
Ich möchte keine Zeit haben, in der ich keine Zeit habe.
Dieser Aphorismus von André Brie stimmt immer – in diesen Tagen vor Weihnachten und zum Fest selbst besonders.
Sicherlich spreche ich Ihnen damit aus dem Herzen und wünsche, dass es Ihnen gelingt, besonders in dieser kommenden Woche mit der Kostbarkeit Zeit geschickt umzugehen und sie wie einen Diamant erstrahlen zu lassen.
Das schöne Foto verdanke ich dem Blog Trendwelt, auf den ich im 1richtungsblog stieß. Das Zitat ist zu finden in “Die
Wahrheit lügt in der Mitte” von André Brie, erschienen im Eulenspiegel Verlag Berlin, S. 58.
4. Advent 2009
Tags: "kostbare Zeit", Diamant, Weihnachten, Zeit
Er wurde 1816 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen als allgemeiner Feiertag zur Erinnerung an die Verstorbenen angeordnet.
Auch wenn wir im modernen Leben so tun, als hätte der Tod darin keinen Platz mehr, er tabuisiert wird wie nie zuvor, finde ich es um unseres Lebens willen wichtig, ihn wenigstens an einem solchen Tag im Jahr nicht auch zu verdrängen.
Mit ein paar weisen Sätzen könnte man den Gedanken an den Tod einmal vorsichtig heranlassen:
“Die Menschen fürchten den Tod, so wie die Kinder das Dunkel fürchten” (Francis Bacon).
“Wahrscheinlich ist keine Menschheit je dem Tode gegenüber so ratlos gewesen wie die heutige” (Carl Friedrich v. Weizsäcker).
“Nicht nur einen Tod gibt es, der uns dahinrafft, ist nur der letzte” (L. Annaneus Seneca).
“In den meisten Fällen ist die Todesursache eines Menschen sein Leben” (Voltaire).
Ich zitierte aus “Lebensweisheiten berühmter Philosophen”, herausgegeben von Stefan Knischek in der Humboldt Verlags GmbH, Baden-Baden.
Sonntag, den 22.11.2009
Tags: Modernes Leben, Tod, Totensonntag
Ein riesiges Gebäude – in nüchterner Schönheit.
Wer den Bau nicht von innen kennt, wer nichts über ihn weiß, ahnt nicht, welch sehens- und erlebenswerte Pracht er verbirgt.
Ich war neugierig, besorgte mir online ein Ticket, fuhr nach Berlin, ging in das vor kurzem wieder eröffnete Neue Museum und bestaunte drinnen Nofretete, den “Berliner Goldhut”, den legendären, aber falschen Schatz des Priamos und und und.
Und während ich durch das von David Chipperfield tatsächlich Aufsehen erregend renovierte Haus ging, in unzähligen Räumen versuchte, wenigstens einen kurzen Blick auf jedes Ausstellungsstück zu werfen, immer fassungsloser und demütiger wurde angesichts der Vielfalt und des geradezu unendlichen Reichtums an Kostbarkeiten, kam ich ins Nachdenken darüber, dass ich mit Menschen immer wieder einmal das genaue Gegenteil erlebe von dem, was mir hier geschieht: Sie tun alles, um groß zu scheinen, wenden viel auf, um zu blenden, aber provozieren beim Blick hinter die Fassade nur herbe Enttäuschung.
Buß- und Bettag, 18.11.2009
Tags: "Berliner Goldhut", "David Chipperfield", "Neues Museum", "Schatz des Priamos", Berlin, Nofretete, Schein, Sein

“Die Menschen reisen in fremde Länder und staunen über die Höhe der Berge, die Gewalt der Meereswellen, die Länge der Flüsse, die Weite des Ozeans, das Wandern der Sterne; aber sie gehen ohne Staunen aneinander vorüber” (Aurelius Augustinus).
Das Foto zum Blindsein für manches fand ich heute bei iGnant. Es stammt vom Fotografen Lukasz Wierzbowski, von dem es im Netz viele sehenswerte und oft auch symbolträchtige Fotos zu sehen gibt.
Mittwoch, den 11.11.2009
Tags: "Das Interessanteste", "fremde Länder", "Lukasz Wierzbowski", iGNANT, Menschen, Staunen

Ist es manchmal eine gerade noch gebändigte Schlange? Manchmal ein Wartesaal oder etwas zum Davonlaufen?

Manchmal ein gnadenloser Scanner oder gleich der OP, in dem Dir herausgeschnitten wird, was Du unbedingt behalten willst? 
Ist es eine “Wunderkammer”, ein Sammelsurium von allem, was Du liebst oder etwas, das Du selbst über alles liebst?

