Archiv für die Kategorie 'Psychologisches'

Die Mimik von Menschen und Dingen

Mit 43 Muskeln kann der Mensch im Gesicht über 10 000 kleine Bewegungen ausführen und seinen jeweiligen Gefühlszustand bestens ausdrücken. Der Forscher Paul Ekman entwickelte für alle diese Möglichkeiten ein faszinierendes Codesystem, so dass genauen und geschulten Beobachtern des Gegenübers kaum noch etwas verborgen bleiben muss.

Wird beispielsweise Ärger unterdrückt, bewegen sich die Augenbrauen. Sie ziehen sich in Richtung Nase zusammen. Die Augen werden dabei größer und starrer.

In nicht einmal einer Fünftelsekunde kommt es anschließend zu einem Zusammenpressen der Lippen, bei dem die Wangenknochen gleichzeitig ein wenig nach oben gehen.

Und andererseits löst natürlich ein Lachen und selbst ein künstliches Lachen, ein Aktivieren der Gesichtsmuskeln, im Nervensystem Veränderungen aus, die einen selbst glücklicher und anschließend andere froher machen, weil ein lachender Mensch sympathischer wirkt und Ausstrahlung besitzt, die unweigerlich positiv abfärbt.

All das beweist: Es gibt die Falten und Fältchen, deren Nichtexistenz uns ärmer machen würde – sowohl bei den Menschen als beispielsweise auch bei schönen weichen Dingen, mit denen wir uns umgeben.

Auf das von Manuela Imre mit dem amerikanischen Psychologen Paul Ekmann geführte Interview zum Thema Glück ist eine Frage der Mimik stieß ich in emotion 0308 S. 78 bis 81.

Bei der bequemen Eckcouch mit einladenden, weichen Falten handelt es sich um das Ledersofa Cannes.

Samstag, den 13.3.2010

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Michelangelo-Effekt

Man kann ihn nur erreichen, wenn man bei der Partnerwahl nicht auf eine Wahl nach dem Motto Gegensätze ziehen sich an hereinfällt.

Denn nur wer uns liebt und uns zugleich ähnlich ist, hat wirklich Einfluss auf uns, kann uns verändern, unsere ganze Schönheit und alles, was in uns steckt, freilegen  – ähnlich dem großen Künstler Michelangelo, der Ideales aus einem Felsblock, einem kantigen, groben Klotz, zauberte und uns zeigt, was verborgen und unvermutet in ihm schlummerte.

Nach ihm ist deshalb das von amerikanischen Forschern entdeckte und überraschende Phänomen benannt worden, der Michelangelo-Effekt unter Liebenden.

Aber nicht nur Schönheit wie beim Künstler, sondern alle unsere Gaben und möglichen Entwicklungen kann ein ähnlicher Partner aus uns herausholen, wenn er uns etwas zutraut, uns unterstützt, unsere Aktivität herausfordert und einfühlsam ist.

Das Foto zeigt die David-Skulptur von Michelangelo. Den Artikel über den idealen Partner, mit dem wir uns selbst dem Idealbild annähern können, fand ich unter dem Titel “Der Michelangelo-Effekt” in Psychologie heute vom September 2009. Geschrieben wurde er von Susie Reinhardt auf Seite 10 der Zeitschrift.

Montag, den 22. 2.2010

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Bitte neugierig sein

Nicht alle neuen Erfahrungen, die machbar sind, erscheinen tatsächlich erstrebenswert.

Aber nichts macht Menschen auf Dauer zufriedener als neue Erfahrungen, fand der amerikanische Verhaltensforscher Gregory Berns heraus.

Neue Herausforderungen lassen die Dinge, die Lust machen, wie ein gutes Essen, Sex und Geld in ihren Glücksmöglichkeiten weit hinter sich, weil es gegenüber allem, was Lust macht, leider einen Gewöhnungseffekt gibt.

Dagegen wird das “glücklich machende” Dopamin jedesmal unvermindert ausgeschüttet, wenn etwas Besonderes erwartet wird, wenn große, am besten unbekannte Herausforderungen anstehen. Neuropsychologische Studien brachten das ans Licht.

Mit einer Dose Bier am Strand oder auf dem Ledersofa liegen, wird uns also nur hin und wieder glücklich machen und erstrebenswert scheinen. Um langfristig zufrieden zu sein und zu bleiben, braucht es mehr: Neues, Herausforderungen, für deren Bewältigung wir uns anstrengen müssen.

Das Foto zeigt eine Arbeit der Prager Performancekünstlerin Eva Kotátková, via iGNANT.

“Das Glück im Neuen”, dem ich diese Forschungsergebnisse entnahm, steht in Psychologie heute, Februar 2007, S. 80.

Donnerstag, den 18.2. 2010

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Die modernen Qualen

Eine davon: die schier unendlichen Wahlmöglichkeiten auf jedem Gebiet unseres Lebens.

Die uns zur Verfügung stehenden vielfältigen Möglichkeiten machen unser Leben bunt und interessant, aber ermüden uns auch in bisher unbekanntem Umfang, wie von der Psychologin Kathleen Vohs und ihrem Forschungsteam herausgefunden wurde.

