
Urteile nicht über einen anderen, bevor du nicht tausend Schritte in seinen Mokassins gegangen bist.
Dieses indianische Sprichwort weiß darum, wie schnell geurteilt und falsch geurteilt wird.
Beherzigen wir das weise Wort, die Erfahrung von Generationen, damit das Miteinander gelingen kann.
Gezeigt wird eine Fotografie des Künstlers Harold Diaz (via iGNANT)
Tags: Erfahrung, Urteilen

Gestern vor dem Einschlafen las ich etwas, das mich begeisterte:
Wie man Geschichten erzählen soll? So, daß sie einem selbst helfen! Mein Großvater war lahm. Einmal bat man ihn, eine Geschichte von seinem Lehrer zu erzählen. Da erzählte er, wie der große Baalschem beim Beten zu hüpfen und zu tanzen pflegte. Mein Großvater stand und erzählte, und die Erzählung riß ihn so hin, daß er hüpfend und tanzend zeigen mußte, wie der Meister es gemacht hatte. Von der Stunde an war er geheilt. So soll man Geschichten erzählen.
Quelle: Chassidische Legende. Aus Wladimir Lindenberg “Die Menschheit betet”. E. Reinhardt Verlag München/ Basel 1966.
Auf dem Ölgemälde erzählt Maurizio Bongiovanni (via iGNANT).
Tags: Geschichten

Gespräche über das Wetter mag ich nicht besonders. Sie kommen mir immer vor, als würde man um das eigentlich Wichtige einen Bogen machen, Zeit verschwenden. Doch heute, nach so viel Regen und Kälte in der letzten Zeit, freute ich mich mit allen mit, die Sonne, Wärme und das Wochenende schnell herbeisehnten und darüber sprachen.
Pflücke den Tag und gehe behutsam mit ihm um. Es ist dein Tag, 24 Stunden lang. Zeit genug, ihn zu einem wertvollen Tag werden zu lassen. Darum laß ihn nicht schon in den Morgenstunden verwelken (M. Bickel).
Das Foto der Installation von Leandro Ehrlich zur Hilfe für New Orleans fand ich bei iGNANT.
Freitag, den 4.6.2010
Tags: Sonne, Tag, Wärme, Wetter, Zeit

Beim Kramen und Sortieren las ich gestern zufällig:
Das Schönste, was es in der Welt gibt, ist ein leuchtendes Gesicht.
Diese Wahrheit, die mir auch nach längerem Prüfen noch einleuchtet, stammt von Albert Einstein.
Und ich dachte mir, ja, in diesen Tagen, in denen man erledigt, was in diesem Jahr noch getan werden muss und in denen man Schwung nimmt für den Rutsch ins Jahr 2010, ist für den Normalbürger so eine Feststellung und der vielleicht daraus entstehende Ansporn, auch selbst noch ein paar Menschen vor dem Jahreswechsel zum Strahlen zu bringen, wichtiger als die Relativitätstheorie des großen Physikers.
Oder?
Montag, den 28.12.2009
Tags: "Albert Einstein", "das Schönste", "ein leuchtendes Gesicht"

Im Fernsehen sah und hörte ich Lea Linster.
Ich kannte sie noch nicht, diese luxemburgische, perfekt deutsch sprechende Spitzenköchin. Aber sie leuchtete mir sofort ein mit ihrer Leidenschaft für das Kochen, mit ihrem Lächeln, ihrer Souveränität.
Sie motivierte mich heute innerhalb von zwei, drei Minuten, Weihnachten eine knusprig braune Gans mit Thüringer Klößen und Fränkischem Sauerkraut auf den Tisch zu zaubern. Mich fasziniert, wie sie, der Versuch, Weihnachten so gut zu kochen, dass man sich Ostern noch daran erinnert.
Mit diesem Ziel werde ich nun auch antreten …
Denn was Rainer Maria Rilke unnachahmlich in seinem Herbstgedicht sagt:
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, …
gilt auch für den Verkauf von Sofas aus unserem Shop – zumindest bis nach Weihnachten.
Feiern Sie, kochen Sie …
Dienstag, den 22.12.09
Tags: "Lea Linster", "Rainer Maria Rilke"

