Archiv für die Kategorie 'Tipps'

Ein leuchtendes Gesicht

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Beim Kramen und Sortieren las ich gestern zufällig:

Das Schönste, was es in der Welt gibt, ist ein leuchtendes Gesicht.

Diese Wahrheit, die mir auch nach längerem Prüfen noch einleuchtet, stammt von Albert Einstein.

Und ich dachte mir, ja, in diesen Tagen, in denen man erledigt, was in diesem Jahr noch getan werden muss und in denen man Schwung nimmt für den Rutsch ins Jahr 2010, ist für den Normalbürger so eine Feststellung und der vielleicht daraus entstehende Ansporn, auch selbst noch ein paar Menschen vor dem Jahreswechsel zum Strahlen zu bringen, wichtiger als die Relativitätstheorie des großen Physikers.

Oder?

Montag, den 28.12.2009

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Weihnachten, Ostern

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Im Fernsehen sah und hörte ich Lea Linster.

Ich kannte sie noch nicht, diese luxemburgische, perfekt deutsch sprechende Spitzenköchin. Aber sie leuchtete mir sofort ein mit ihrer Leidenschaft für das Kochen, mit ihrem Lächeln, ihrer Souveränität.

Sie motivierte mich heute innerhalb von zwei, drei Minuten, Weihnachten eine knusprig braune Gans mit Thüringer Klößen und Fränkischem Sauerkraut auf den Tisch zu zaubern. Mich fasziniert, wie sie, der Versuch, Weihnachten so gut zu kochen, dass man sich Ostern noch daran erinnert.

Mit diesem Ziel werde ich nun auch antreten …

Denn was Rainer Maria Rilke unnachahmlich in seinem Herbstgedicht sagt:

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, …

gilt auch für den Verkauf von Sofas aus unserem Shop – zumindest bis nach Weihnachten.

Feiern Sie, kochen Sie …

Dienstag, den 22.12.09

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Die Gründe des Herzens

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Das Herz hat Gründe, die der Verstand nicht kennt (Blaise Pascal).

Das ist einerseits eine großartige Angelegenheit. Denn wie arm wäre unser Leben, wenn es nur nach dem Verstand ginge und nicht immer wieder das Herz regieren würde. – Die Welt wäre kälter, vielleicht überhaupt nicht zum Aushalten.

Andererseits machen uns die Gründe des Herzens verführbar, auch gegenüber den inzwischen bis ins letzte ausgetüftelten Werbestrategien.

Das richtige Maß Kritik ihnen gegenüber, auch jetzt bei den Einkäufen in der Vorweihnachtszeit, hilft, dass wir unsere Möglichkeiten nicht überschätzen, um nicht böse zu erwachen, wenn das Fest der Herzen vorüber ist.

Auf das verführerische Werbefoto stieß ich bei iGNANT.

Samstag, den 12.12. 2009

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Provokation und Interesse

Ein rotes Sofa wie rote Lippen!

Wer interessieren will, muss provozieren.

So behauptet es jedenfalls Salvador Dali, der berühmte spanische Surrealist. Am 3. Februar diesen Jahres wurde in Berlin, am Potsdamer Platz, ein Museum mit 400 Exponaten von ihm eröffnet, die erste Dauerausstellung mit seinen Werken in einem Museum in Deutschland.

Ein Besuch dort wird auch an den längsten und kältesten Wintertagen keine Langeweile aufkommen lassen, denn Dali überrascht, provoziert und lädt zu den unglaublichsten Deutungsversuchen ein.

Wer schon jetzt neugierig sein sollte: Auch das Sofa dieses bekannten und umstrittenen Künstlers verbirgt sich unter den Impressionen.

Mittwoch, den 9.12. 2009

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Sein statt Schein

Berlin Reformationsfest 2009 007Ein riesiges Gebäude – in nüchterner Schönheit.

Wer den Bau nicht von innen kennt, wer nichts über ihn weiß, ahnt nicht, welch sehens- und erlebenswerte Pracht er verbirgt.

Ich war neugierig, besorgte mir online ein Ticket, fuhr nach Berlin, ging in das vor kurzem wieder eröffnete Neue Museum und bestaunte drinnen Nofretete, den “Berliner Goldhut”, den legendären, aber falschen Schatz des Priamos und und und.