Die ständige Notwendigkeit der Wahl zwischen verschiedenen Dingen, Vorhaben und Wegen kostet Kraft. Der tagtägliche Zwang, unzählige wichtige und weniger bedeutsame Entscheidungen zu treffen, die sich im Nachhinein auch noch als die richtigen und besten herausstellen sollen, erschöpft, engt die geistige Leistungsfähigkeit ein.

Selbst dann, wenn wir gern, freiwillig und eigentlich nichts Superwichtiges auswählen, beispielsweise bei einem Einkaufsbummel, der uns Spaß macht, bei dem wir lediglich entscheiden, welchen Aufdruck unser neues T-Shirt haben wird.

Nach dem Treffen von Entscheidungen sind wir nachweisbar weniger imstande, weitere, echte Probleme zu lösen. Denn das Abwägen der Möglichkeiten strengt an.

Schon mathematische Aufgaben lösen wir nach der Festlegung auf einen Gegenstand oder eine Sache (unter vielen) schlechter, verfügen nicht mehr über die sonst gewohnte geistige Fitness.

Die Qual der Wahl macht also leer im Kopf, etwas konfus und auf jeden Fall müde.

Das Foto verdanke ich dem brasilianischen Fotografen Gabriel Wickbold (via Sweet Station).

Die Forschungsergebnisse las ich in “Die Qual der Wahl macht müde” von Dagmar Knopf in Psychologie heute Oktober 2008, S. 12. Im Blog existiert auch schon ein eigener Artikel zum Thema: Zur Qual der Wahl im Ledersofa Onlineshop.

Valentinstag

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Wenn das Müssen aufhört

Für viele hört freitags abends das Müssen endlich auf. Es wird zumindest unterbrochen.

Zwei Tage Muße können beginnen – wenigstens für den, der zu leben versteht.

Genießen, wie die Zeit vergeht – Das ist das Geheimnis des Lebens.

Der amerikanische Folk-/ Pop-Künstler James Taylor beschrieb es so.

Nicht immer gelingt das, aber ich wünsche Ihnen, dass Sie Muße haben, dass Sie bei dem Schnee und der Kälte zu Hause bleiben und auf der Wiese des Winters, Ihrem Sofa, herrlich entspannen können.

Das großartige Foto vom Sofa des Sommers verdanke ich Jeff Luker, via iGNANT.

Einzelheiten zu einer sehr beliebten Wiese des Winters, dem Leder Sofa Albufeira in der Trendfarbe weiß, finden Sie in unserem Shop.

Freitag, den 12.2.2010

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Positive Gefühle

Blog 8.1.

Menschen sind unterschiedlich empfindsam. Sie sehen, hören mehr oder weniger als andere und nehmen Situationen ganz verschieden wahr.

Die einen können problemlos vergessen, dass sie nicht für immer immer auf der Erde leben dürfen, nicht zu den Reichen und Schönen gehören und sich dennoch und unabhängig davon richtig ihres Daseins freuen – auch wenn sie vielleicht ständig zu wenige Euro in der Tasche haben.

Die anderen leiden ununterbrochen am “tragischen Szenario” (Woody Allen), in das wir als Menschen hineingeboren werden. Sie sind selten oder nie total ausgelassen und unbekümmert froh, auch wenn andere denken, dass es ihnen bestens gehen müsse, sie vielleicht sogar beneiden.

Diese “gequälten” Menschen sind dünnhäutiger, hellsichtiger, hellhöriger als andere. Ihnen macht die Endlichkeit des Lebens ernsthaft zu schaffen und die Tatsache, dass sie grundlegende Dinge wie das Aussehen, das Geschlecht oder den Grad der Begabung nicht ändern können, sondern hinnehmen müssen und versuchen zu vergessen. Aber sie leiden, weil es ihnen nicht oder schlecht gelingt.

So bekannte Woody Allen, dass er viel für das Vergessen tue:

Ich arbeite viel, ich mache Musik, ich gehe zu Basketballspielen, ins Kino, ich habe Frau und Kinder, die meine Aufmerksamkeit fordern,

dass aber all das nicht reiche:

Ich habe keine guten Verleugnungsmechanismen – darum verbringe ich einen guten Teil meiner Zeit mit Leiden.

Solche Menschen mit höherem Wahrnehmungsvermögen für die condition humaine, die reale menschliche Grundsituation, können das Meer und die Sonne wahrscheinlich nicht richtig geniessen, weil sie immer mühsam versuchen müssen, festen Boden unter die Füße zu bekommen.

Ich wünsche Ihnen, dass sie wenig von negativen Gefühlen heimgesucht werden und sich, gerade weil das Leben unabänderlich kurz ist, umsomehr an ihm freuen.

Die zum Thema passende Fotografie verdanke ich Anja Mulder aus den Niederlanden via iGNANT.

