Archiv für die Kategorie 'Literatur'

“Muß ist eine harte Nuß”

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So heißt es in einem Märchen der Brüder Grimm.

In welchem, weiß ich nicht mehr so genau und frage das Netz. Es gibt die Auskunft: In der Ranzen, das Hütlein und das Hörnlein.

Ich hatte die Aussage in einem anderen Märchen vermutet, aber unabhängig davon, in welchem Märchen der Kindheit sie nun tatsächlich steht, der Satz prägte sich ein.
Denn jeder von uns, sogar schon das Kind, erlebt hin und wieder, oder auch immer wieder, unsanft und entgegen aller Wünsche die Wahrheit dieser 5 Worte, die zum Sprichwort wurden.

Wie gut deshalb, dass es bei den meisten wenigstens zu Hause zum Ausgleich Weiches, Schönes, Tröstliches gibt wie Kissen, ein Sofa, ein Bett, einen lieben Menschen.

Auch unsere weichen oder etwas härteren Sofas sind glücklicherweise keineswegs mit Nüssen gespickt, nicht einmal mit Erbsen. Je nachdem, wie der Kunde sein Sofa wünscht und wählt, hat es eine weichere oder härtere Polsterung aus Polyätherdruckschaum.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Denn diese Polsterung ist frei von Staub und Bakterien und leicht, dabei atmungsaktiv und flexibel. Sie passt sich dem Körper punktgenau an, unterstützt ihn und macht es ihm angenehm wohlig.

Bei dem Foto handelt es sich um die Leder Rundsofa Eckcouch Garnitur Perugia.

Dienstag, den 12.1.2010

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Das Leben ist nicht planbar

nicht planbar

Viren, die Katze, das Wetter ändern manchmal alles. Denn:

Der Mensch ist das Maß aller Dinge. – Und wenn das Maß voll ist?

Das Foto von Mattijn fand ich bei Kwerfeldein, das Zitat von Wolfgang Eschker in seinem Buch “Mitgift mit Gift”, erschienen im Eugen Diederichs Verlag, München, S. 97.

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Bestand oder Wert

Stuhl

Von Oscar Wilde las ich irgendwo den Satz:

Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

Streiten kann man sich darüber, was zum Außergewöhnlichen gehört. Ist es beispielsweise der neu entwickelte Spezialstuhl zum Musikhören mit Nackenstütze, Höhenverstellbarkeit des Sitzes nach Lautsprecherhöhe, Sicherung des Fußes gegen Vibration und Fernbedienung in der Armlehne zu einem Preis von über 5000 Euro? Oder gehört zum Außergewöhnlichen eher, was mir einfach Vergnügen bereitet, obwohl es oft keinerlei Schnickschnack bietet oder nicht einmal käuflich ist?

Den Stuhl einer schwedischen Firma fand ich bei Engadget German. Das untere Foto stammt von meinem letzten Ostseeaufenthalt.

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Samstag, den 28.11.2009

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Gesunde Ordnung

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Kennen Sie das?

Man hängt an den Dingen, vor allem auch am beschriebenen Papier, denkt, man wird das oder jenes ganz bestimmt noch einmal brauchen, hebt möglichst alles auf, sammelt und sammelt.

Und dann braucht man aus heiterem Himmel dringend etwas aus irgendeinem der Stapel, findet es nicht, regt sich auf, ist wütend über die beim Suchen verlorene Zeit, wühlt und zerstreut alles oder nahezu alles, schafft Chaos und weiß plötzlich, man muss etwas ändern – muss sich selbst ändern.

Dann beginnt man mit dem Aussortieren und Wegschmeißen, lebt leichter – bis die starke Erinnerung an das schreckliche Suchen blass wird und einen wieder die Sammelleidenschaft packt. Oder?

Ich gehöre jedenfalls zu denjenigen, die sich Kurt Tucholskys Satz “Die Basis jeder gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb” hinter die Ohren schreiben müssen und einen Gedanken lesenden Roboter zum richtigen Papiersortieren noch dringender bräuchten als die oben abgebildete Verführung zum Tischabräumen.

Den Haushalts-Roboter fand ich bei Engadget German. Das Tucholsky – Zitat stammt aus “Schloß Gripsholm” (Auswahl 1930 bis 1932. Berlin 1973. Ausgewählte Werke, Band 6, S. 265).

Dienstag, den 24.11.2009

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“Steht noch dahin”

Schrei nach FreiheitAn das Gedicht von Marie Luise Kaschnitz mit diesem Titel musste ich beim Erblicken dieses Kunstwerkes denken.