Und während ich durch das von David Chipperfield tatsächlich Aufsehen erregend renovierte Haus ging, in unzähligen Räumen versuchte, wenigstens einen kurzen Blick auf jedes Ausstellungsstück zu werfen, immer fassungsloser und demütiger wurde angesichts der Vielfalt und des geradezu unendlichen Reichtums an Kostbarkeiten, kam ich ins Nachdenken darüber, dass ich mit Menschen immer wieder einmal das genaue Gegenteil erlebe von dem, was mir hier geschieht: Sie tun alles, um groß zu scheinen, wenden viel auf, um zu blenden, aber provozieren beim Blick hinter die Fassade nur herbe Enttäuschung.

Buß- und Bettag, 18.11.2009

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Die Farben des Lebens

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“Das Leben ist ein weißes Blatt, die Farben sind in dir. Male es schön bunt und leuchtend” (Anonym).

Samstag, den 14.11.2009

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Einstimmung auf den Sonntag

Baumhaus

Horace Burgess baute diesen in der Zivilisation ungewöhnlichen Platz zum Wohnen in und mit der Natur – in Tennessee, genauer gesagt in Crossville: Ein Baumhaus mit 30 Metern Höhe, 10 Stockwerken und sogar einem Basketballplatz auf den insgesamt 1000 Quadratmetern.

Die Bauzeit betrug 12 Jahre. – Und der Bauherr fühlte sich von Gott zu diesem Meisterwerk aus Holz für 8000 Euro beauftragt, das von 258 000 Nägel zusammenhalten wird und auch einen Glockenturm besitzt – aus Sauerstoffflaschen. Im Sommer sagt er danke für sein Leben mit Gartenblumen, die den Namen Jesus schreiben.

Er empfindet wie Christian Morgenstern, den Herr Burgess vielleicht nicht einmal kennt: “Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandern.”

Das Foto und die Information fand ich bei Engadget German.

Samstag, den 17.10.2009

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Faszination Schönheit

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Welch ein Ereignis!

Nach unendlich langer Bauzeit im und am Neuen Museum thront die “schönste Berlinerin”, die “Mona Lisa Berlins”, – die mandeläugige Pharaonin Nofretete wieder dort, – allein und majestätisch, im Nordkuppelsaal.

Ab 17. Oktober kann sie besucht werden – für die ersten zwei Tage sogar kostenlos.

1924 wurde die Schöne, die Rätselhafte erstmals im Neuen Museum ausgestellt und bereits 1943 ihres neuen Zuhauses durch Auslagerung wieder beraubt und dadurch gerettet. Denn ihr Berliner Haus, ein prächtiger Stülerbau, wurde zerstört, die Ruine verfiel.

Der britische Architekt David Chipperfield verwandelte bereits seit 1997 diese katastrophale Kriegsruine in einer “Glanzleistung” in ein eigenständiges Kunstwerk mit allen Narben der Geschichte, in dem nun an ausgesuchtem Ort, in ausgetüfteltem Licht die geheimnisvolle, sogar computertomografisch untersuchte und extrem berührungsempfindliche Königin herrscht – auch über die ägyptischen und frühgeschichtlichen Sammlungen.

Ich habe Sehnsucht nach Nofretete, – seit ich ihr 2005 im Neuen Forum erstmals begegnete und ihrer Ausstrahlung erlag …

Quellen: viele, in denen ich das Wiedererstehen des Neuen Museums über die Jahre verfolgte, stellvertretend nenne ich noch den Focus mit einem aktuellen Artikel.

Donnerstag, den 15.10.2009

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“Leipzig 89″

Heute früh überraschte und erfreute mich eine Rundmail von Regine Möbius, der stellvertretenden Bundesvorsitzenden des Verbandes deutscher Schriftsteller und der Bundesbeauftragten f. Kunst und Kultur der ver.di, in der sie an den entscheidenden Tag der Friedlichen Revolution heute vor 20 Jahren erinnert.

Mich beschäftigt, was die Mail treffend anspricht, schon den ganzen Tag. Es wird mich auch begleiten, wenn ich ab 18 Uhr am Lichtfest “Aufbruch Leipzig -20 Jahre Friedliche Revolution und Einheit Europas” mit mehr als 20 internationalen Künstlern teilnehmen und auf dem historischen Weg der Demonstranten entlanggehen werde:

“Liebe Freunde,                                             Leipzig, am 9. Oktober

„20 Jahre Friedliche Revolution“! Von Plakaten, in Zeitungen, in Sonntags-, Donnerstags- und Freitagsreden ist es zu hören.