Informationen zum Thema und das Zitat von Woody Allen fand ich in “Psychologie heute”, Mai 2008, in “Positive Gefühle, negative Gefühle: Was hält die Seele wirklich gesund?” von Alice Holzhey, S. 20 -25. Den für mich sehr interessanten Einblick in sein Privatleben gab der bekannte Filmregisseur der Neuen Zürcher Zeitung in einem Interview anlässlich seines 70. Geburtstages.

Freitag, den 8.1.2010

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Liebe und Kunst

überspielt am 5.6.2009 134

Liebe und Kunst umarmen nicht was schön ist, sondern was dadurch schön wird (Karl Kraus).

Sonntag, den 3.1.2009

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Das Adventsmenü

Küche,5.12.

Wählen Sie morgen aus Überzeugung Küche statt Sofa und brutzeln etwas, das andere begeistert?

Wenn Sie ein Mann sind, ist das noch immer untypisch für Sie, obwohl die Männerbegeisterung für die Küche zunimmt und für Singlemänner Küchen aus Stahl mit Tischen wie “Werkbänken” hoch im Kurs stehen.

Denn Männer grillen nach wie vor lieber im Park, vor aller Augen, für viele, statt unbemerkt im “stillen Kämmerlein”, für wenige. Sie haben das Bedürfnis, ihre Fähigkeiten und ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe nicht zu verstecken, wie Frauen das oft tun, sondern ganz selbstverständlich öffentlich zu demonstrieren, fanden Soziologen der Universität Freiburg heraus.

Aber zeigen Sie ruhig den Soziologen, dass Sie sich schon nicht mehr vom evolutionären Erbe gängeln lassen, dass Sie bereits modern leben und zaubern Sie morgen das besondere Adventsmenü für Freunde, Familie oder beides!

Die Küche sah ich bei stylespion via AT. Die Forschungsergebnisse wurden veröffentlicht in “emotion” Juli 2009, S. 83.

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Aber bitte mit Kurven

marie_08

Unser evolutionäres Erbe soll dafür verantwortlich sein, dass wir es lieber rund als eckig mögen. Bei spontanen Reaktionen setzen wir deshalb rund mit harmlos gleich und eckig mit gefährlich.

Auch Gebrauchsgegenstände mit Rundungen gefallen uns besser als solche mit Ecken und Kanten. Und Männer werden – wissenschaftlich belegt – bei kurvenreichen Frauen leichter schwach. Das Verhältnis von Taille zu Hüfte hat es für sie in sich, fanden Londoner Psychologen in aufwändigen Untersuchungen heraus. Die größte Versuchung ist ein Verhältnis von 0,6.

Diese Wespentaille in Kombination mit breiten Hüften ist allerdings auf natürliche Weise kaum zu erreichen. Früher brachte das darin enthaltene Verführungspotential das Korsett hervor und heute veranlasst es “schönheitsbewusste” Frauen dazu, sich eine Rippe entfernen zu lassen.

Müsste die Evolution aber nicht spätestens angesichts von Todesfällen nach Schönheitsoperationen endlich Sprünge machen und ändern, was uns in Fleisch und Blut liegt?

Das obere Foto verdanke ich Marie Hochland. Das untere zeigt das Sofa Livorno aus unserem Shop mit weicher Rundung. Die Forschungsergebnisse fand ich in Psychologie heute unter den Titeln “Kurven bevorzugt” I und II von Marion Sonnenmoser und Verena Friederike Hasel” (Heft März 2007, S. 10, 11).

Livorno_03

Donnerstag, den 3.12.2009

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Eine offene Tür

rebecca_ward_03

Wenn man nicht an einem selten glücklichen Ort lebt, wo Türen nicht abgeschlossen werden müssen, kann die Frage: “Habe ich die Tür beim Verlassen der Wohnung tatsächlich abgeschlossen?” leicht einen Tag oder, im schlimmsten Fall, einen ganzen Urlaub vergällen.

Wem ist es wohl noch nicht passiert, dass er zurück musste, um sich zu vergewissern oder dass er unruhig war, weil er aus Zeitnot nicht mehr umkehren und kontrollieren konnte.

Solche “unnötigen” Aufregungen hängen damit zusammen, dass wir vieles automatisch tun, damit Kraft sparen, vieles gleichzeitig machen und im Kopf haben können. Aber je mehr wir im Alltag einem zerstreuten Professor gleichen, desto größer wird die Gefahr, bei automatisch ablaufenden Handlungen auch hin und wieder einmal in äußerst wichtigen Dingen mit Aufmerksamkeit zu sparen und dadurch Verdruss oder Ärger regelrecht vorzuprogrammieren.

Die Experten empfehlen denjenigen, die das Problem mit dem gedrehten oder nicht gedrehten Schlüssel kennen, konsequentes tägliches Training durch bewusste Konzentration auf den Vorgang des Zuschließens.

Die wunderbar offene Tür, eine Installation von Rebecca Ward, fand ich bei iGNANT, die Anregung, über die schon selbst erlebte Aufregung mit der eventuell nicht abgeschlossenen Tür zu schreiben, in “emotion”, 11/08, S.67.

Montag, den 23.11.2009

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