Archiv für die Kategorie 'Lifestyle'

Weg und Ziel

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg (Laotse).

Das Leben wird fortwährend komplizierter, sagen die Zukunftsforscher.

Und wir spüren am eigenen Leib, dass unser modernes Leben durch immer mehr Aspekte, die zu beachten sind, herausfordert, manchmal frustriert oder gar aufreibt.

Was wichtig ist, was am wichtigsten ist, kann in der Vielfalt der Angebote untergehen.

Die unzähligen Möglichkeiten, die uns interessieren oder vorgaukeln, sie müssten unbedingt genutzt werden, wenn wir nichts Wesentliches verpassen wollen, können verwirren oder so erschöpfen, dass man auf der Strecke bleibt.

Wissen, was man will, ein Ziel haben, wird dabei ein immer höherer Wert.

Für mich ist erstaunlich, dass ein Philosoph des 6. Jahrhunderts vor Christus bereits auf die Notwendigkeit eines Ziels für das eigene Leben hinweist, in einer Zeit also, wo für unsere Begriffe das Leben noch einfach und überschaubar war und es vor allem darum ging, satt zu werden und Krankheit oder Gefahr zu überleben.

Die Künstler Lynn und Michael Chealander sowie Amy Mihyang fotografierten in Neuseeland.

Keine Kommentare

Immer neue Ideen

Böse Zungen könnten behaupten:

Wer alles ertragen kann, kann alles wagen.

Aber nur manchmal geht es darum.

Etwas zu wagen bringt durch neue Erfahrungen und ungeahnte Blickwinkel auch großen Gewinn.

Die Entdeckung von etwas Neuem kann sogar den Eindruck erwecken, das Leben gerade wieder einmal an allen vier Zipfeln zu fassen zu bekommen – wenn auch leider nur kurzzeitig.

Das abgebildete Design wagten 2 Seilermeister in 18 Arbeitsstunden mit 80 m Seil (via Stilsucht). Luc de Clapiers Vauvenargues ist das Zitat zu verdanken.

Keine Kommentare

Golden

und besonders wie diese im April auf der Möbelmesse in Mailand von Edra (via Studio5555) vorgestellten Sitzmöbel wünsche ich Ihnen das Pfingstfest.

Doch selbst wenn Sie goldene Möbel hätten, das Gold der Sonne überstrahlt sie und:

Die Tür zum Glück, zur Rettung, zur Selbstverwirklichung geht nach außen auf (Sören Kierkegaard).

Pfingstsonnabend 2010

Keine Kommentare

Schnell, schnell, schnell

Noch schneller und noch schneller arbeiten!

Diesen Aufforderungen fühlte ich mich heute den ganzen Tag ausgesetzt, fühlte mich nicht berühmt dabei und dachte beim Hetzen und Eilen plötzlich an einen Satz aus dem Büchlein Die Kunst der Gelassenheit, das ich neulich wieder einmal in der Hand hatte:

Genauso wie Wasser, das den Himmel und die Bäume nur dann deutlich spiegeln kann, wenn seine Oberfläche nicht berührt wird, so kann der Geist das wahre Bild des Selbst nur reflektieren, wenn er gelassen und völlig entspannt ist.

Das klingt ziemlich geschraubt und nicht in unsere Zeit passend. Dennoch wünschte ich mir auch gerade angesichts dieser umständlich erscheinenden Sprache um so heftiger diese Zustände der völligen Entspannung und Gelassenheit.

Ich wünsche sie über das Wochenende allen meinen Lesern und auch mir selbst. Sie sind die Möglichkeit, endlich wieder einmal die Seele baumeln zu lassen.

Das Zitat verdanke ich einer aus Russland stammenden amerikanischen Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts, Indra Devi. Die Kunst der Gelassenheit erschien 1997 als arsEdition, München, auf deutsch.

Freitag, den 14.5.2010

Ein Kommentar

Weihnachten, Ostern

überspielt am 11.7.09 110 - Kopie

Im Fernsehen sah und hörte ich Lea Linster.

Ich kannte sie noch nicht, diese luxemburgische, perfekt deutsch sprechende Spitzenköchin. Aber sie leuchtete mir sofort ein mit ihrer Leidenschaft für das Kochen, mit ihrem Lächeln, ihrer Souveränität.

Sie motivierte mich heute innerhalb von zwei, drei Minuten, Weihnachten eine knusprig braune Gans mit Thüringer Klößen und Fränkischem Sauerkraut auf den Tisch zu zaubern. Mich fasziniert, wie sie, der Versuch, Weihnachten so gut zu kochen, dass man sich Ostern noch daran erinnert.