Das Herz hat Gründe, die der Verstand nicht kennt (Blaise Pascal).
Das ist einerseits eine großartige Angelegenheit. Denn wie arm wäre unser Leben, wenn es nur nach dem Verstand ginge und nicht immer wieder das Herz regieren würde. – Die Welt wäre kälter, vielleicht überhaupt nicht zum Aushalten.
Andererseits machen uns die Gründe des Herzens verführbar, auch gegenüber den inzwischen bis ins letzte ausgetüftelten Werbestrategien.
Das richtige Maß Kritik ihnen gegenüber, auch jetzt bei den Einkäufen in der Vorweihnachtszeit, hilft, dass wir unsere Möglichkeiten nicht überschätzen, um nicht böse zu erwachen, wenn das Fest der Herzen vorüber ist.
Auf das verführerische Werbefoto stieß ich bei iGNANT.
Samstag, den 12.12. 2009
Tags: "Fest der Herzen", "Gründe des Herzens", Verstand, Vorweihnachtszeit
Ein rotes Sofa wie rote Lippen!
Wer interessieren will, muss provozieren.
So behauptet es jedenfalls Salvador Dali, der berühmte spanische Surrealist. Am 3. Februar diesen Jahres wurde in Berlin, am Potsdamer Platz, ein Museum mit 400 Exponaten von ihm eröffnet, die erste Dauerausstellung mit seinen Werken in einem Museum in Deutschland.
Ein Besuch dort wird auch an den längsten und kältesten Wintertagen keine Langeweile aufkommen lassen, denn Dali überrascht, provoziert und lädt zu den unglaublichsten Deutungsversuchen ein.
Wer schon jetzt neugierig sein sollte: Auch das Sofa dieses bekannten und umstrittenen Künstlers verbirgt sich unter den Impressionen.
Mittwoch, den 9.12. 2009
Tags: "Dali-Museum", "rote Lippen", "Salvador Dali", Berlin, Potsdamer Platz, Sofa
Ein riesiges Gebäude – in nüchterner Schönheit.
Wer den Bau nicht von innen kennt, wer nichts über ihn weiß, ahnt nicht, welch sehens- und erlebenswerte Pracht er verbirgt.
Ich war neugierig, besorgte mir online ein Ticket, fuhr nach Berlin, ging in das vor kurzem wieder eröffnete Neue Museum und bestaunte drinnen Nofretete, den “Berliner Goldhut”, den legendären, aber falschen Schatz des Priamos und und und.
Und während ich durch das von David Chipperfield tatsächlich Aufsehen erregend renovierte Haus ging, in unzähligen Räumen versuchte, wenigstens einen kurzen Blick auf jedes Ausstellungsstück zu werfen, immer fassungsloser und demütiger wurde angesichts der Vielfalt und des geradezu unendlichen Reichtums an Kostbarkeiten, kam ich ins Nachdenken darüber, dass ich mit Menschen immer wieder einmal das genaue Gegenteil erlebe von dem, was mir hier geschieht: Sie tun alles, um groß zu scheinen, wenden viel auf, um zu blenden, aber provozieren beim Blick hinter die Fassade nur herbe Enttäuschung.
Buß- und Bettag, 18.11.2009
Tags: "Berliner Goldhut", "David Chipperfield", "Neues Museum", "Schatz des Priamos", Berlin, Nofretete, Schein, Sein

“Das Leben ist ein weißes Blatt, die Farben sind in dir. Male es schön bunt und leuchtend” (Anonym).
Samstag, den 14.11.2009
Tags: "weißes Blatt", Farben, Leben

Horace Burgess baute diesen in der Zivilisation ungewöhnlichen Platz zum Wohnen in und mit der Natur – in Tennessee, genauer gesagt in Crossville: Ein Baumhaus mit 30 Metern Höhe, 10 Stockwerken und sogar einem Basketballplatz auf den insgesamt 1000 Quadratmetern.
Die Bauzeit betrug 12 Jahre. – Und der Bauherr fühlte sich von Gott zu diesem Meisterwerk aus Holz für 8000 Euro beauftragt, das von 258 000 Nägel zusammenhalten wird und auch einen Glockenturm besitzt – aus Sauerstoffflaschen. Im Sommer sagt er danke für sein Leben mit Gartenblumen, die den Namen Jesus schreiben.
Er empfindet wie Christian Morgenstern, den Herr Burgess vielleicht nicht einmal kennt: “Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandern.”
Das Foto und die Information fand ich bei Engadget German.
Samstag, den 17.10.2009
Tags: "Christian Morgenstern", "Horace Burgess", Baumhaus, Crossville, Glockenturm, Gott, Jesus, Laterne, Natur, Sonne, Sonntag