnisse über die Zusammenhänge zwischen abendlichen Freizeitbeschäftigungen und morgendlicher Stimmung und körperlicher Befindlichkeit gelesen hatte.

Schlecht gelaunt und gereizt waren danach morgens diejenigen, deren Abendgedanken noch um die Arbeit kreisten. Erholt fühlte sich, wer Grenzen gezogen hatte und der Arbeit des Tages etwas ganz anderes entgegensetzte: sich seinen Freunden oder der Familie widmete, einem Hobby nachging, Sport trieb, spazierenging, meditierte oder Musik hörte.

Wer das schaffte, schlief gut, war morgens voller Elan und hatte gute Laune.

Erholung, starke Nerven, Freude am Leben und eine gewisse Leichtigkeit beim Bewältigen des Tagespensums kommen also nicht von allein, sondern brauchen auch Abend für Abend die richtigen Weichenstellungen und Entscheidungen (“Erholung kommt nicht von selbst”, von Gabriele Kunz in Psychologie heute, Juni 2009, S. 14).

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Ein Himmelbett oder?

Was wir nicht wissen ist unendlich viel mehr als das, was wir wissen.

Im Grunde ist bekannt, was ich neulich als Kalenderweisheit eines unbekannten Verfassers im Vorbeigehen las. Dennoch wissen wir viel.

Aber manchmal wird es unwichtig, beispielsweise beim ersten Blick auf jemand oder etwas.

Die Liebe auf den ersten Blick wurde sprichwörtlich.

Welch ein Anlass zur Freude und welch ein Gewinn für unser modernes, oft nüchternes und gehetztes Leben, dass es nicht nur Wissen in immer größerem Ausmaß gibt, sondern auch Blicke, Emotionen, Eindrücke, Installationen, Kunst, Literatur, Musik!

Wie gut, dass es etwas gibt, das uns trifft, überrascht, anspricht, fasziniert!

Beim Himmelbett auf den ersten Blick handelt es sich um eine Installation des bekannten brasilianischen Künstlers Ernesto Neto (via iGNANT).

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Leder in edlem Ambiente

Das Foto zeigt das Londoner Aqua Sheko von innen (via Studio 5555). In dem interessanten, eleganten Raum dieser anspruchsvollen Gesundheits- und Wellnesseinrichtung mit formschönen, bequemen Ledersesseln können Hautkranke Luxus in beruhigendem Licht genießen und eine ungewöhnliche Behandlung in Anspruch nehmen. Bis 12 cm große Knabberfische aus dem türkischen Kangal sondern dort wie überall, wo sie eingesetzt werden, an den Schuppen der menschlichen Haut etwas wie ein Medikament, ein dithranolhaltiges Sekret, ab.

Es ist imstande, die Geschwindigkeit der Hauterneuerung zu normalisieren, bei diesen Kranken mit Schuppenflechte zu verlangsamen. “Doktorfische” nennt man die Art Garra Rufa deshalb.

Wunderbar, wenn solch ein Therapieort so fabelhaft aussieht und in keiner Weise an Krankenhaus und ähnliches erinnert. Leider ist er nicht für alle erschwinglich.

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Die Mimik von Menschen und Dingen

Mit 43 Muskeln kann der Mensch im Gesicht über 10 000 kleine Bewegungen ausführen und seinen jeweiligen Gefühlszustand bestens ausdrücken. Der Forscher Paul Ekman entwickelte für alle diese Möglichkeiten ein faszinierendes Codesystem, so dass genauen und geschulten Beobachtern des Gegenübers kaum noch etwas verborgen bleiben muss.

Wird beispielsweise Ärger unterdrückt, bewegen sich die Augenbrauen. Sie ziehen sich in Richtung Nase zusammen. Die Augen werden dabei größer und starrer.

In nicht einmal einer Fünftelsekunde kommt es anschließend zu einem Zusammenpressen der Lippen, bei dem die Wangenknochen gleichzeitig ein wenig nach oben gehen.

Und andererseits löst natürlich ein Lachen und selbst ein künstliches Lachen, ein Aktivieren der Gesichtsmuskeln, im Nervensystem Veränderungen aus, die einen selbst glücklicher und anschließend andere froher machen, weil ein lachender Mensch sympathischer wirkt und Ausstrahlung besitzt, die unweigerlich positiv abfärbt.

All das beweist: Es gibt die Falten und Fältchen, deren Nichtexistenz uns ärmer machen würde – sowohl bei den Menschen als beispielsweise auch bei schönen weichen Dingen, mit denen wir uns umgeben.

Auf das von Manuela Imre mit dem amerikanischen Psychologen Paul Ekmann geführte Interview zum Thema Glück ist eine Frage der Mimik stieß ich in emotion 0308 S. 78 bis 81.

Bei der bequemen Eckcouch mit einladenden, weichen Falten handelt es sich um das Ledersofa Cannes.

Samstag, den 13.3.2010

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Ein Herz für das Wohnzimmer oder das Positive am Zahnarztbesuch

Beim Zahnarzt hat man Zeit oder muss sie sich nehmen. Und darf und muss positiv denken. Denn was hat es schon für einen Sinn, bereits im Wartezimmer an den Bohrer zu denken.

Ich schaue mir beim Bemühen um positives Denken die Mitwartenden und die ausliegende Zeitung an und lese auch darin einen Aufruf zum Glücklichsein, einen Aufruf, dem ich gern bereit bin zu folgen.