Mit diesem Ziel werde ich nun auch antreten …

Denn was Rainer Maria Rilke unnachahmlich in seinem Herbstgedicht sagt:

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, …

gilt auch für den Verkauf von Sofas aus unserem Shop – zumindest bis nach Weihnachten.

Feiern Sie, kochen Sie …

Dienstag, den 22.12.09

Keine Kommentare

Sofas gegen Depressionen

buntes Sofa 3.9.09

“Pixelstoffe” – sehr modern klingt das.

Sie wurden ursprünglich auch für Männer entworfen, die Computer und Pixel wohl im Schnitt noch immer mehr lieben, als Frauen es tun.

Der spanische Designer Cristian Zuzunaga hatte die Idee dazu, verzerrte erstmals Fotos von großen Städten wie beispielsweise Shanghai, zoomte sie heran und verwendete die dabei entstehenden farbenprächtigen Quadrate gemeinsam mit dem Modedesigner Peter Smith für herrliche Stoffe auf aufregend designten, ansteckend lebensfrohen Sofas.

Schon die Abschlussarbeit von Zuzunaga und Smith, am Londoner Royal College of Art, erregte 2007 Aufsehen weit über London hinaus.

Ich fand solch ein “Sofa gegen Depressionen” im Tadenberg-Blog. Es ist das Modell Rue du Jour über Christophe Delcourt.

Donnerstag, den 3.9.2009

Ein Kommentar

Die Urlaubsreise kann nicht alles

An die nächste Reise, den großen Urlaub, werden meist hohe Erwartungen geknüpft, die nicht erfüllt, sondern enttäuscht werden, weil jeder sich selbst mit allen seinen Fehlern und oft nur heimlichen, also allen unausgesprochenen Wünschen mitnimmt.

Eine Empfehlung aus Irland lautet deshalb: “Mögest du dein Glück nicht in der Ferne suchen, bevor du es nicht in deinem eigenen Herzen gesucht hast.”

Sonntag, den 19.7.2009

Keine Kommentare

Der “Engel von Dresden”

Wie viele Menschen langweilen sich, ob sie nun alt und einsam oder arbeitslos und arm sind. Sie alle leiden an der “Decke”, die ihnen buchstäblich auf den Kopf fällt.

Dass es auch ganz anders sein kann, demonstrierte uns unabsichtlich Sabine Ball, eine ehemalige Millionärin, die jetzt im Alter von 83 Jahren starb und diese Woche als “Mutter Teresa von Dresden” beerdigt wurde, nachdem sie über 16 Jahre für die Ärmsten der Armen und mit ihnen in Dresden gelebt hatte. In einem ergreifenden Gottesdienst wurde in der Dresdner Kreuzkirche Abschied genommen von dieser ungewöhnlichen Frau, die als ehemals Schöne und Reiche genau die Tage als arm empfand, in denen sie lediglich in der Sonne lag oder beim Shoppen Geld für Schmuck und luxuriöse Kleidung verschleuderte. Zunehmend schlechter fühlte sie sich in ihrem Leben, das sie im äußeren Glanz führte, aber innerlich immer leerer machte.

Um nicht zu erstarren – auch angesichts von Alkoholproblemen ihres Mannes -, nahm sie Abschied von diesem endlosen Nichtstun im Reichtum, das heute wie damals vielen Menschen als der Inbegriff von Glück erscheint und machte sich auf die Suche nach echtem Lebenssinn.

Das war nicht ohne schwerwiegende Entscheidungen möglich. Sie trennte sich von ihrem Mann, dem Reichtum und Luxus, suchte mit ihren zwei Söhnen zunächst Erfüllung in der Künstlerszene Kaliforniens, dann auf einem von ihr gekauften Stück Land, auf das sie Hippies und Drogenabhängige zum gemeinsamen Leben einlud, in der Hoffnung diese von ihrer Drogensucht zu befreien.

Um auch den Buddismus kennen zu lernen, der ihr zunächst viel versprach, reiste sie nach Indien, kehrte aber nach drei Monaten zurück, ohne gefunden zu haben, was sie suchte. 1971 geschah dann etwas Unerwartetes mit ihr. Sie wurde Christin, und plötzlich begann es in ihr zu strahlen und sie zu drängen, ab jetzt für andere da zu sein und ihnen zu helfen.