Heute jährt sich dieser Tag, der letzte und entscheidende in einer langen Reihe von weniger spektakulären, aber mit nicht weniger Angst und Mut besetzten Tagen, an denen besonders Jugendliche, Basisgruppen und couragierte Pfarrer sich in den über sechs Jahre durchgeführten Montagsgebeten, in Untergrundzeitungen, in Demonstrationen gegen die eingeschränkte Meinungsfreiheit, gegen die unglaubliche Verpestung der Luft oder die kaum zu vertuschenden Wahlfälschungen mit den diktatorischen „Ordnungshütern“ des DDR-Staates kritisch auseinander setzten. Sie wussten, wie gefährlich das war, sie konnten nicht in einer großen Masse aufgehen. Es gehörte Courage und Haltung dazu, sich durch die Willkürmaßnahmen nicht einschüchtern zu lassen, die vom Studienabbruch über Ausweisbeschlagnahme bis hin zu schlimmen Schikanemethoden im Rahmen von Inhaftierungen reichten.

Diesen DDR-Bürgern, die in den zu hörenden Festreden als „Der einfache Mann auf der Straße“ genannt werden, haben wir in erster Linie zu danken, dass der Keim zu einer großen, friedlichen Bewegung gelegt wurde, die im geeinten Deutschland mündete.

An diese möchte ich heute erinnern. Sie werden kaum noch genannt von all denen, die nach zwanzig Jahren sich an die Spitze der Gedenk- und Jubelveranstaltungen stellen, sich im Schein des heute in Leipzig stattfindenden Lichtfestes baden werden.

Aber das Licht kam damals aus vielen Kirchen. Stellvertretend für sie steht die Leipziger Nikolaikirche.

Auf einem kleinen Bild mit gezacktem Rand, das seit gestern in Millionen-Auflage durchs Land geht und nur 55 Cent kostet, können alle es sehen. Ich freue mich darüber und wünsche mir, dass meine Freunde und Bekannten, trotz allen schwierigen Tagesgeschehens, sich mit mir freuen können.

Wer Lust hat, kann den im April in „politik und kultur“ von mir erschienenen Text zu diesem Thema im Anhang lesen.

Sehr herzlich grüßt

Regine Möbius”

Freitag, den 9.10.2009

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Gemeinsam mit anderen

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Beim Feiern, ist es sonnenklar, es gelingt nur gemeinsam mit anderen.

Das ist eine Urerfahrung, die jeder Mensch mit normalen Entwicklungsmöglichkeiten von Kindesbeinen an macht.

Aber es gibt, wie jeder weiß, auch vieles, was nicht von klein an als selbstverständlich erlebt wird und deshalb bei den meisten niemals direkt ins Blickfeld rückt.

Glücklicherweise – muss man sagen – bei dem Thema, auf das ich hinaus und auf das ich aufmerksam machen will: Es ist, wenn im Leben alles “normal” läuft, alles klappt, unendlich weit weg, ja ganz und gar außer Sicht. So gibt es für die meisten keinen Anlass dazu, sich Gedanken darüber zu machen.

Aber es ist notwendig, die Gedankenlosigkeit zu überwinden, denn es kann jeden treffen, dass er plötzlich eine Niere, eine Leber, ein Herz oder ein anderes Organ braucht, um weiterleben zu können.

Wer erst als Betroffener auf das Problem aufmerksam wird, dass es viel zu wenig Spenderorgane gibt, kann dann leider zu den 3 Menschen pro Tag in Deutschland gehören, die das Leben lieben wie ich, voller Pläne sind, aber sterben müssen, weil die Wartezeit auf ein neues Organ für sie zu lange dauert.

Denn nicht einmal 17 % der Bundesbürger tragen einen Spenderausweis bei sich, der notwendig ist, wenn man nach dem eigenen Tod das Leben eines der etwa 12 000 Wartenden retten und viel Leid verhindern will, das es nicht geben müsste.

Hören Sie auf Erich Kästners bekannte und eindrückliche Worte: “Es gibt nichts Gutes/ außer: Man tut es.” Helfen Sie! Laden Sie hier einen Organspendeausweis herunter oder bestellen Sie ihn per Post, füllen Sie ihn aus und tragen Sie ihn ab jetzt immer in Ihrem Portemonnaie.

Sie können einmal als Einzelner so viel tun!

Gestern war der Welttag und Europäische Tag der Organspende. Er wurde erstmals in Deutschland begangen – am auffälligsten am Brandenburger Tor – mit viel Information und den Auftritten von Bands, Künstlern usw.

Montag, den 5.10.2009

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