Denn an der Columbia University von New York fanden Wissenschaftler um Karina Davidson heraus, dass Glücklichsein, wenn schon keinen Zahnschmerz, so doch wenigstens Herzkrankheiten verhindert.

Bereits kleine Freuden wirken sich positiv aus, schlechte Durchblutung der Herzkranzgefäße hat bei Glücklichen nichts zu suchen und die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden, sinkt in dem Maß, wie meine Freude am Leben, mein positives Lebensgefühl steigt, lese ich.

Wunderbare Aussichten!

Nach dieser Lektüre im Patientenmagazin des Universitätsklinikums Leipzig 04/10, S. 2  ignoriere ich problemlos den Bohrer, komme gut gelaunt nach Hause und setze mich zur Freude meiner Familie entspannt und lächelnd auf mein grünes Ledersofa.

Um mein Herz gleich noch gegenüber allem künftigen Ärger immun zu machen, wünsche ich mir lediglich noch das kräftig durchblutete, glückliche Herz in Form einer besonders schönen Vase von Eva Milinkovic (via Stilsucht) auf den Couchtisch, um mich stets daran zu erinnern, wie gut es meinem Herzen, mir und den Menschen um mich herum tut, positiv zu denken und sich am Leben zu freuen.

Und nicht zuletzt rufe ich auch Sie auf, glücklich zu sein.

Gründe dafür finden Sie ganz bestimmt!

Dienstag, den 2.3.2010

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Michelangelo-Effekt

Man kann ihn nur erreichen, wenn man bei der Partnerwahl nicht auf eine Wahl nach dem Motto Gegensätze ziehen sich an hereinfällt.

Denn nur wer uns liebt und uns zugleich ähnlich ist, hat wirklich Einfluss auf uns, kann uns verändern, unsere ganze Schönheit und alles, was in uns steckt, freilegen  – ähnlich dem großen Künstler Michelangelo, der Ideales aus einem Felsblock, einem kantigen, groben Klotz, zauberte und uns zeigt, was verborgen und unvermutet in ihm schlummerte.

Nach ihm ist deshalb das von amerikanischen Forschern entdeckte und überraschende Phänomen benannt worden, der Michelangelo-Effekt unter Liebenden.

Aber nicht nur Schönheit wie beim Künstler, sondern alle unsere Gaben und möglichen Entwicklungen kann ein ähnlicher Partner aus uns herausholen, wenn er uns etwas zutraut, uns unterstützt, unsere Aktivität herausfordert und einfühlsam ist.

Das Foto zeigt die David-Skulptur von Michelangelo. Den Artikel über den idealen Partner, mit dem wir uns selbst dem Idealbild annähern können, fand ich unter dem Titel “Der Michelangelo-Effekt” in Psychologie heute vom September 2009. Geschrieben wurde er von Susie Reinhardt auf Seite 10 der Zeitschrift.

Montag, den 22. 2.2010

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Ein leuchtendes Gesicht

28.12.09 005

Beim Kramen und Sortieren las ich gestern zufällig:

Das Schönste, was es in der Welt gibt, ist ein leuchtendes Gesicht.

Diese Wahrheit, die mir auch nach längerem Prüfen noch einleuchtet, stammt von Albert Einstein.

Und ich dachte mir, ja, in diesen Tagen, in denen man erledigt, was in diesem Jahr noch getan werden muss und in denen man Schwung nimmt für den Rutsch ins Jahr 2010, ist für den Normalbürger so eine Feststellung und der vielleicht daraus entstehende Ansporn, auch selbst noch ein paar Menschen vor dem Jahreswechsel zum Strahlen zu bringen, wichtiger als die Relativitätstheorie des großen Physikers.

Oder?

Montag, den 28.12.2009

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Blitzlichter

Unsere Erinnerung an besonders einschneidende Erlebnisse, in denen es um sehr viel oder alles ging, ist besonders gut. Diese als “Blitzlicht-Erinnerung” bekannte, emotional eingefärbte Gedächtnisleistung wird anders als das, was wir im Normalfall speichern und behalten, in einer ganz speziellen Hirnregion, in der Amygdala aufbewahrt. Diese stellt uns dann später bei Bedarf besonders lebendige, prägnante Erinnerungsbilder mit vielen Einzelheiten zur Verfügung, damit wir  ähnliche Situationen, in denen leicht etwas kippen und gefährlich werden kann, meiden – meinen die Forscher.

Ein Ereignis, das für sehr viele zum gleichzeitigen Abspeichern einer solchen “Blitzlicht-Erinnerung” führte, war der 11. September 2001. Im persönlichen Leben sind es meist Vorkommnisse wie gefährliche Situationen im Straßenverkehr, die plötzliche Notwendigkeit zum Treffen von schwerwiegenden Entscheidungen, Prüfungssituationen, Unfälle, unerwartete Begegnungen mit Menschen oder mit etwas, das Angst macht, einen erschrecken lässt usw.

Begegnungen der anderen Art

Der Blick auf die eigenen “Blitzlicht-Erinnerungen” kann jedem persönlich manche Eigenheit, manche Prägung erklären. Das Foto fand ich am 21. Oktober im Nerdcore Blog. Es stellt eine Handmaschine von Nik Ramage dar, die auf dem Design Festival 2009 in London vorgestellt wurde und die Finger bewegt.

Den wissenschaftlichen Kurzbericht fand ich in “emotion” 09/08.

Samstag, den 24.10.2009

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