Daraufhin gründete die in Königsberg geborene, 1949 nach Amerika ausgewanderte Sabine Ball in Brooklyn ein evangelisches Projekt für Junkies und Straßenkinder, kümmerte sich in Kalifornien um misshandelte Frauen, eröffnete ein Schwesternhaus für sie und setzte sich in der Hospizarbeit ein.

Nach der Wende in Deutschland entschloss sich die Frau, die 1945 die Bombardierung der Stadt Dresden miterlebt hatte, in diese Stadt zurückzukehren und dort für die da zu sein, die als Kinder und Jugendliche z. T. sich selbst überlassen waren, auf der Straße lebten oder aus den verschiedensten Gründen keinerlei Orientierung für ihr Leben hatten und um Menschen, die in dieser Umbruchzeit aus der gewohnten Bahn geworfen, zum Alkoholiker oder obdachlos geworden waren. So eröffnete sie 1993 in einem abgewirtschafteten, ehemaligen Schnapsladen ihr Café “Stoffwechsel”, ein gemütlich eingerichtetes “Wohnzimmer”, in dem sie Kinder und Jugendliche, Haltlose und Abgestürzte bewirtete, mit Kleidung versorgte, sie voller Wärme tröstete und in Güte weiterhalf. Parallel dazu baute sie, am Bedarf orientiert, einen Second-Hand-Laden auf und sorgte für das Entstehen von zwei Häusern für betreutes Wohnen.

Sogar das Familienministerium wählte sie 2008 als eine der sechs Botschafter für die deutschlandweite Plakatkampagne “Alter schafft Neues” aus. Auf den Plakaten stand neben dem Foto von ihr: “Sie hat 8 Männer geliebt, getröstet, gescholten und ihnen vergeben. Alles diese Woche.”

Dieser Frau mit großer Ausstrahlung und ihrem behaglich eingerichteten Wohnzimmer für alle, die kein oder kein echtes Zuhause haben, gehört unsere Anerkennung und unser Blumenstrauß.

überspielt am 11.7.09 081

Sonnabend, den 18.7.2009

Keine Kommentare

Worte

“Sechs Wörtchen nehmen mich in Anspruch jeden Tag: Ich soll, ich muss, ich kann, ich will, ich darf, ich mag.”

Diese Worte, die es für jeden Menschen anders in sich haben, ihn quälen, frustrieren, befreien oder erfreuen und außerdem in jedem Lebensalter völlig Verschiedenes bedeuten können, zählt Friedrich Rückert auf. Und tatsächlich herrschen diese fast unscheinbaren Wendungen an jedem Tag über uns und andere und bestimmen das Leben insgesamt.

Ich entnahm das Zitat dem Buch: “Sprüche für Freundschaftsbuch, Poesiealbum, Gästebuch”, erschienen im Dudenverlag Mannheim. Leipzig . Wien . Zürich

Montag, den 13.7.2009

Keine Kommentare

“Ei! wie schmeckt der Coffee süsse,

Lieblicher als tausend Küsse,

Milder als Muskatenwein.

Coffee, Coffee muss ich haben,

Und wenn jemand mich will laben,

Ach, so schenkt mir Coffee ein.”

In diesen Ruf “Coffee, Coffee muss ich haben”, der in Johann Sebastian Bachs Kaffeekantate so unnachahmlich amüsant erklingt, kann nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen noch viel intensiver eingestimmt werden, denn das Koffein dieses himmlischen Getränkes bringt offenbar parallel zum Genuss auch den weiteren Gedächtnisverlust bei einer Alzheimer-Erkrankung zum Stillstand. Es verringerte zumindest bei Mäusen in Hirn und Blut signifikant das bei diesem Leiden erhöhte Protein und lässt auch auf große Erfolge in der Therapie beim Menschen hoffen, wie ich soeben sehr erfreut in den Yahoo! Deutschland Nachrichten las.

Genießen Sie am heutigen Tag des Kusses also getrost etwas, dass noch süßer sein kann als der beliebte Kuss, genießen Sie eine Tasse Kaffee oder gleich mehrere davon, machen Sie es sich dazu auf Ihrem Ledersofa bequem oder nehmen Sie bei Zeitmangel einen Kaffee to go. Schnell im Gehirn angekommen, wird das Wunder Koffein fast sofort Ihr Erinnerungsvermögen erhöhen und Ihre Lebenslust steigern und in späteren Jahren wohl verhindern können, dass Sie ein Opfer der bisherigen Menschheitsgeisel Alzheimer werden.

Montag, den 6.7.2009

Keine Kommentare

Ältere Einträge »