Alle diese Fragen provozierten Neil Pardingtons “Sinnbilder” in mir.

Es ist gut, wenn diese Fragen gestellt werden – möglichst zu einer Zeit, in der Weichen noch anders gestellt werden können und hässliche Antworten nicht hässlich bleiben müssen …
Im Nerdcore Blog stieß ich auf die anregenden Fotos von Pardington, die Lust auf immer mehr Gehirnjogging machen.
Mittwoch, den 7.10.2009
Tags: "gebändigte Schlange", "Neil Pardington", Gehirnjogging, Modernes Leben, OP, Sammelsurium, Scanner, Schlange, Sinnbilder, Wartesaal, Weichen, Wunderkammer

“Nun, du kannst mit dem Kopf durch die Wand. Was wirst du in der Nachbarzelle sein?”
An den aus den “Unfrisierte(n) Gedanken” von Stanislaw Jerzy Lec zitierten Aphorismus musste ich unwillkürlich denken, als ich dieses Foto von Maria Elisa Duque sah.
Verordnen Sie sich statt Kopflosigkeit in schwierigen hektischen Zeiten doch lieber erst einmal eine Denkpause auf einem Ledersofa …
Auf das denkwürdige Foto von Frau Duque stieß ich im iGNANT Blog. Bei der abgebildeten eleganten und zugleich bequemen Ledercouch handelt es sich um das Modell “Torino” aus unserem Shop.

Dienstag, den 6.10.2009
Tags: "Ledercouch Torino", "Maria Elisa Duque", "Stanislaw Jerzy Lec", Denkpause, Freiheit, iGNANT, Kopflosigkeit, Ledersofa, Nachbarzelle, Wand

“Weise Lebensführung gelingt keinem durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll”, hinterließ Seneca der Nachwelt.
Ist es nicht tröstlich, dass alle sich in Lebenskunst üben, dass keiner sie ein für allemal beherrscht – auch wenn es manchmal so scheint?
Das Foto fand ich bei Slanted.
Montag, den 28.9.2009
Tags: Alltag, Leben, Lebensführung, Lebenskunst, Lernen, Philosophie, Seneca, Slanted, Zufall
Design ist keine Kunst. Oder doch? Viel später zumindest?
Zur besseren Vermarktung trimmen manche Firmen ihre Designobjekte seit Jahrzehnten auf Kunst. Das stößt bei vielen seriösen Designern auf Widerstand. Sie halten diese sogenannte “Verkunstung für ein nicht akzeptables Styling” und das Unwort “Verkunstung” ist bei ihnen “ein Schimpfwort” geworden und geblieben.
Andererseits gibt es Form nicht ohne Ästhetik, nicht ohne das, was das Auge wahrnimmt und was wir als schön oder unschön empfinden. Oft gilt heute sogar, was als reiner Gebrauchsgegenstand geschaffen wurde, wie beispielsweise eine Liege von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand (1929) und manches andere, als Kunstwerk.
Das endgültige Urteil über das, was als Kunst gelten wird und was nicht, spricht die Zeit. Den Begriff “Verkunstung” prägte übrigens ein Philosoph, Theodor W. Adorno.
Ich zitierte aus Gerda Breuer “Die Erfindung des Modernen Klassikers – Avantgarde und ewige Aktualität”, erschienen im Hatje Cantz Verlag.

Donnerstag, den 25.6.2009
Tags: "Le Corbusier", "Theodor W. Adorno", Ästhetik, Design, Form, Gebrauchsgegegenstand, Kunst, Styling
An Erich Kästner muss ich heute Abend denken und seinen Satz: ” Die Zeit fährt Auto. Doch kein Mensch kann lenken./ Das Leben fliegt wie ein Gehöft vorbei.”
Ich entnahm diese Sätze dem “Zitatenlexikon”, herausgegeben von Ursula Eichelberger, erschienen im VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1983 und erschrecke angesichts der in Höchstgeschwindigkeit davon eilenden Zeit, die nicht einmal Raum für Kostproben von all dem lässt, was mich in diesen Tagen brennend interessiert.
Sonntag, den 21.6.2009
Tags: Auto, Erich Kästner, Leben, Mensch, Wochenende, Zeit
“Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.”
Sören Kierkegaard, zitiert aus “Die Kunst der Gelassenheit”, erschienen bei arsEdition, München.
Dienstag, den 9.6.2009
Tags: Gelassenheit, Glück, Unzufriedenheit, Vergleichen