“Steht noch dahin

Ob wir davonkommen ohne gefoltert zu werden, ob wir eines natürlichen
Todes sterben, ob wir nicht wieder hungern, Abfalleimer nach
Kartoffelschalen durchsuchen, ob wir getrieben werden in Rudeln, wir
haben’s gesehen. Ob wir nicht noch die Zellenklopfsprache lernen, den
Nächsten belauern, vom Nächsten belauert werden, und bei dem Wort Freiheit
weinen müssen. Ob wir uns fortstehlen rechtzeitig auf ein weißes Bett oder
zugrunde gehen am hundertfachen Atomblitz, ob wir es fertigbringen mit
einer Hoffnung zu sterben, steht noch dahin, steht alles noch dahin.”

Marie Luise Kaschnitz (Text auf Umschlag des gleichnamigen Buches)

Das Kunstwerk schuf Chiharu Shiota, eine Japanerin, die seit 1999 in Berlin lebt und inzwischen weltweit ausstellt.

Für mich ist die Begegnung mit ihrer Kunst zusammen mit der Erinnerung an den Text von Marie Luise Kaschnitz Anlass zum Nachdenken über Freiheit und ihre Bedrohtheit. Und ich empfinde Glück angesichts meiner Freiheit, die ich ohne Chiharu Shiota auch heute wieder einmal als selbstverständlich hingenommen hätte, obwohl sie es nicht ist.

Das Foto fand ich heute bei iGnant. Danke!

Freitag, den 13.11.2009

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Die “Musik des Lebens” oder alles besser als Aggression

Fahrendes Sofa

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, woran die verschiedenen Menschen ihre Freude haben.

Edd China, ein Engländer, liebt beispielsweise “fahrende Möbel”.

148 km/ h schafft sein Sofa, mit dem er es ins Guiness-Buch der Rekorde schaffte.

Aber so abwegig ein rasendes Sofa für den einen oder anderen sein mag: Durch das, was die Menschen lieben und verwirklichen, wird die Welt bunter oder entsteht die “Musik des Lebens”, von der Theodor Fontane sagt: “Man muss die Musik des Lebens hören. Die meisten hören nur die Dissonanzen.”

Oder bringen sie sogar erst hervor …

Das Foto und die Information über Edd China fand ich bei Engadget German, das Fontane-Zitat in einem Kalender.

Donnerstag, den 5.11.2009

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Worte als Zumutung

Zum Beispiel ein Satz von Leo Tolstoi: “Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.”

Ich stieß zufällig auf diesen Satz des von mir verehrten Schöpfers so großer Werke wie “Anna Karenia” oder “Krieg und Frieden”.  Aber zur gänzlich falschen Zeit:

In den Tagen meiner Trauer um den vom Krebs besiegten, so früh verstorbenen Patrick Wayne Swayze, dessen Spiel mich nachhaltig faszinierte, klangen Tolstois Worte wie Hohn in meinen Ohren …

Ich fühlte mich ohnmächtig und herausgefordert, wieder einmal die Kostbarkeit eines jeden Tages zu bedenken, den man leben darf.

Auf manches kann und darf man nicht warten.

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Dieses treffende Foto von ihm fand ich im Blog Spreeblick.

Donnerstag, den 17.9.2009

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Bitte nicht unterschätzen

“Was denken Sie, was der Mensch alles kann, wenn er muß und wenn er will. Berge versetzen ist das mindeste”, äußerte Bernhard Seeger.

Mich bringt so ein Satz ins Nachdenken. Manchmal hilft er mir auch: beispielsweise, wenn ich mich wieder einmal am Fuß eines riesigen Berges befinde, den ich entweder überqueren oder versetzen muss …

Das Zitat fand ich bei “Tausendmal in Gänsefüßchen” von Herbert Theuerkauf, erschienen bei Koehler und Amelang, Leipzig. Das Foto stammt von Rainer Sturm.

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Ein Kommentar

Gestolpert

bin ich gestern über den Satz: “Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: – alle dummen Männer.”

Er stammt von Marie von Ebner-Eschenbach, die von 1830 bis 1916 lebte.

Ist diese spezielle und auch heute noch manchmal erwähnte Feindschaft fast 100 Jahre nach dem Tod der österreichischen Schriftstellerin, in der sogenannten Moderne, endlich nichtig geworden?

Wie schön wäre es!

Immerhin gibt es in Deutschland den Fortschritt, dass erstmals eine sehr kluge Frau Bundeskanzlerin ist.

Ich zitierte aus “Tausendmal in Gänsefüßchen” von Herbert Theuerkauf, erschienen bei Koehler & Amelang Leipzig. Das Foto stammt von Klaus Steves.

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Sonnabend, den 15.8.2009

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Egoismus einmal anders

“Egoismus heißt nicht leben, wie man zu leben wünscht. Es heißt, von anderen verlangen, dass sie so leben, wie man es wünscht”, wusste Oscar Wilde und hatte mit dieser Art von Egoismus seine schmerzhaften Erfahrungen gemacht.

Dienstag, den 21.7.2009

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