
Weil sie es sind, wurden sie 2010 als die A&W-Designer ausgezeichnet: die Schwedinnen Sofia Lagerkvist, Anna Lindgren und Charlotte von der Lancken. Den Team-Namen Front gaben sie sich und Sinnestäuschungen sind eines ihrer Lieblingsthemen.
So ist die abgebildete “Holzbank” (via Couleurblind) keineswegs hart und ungemütlich, sondern weich und bequem. Der Stoff mit dem Foto einer aufgedruckten Holzmaserung führt lediglich in die Irre.

Auch auf diesem Sofa liegt keine schnell hingeworfene Decke. Hier ist aufgeräumt. Das Sofa ist so bezogen, dass es wirkt, als könnte man sich hinlegen, hätte schon etwas zum Zudecken oder müsste den Überwurf wegnehmen und zusammenlegen.
Die attraktiven Designerinnen sind äußerst vielfältg. Sie bringen auch Tiere in die Wohnung, die nicht an das Zuhause fesseln, weil sie nicht versorgt, sondern höchstens hin und wieder von Staub befreit werden müssen. Sie machten aus der Flugbahn einer Fliege um die Glühbirne einen raffinierten Lampenschirm, verwenden bisher unbekannte Muster, wie sie beispielsweise Mäuse in Tapeten fressen oder lassen eigenwillige Möbel entstehen, die sie vorher in die Luft malten und die dank des Einsatzes neuester Technik schließlich aussehen, als seien sie aus riesigen Zahnpastatuben gepresst worden.
Front arbeitet für renommierte, teure Möbelproduzenten, entwarf aber auch zwei Leseleuchten für Ikea.
Wohl nie wurde ich durch Design so intelligent hinters Licht geführt und neugierig gemacht!
Aber am meisten verblüffte mich ein lebensgroßes schwarzes Pferd mit schwarzem Lampenschirm als Stehleuchte, (zu sehen auf einem der Fotos zur Preisverleihung der Zeitschrift Architektur & Wohnen).
Sonntag, den 16.5.2010
Tags: 2010, A&W-Designer, Illusion