Archiv für die Kategorie 'modern wohnen'

Draußen und drinnen

Alles hat seine Zeit.

Noch ist Gelegenheit, draußen zu sitzen, die Sonne, die Wärme zu genießen und eine Aufforderung aus Island zu beherzigen:

Suche das Glück nicht mit dem Fernrohr.

Aber die Abende auf dem Sofa kommen, für die ich mit einem abgewandelten irischen Sprichwort wünsche:

Mögest du an einem kalten Abend ein warmes Zimmer, eine bequeme Wohnlandschaft und warme Worte haben, die dich an einen herrlichen Urlaubsabend unter südlichem Himmel erinnern …

Bei der Wohnlandschaft handelt es sich um die Leder Couch Garnitur Rom.

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Gegen Sprachlosigkeit

Auch Sofas mit Kissen sollen gegen manchmal auftretende Sprachlosigkeit bei Erwachsenen helfen und eine gute Einstiegsmöglichkeit für ein Gespräch oder wenigstens Small Talk bieten, wenn sie mit kessen Zitaten bestickt sind.

So las ich es im Artikel “Seide, Samt und kesse Sprüche” von Andrea Bierle in der Zeitschrift Architektur & Wohnen 5/09, S. 90 bis 96. Berichtet wurde über die Architektin und Designerin Ulrike Krages, die Kissen mit interessanten oder herausfordernden Worten oder Sätzen zu ihrer ersten Möbelkollektion entwarf und damit beeindruckte.

Allerdings verführen Sofas mit oder ohne ins Auge fallende Sofakissen auch zum Gegenteil – zu erheblichen Sprachdefiziten -, bei  Kindern, die immer weniger sprechen beziehungsweise schon schwer sprechen lernen, weil sie immer länger stumm auf schönen, weichen Sofas sitzen, fernsehen und in ihrem jungen Leben zu wenig Gesprächsgelegenheiten haben, wie ich an anderer Stelle las.

Das Foto zeigt die Eckcouch Larnaka.

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Zurück zur Kargheit?

Der Kapitalismus lebt von Menschen, die über ihre Verhältnisse leben,

stellte Klaus Klages fest.

Manchmal kann schon ein harter, ein spartanischer Sitz dann und wann, also der Verzicht auf die gewohnte Bequemlichkeit dabei helfen, sich im Labyrinth des Lebens nicht manipulieren zu lassen und sich konsequent zu fragen: Was will ich? Was will ich wirklich? Was wird mir nur “eingeredet”?

Der originelle Denkstuhl ist designt von Chris Jackson von Hastell.com (via iGNANT).

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Persönlichkeit

Auch Hocker haben sie, lernte ich an denen von breadeEscalope (via Stilsucht).

Beim Menschen gehört etwas mehr zu einer Persönlichkeit als eine spezielle Form. Aber die Form jeder dieser abgebildeten Hocker befindet sich in einer Kugel, die unterschiedlich schnell in verschiedene Richtungen gerollt  wird. Dabei erhält der Kunststoff seine Gebrauchsqualitäten und seine Schönheit.

Beim Menschen ist es ähnlich, denke ich.

Wenn er “gerollt” wird, harte, schwierige  Zeiten erlebt, entwickelt sich Persönlichkeit. Irgendjemand drückte das so aus:

Was also einer ist, das hat die Gesellschaft aus ihm gemacht.

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Aufhänger für Wichtiges

Nicht nur in Form dieser weichen, interessanten und schönen Silikonhaken von Gaku Otomo (via Stilsucht) für Flur oder Zimmer wünsche ich sie mir, sondern auch für alles, was ich täglich tun muss.

Und sie sollten dafür ebenso schön der Reihe nach angeordnet und bunt sein, am besten einen unübersehbaren, aber milden, ästhetischen Vermerk über die Dringlichkeit der Erledigung dessen tragen, was anliegt und das rechte Maß für jeden Tag haben.

Dienstag, den 8.6.2010

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Accessoires zum Verlieben

Nicht alle lieben Bücher über alles – aber dieses Bücherregal ist, glaube ich, eine sportliche Herausforderung auch für diejenigen, die das Netz ins Herz geschlossen haben und ihre Freizeit vor allem in virtuellen Welten verbringen.

Eine Attraktion, ein Hingucker und das für mich schönste und überzeugendste Bücherregal ist es allemal.

David Garcia entwarf es (via Selekkt.com/blog).

Sonnabend, den 29.5.2010

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Meisterinnen der Illusion

Weil sie es sind, wurden sie 2010 als die A&W-Designer ausgezeichnet: die Schwedinnen Sofia Lagerkvist, Anna Lindgren und Charlotte von der Lancken. Den Team-Namen Front gaben sie sich und Sinnestäuschungen sind eines ihrer Lieblingsthemen.

So ist die abgebildete “Holzbank” (via Couleurblind) keineswegs hart und ungemütlich, sondern weich und bequem. Der Stoff mit dem Foto einer aufgedruckten Holzmaserung führt lediglich in die Irre.

Auch auf diesem Sofa liegt keine schnell hingeworfene Decke. Hier ist aufgeräumt. Das Sofa ist so bezogen, dass es wirkt, als könnte man sich hinlegen, hätte schon etwas zum Zudecken oder müsste den Überwurf wegnehmen und zusammenlegen.

Die attraktiven Designerinnen sind äußerst vielfältg. Sie bringen auch Tiere in die Wohnung, die nicht an das Zuhause fesseln, weil sie nicht versorgt, sondern höchstens hin und wieder von Staub befreit werden müssen. Sie machten aus der Flugbahn einer Fliege um die Glühbirne einen raffinierten Lampenschirm, verwenden bisher unbekannte Muster, wie sie beispielsweise Mäuse in Tapeten fressen oder lassen eigenwillige Möbel entstehen, die sie vorher in die Luft malten und die dank des Einsatzes neuester Technik schließlich aussehen, als seien sie aus riesigen Zahnpastatuben gepresst worden.

Front arbeitet für renommierte, teure Möbelproduzenten, entwarf aber auch zwei Leseleuchten für Ikea.

Wohl nie wurde ich durch Design so intelligent hinters Licht geführt und neugierig gemacht!

Aber am meisten verblüffte mich ein lebensgroßes schwarzes Pferd mit schwarzem Lampenschirm als Stehleuchte, (zu sehen auf einem der Fotos zur Preisverleihung der Zeitschrift Architektur & Wohnen).

Sonntag, den 16.5.2010

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Durch Trennung zur Befreiung

Was es alles gibt, das ich nicht brauche!

Aristoteles hinterließ uns diesen Satz und war – ganz objektiv – noch nicht mit so viel Unnötigem umgeben wie wir.

Zu viele Dinge, Überladenes, Accessoires, wohin man schaut, können zur Belastung werden und sind weder Ausdruck von Reichtum noch Geschmack.

Es lohnt sich, wieder einmal darüber nachzudenken, was in unserer Umgebung glücklich macht, was wirklich Atmosphäre schafft, was unentbehrlich ist und wovon wir uns trennen sollten.

Charlie Roberts treibt es auf dem Foto für uns auf die Spitze und zeigt: Trennung führt zur Befreiung.

Unter dem Titel Bitte in bisschen langsamer hat es die Kunst von Charlie Roberts am 29. 11. schon einmal in dieses Blog geschafft.

Dienstag, den 4.5.2010

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Bunt und stilvoll

Für viele passt Stil nicht mit vielen Farben zusammen.

Der Fotograf Paul Massey zeigt, wie gut die Vielfalt der Farben Atmosphäre schafft, wenn ihr Arrangement verstanden wird (entdeckt bei dorisa).

Denn bunt und schön, wie das Leben in seinen besten Zeiten, wird es mit Farben im eigenen Wohnzimmer und man kann erfahren:

Das Dasein ist köstlich, man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen (Peter Rosegger).

Mittwoch, den 28.4.2010

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“Frauenräume”

Gestalten Frauen wärmer? Brauchen sie es wärmer?

Sicherlich nicht in jedem Fall. Aber ich beobachte und bewundere immer wieder, wie Frauen Atmosphäre zaubern – oft mit Dingen, an die sich für sie eine Geschichte knüpft, wie bei Lene Gammelgaard, die den Mount Everest bestieg, als erste Skandinavierin.

Frauen wie ihr geht es nicht darum “Dinge zu besitzen”. Da fürchten sie eher, dass Hab und Gut “gefangen macht”. Aber “widerspiegeln” wollen sie sich in ihrem Zuhause, wenn sie mit Freunden teilen, was sie erlebt und erfahren haben.

Wenn sie erzählen, was ihnen beispielsweise ein chinesisches Blumenbild und eine Kalligrafie mit dem chinesischen Wort für “Frieden” bedeuten.

Oder wenn sie als Überlebende eines Schneesturms, beim Abstieg vom höchsten Berg der Welt, Jahre später eindringliche bedeutungsschwere Sätze sagen wie:

Das Leben ist schön, und es ist sehr kurz.

Oder:

Man muss sein Ziel verfolgen und den Mut haben, nicht locker zu lassen, selbst im Angesicht des Scheiterns.

Das Foto der Wohnräume von Lene Gammelgaard und die Zitate stammen aus “FRAUENRÄUME” von Anke Gebert und Ute Karen Seggelke, einem Buch, das ich sehr mag und immer wieder einmal zur Hand nehme. Es erschien 2001 im Gerstenberg Verlag Hildesheim. Frau Seggelke erlaubte mir die Verwendung des Fotos. Danke vielmals dafür. Am 23.3.2009 schrieb ich, angeregt durch dieses Buch, schon einmal über Lene Gammelgaard.

Montag, den 26.4.2010

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