Archiv für die Kategorie 'Lebenskunst'

Leipzig liest und leuchtet

In New York konnte vor kurzem diese Street Art Installation Madrider Künstler (Luzinterrupptus) bestaunt werden (via iGNANT). In einer Brooklyner Straße ersetzten 8000 leuchtende Bücher den rollenden Verkehr und faszinierten.

Im Gegensatz zu New York liest und leuchtet in Leipzig derzeit nicht nur eine Straße, sondern eine ganze Stadt ist hell, dass es eine Freude ist.

Denn noch bis Sonntag Abend herrscht in Leipzig wieder diese unnachahmliche Atmosphäre aus dem Mix von Büchern, erwartungsfrohen Menschen, Krokussen, Schneeglöckchen und Sonnen jeder Größe – auch bei Nacht.

Sehen wir uns?

Freitag, den 19.3.2010

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Trennung von Arbeit und Freizeit

Bei vielen gibt es das nicht mehr.

Für manche ist das wunderbar. Sie kommen darüber gar ins Schwärmen, weil sie zu den Glücklichen gehören, denen ihre Arbeit das Leben ist.

Andere sind damit überfordert. Für sie wird dieser unentwirrbare Mix zumindest manchmal lästig bis sehr unangenehm, weil er selbst den raren schönsten Momenten im Leben noch den Zauber nimmt.

So bin ich regelrecht begeistert von dem, was Clemens heute in seinem Blog vorstellt.

Denn es gibt den komplett verschließbaren, wegrollbaren, formschönen, höchst interessanten Arbeitsplatz, der die Welten trennt, Freiraum ohne den Gedanken an Arbeit zulässt und für die ganz Kreativen, denen dann doch noch in der Freizeit etwas äußerst Wichtiges einfällt, das sie niederschreiben oder ausprobieren müssen, nicht unerreichbar ist.

Timothy Oulton aus London, ein Möbeldesigner und Antiquitätenhändler stellte ihn her. Glückwunsch!

Ich bin beeindruckt!

Montag, den 15.3.2010

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Die Mimik von Menschen und Dingen

Mit 43 Muskeln kann der Mensch im Gesicht über 10 000 kleine Bewegungen ausführen und seinen jeweiligen Gefühlszustand bestens ausdrücken. Der Forscher Paul Ekman entwickelte für alle diese Möglichkeiten ein faszinierendes Codesystem, so dass genauen und geschulten Beobachtern des Gegenübers kaum noch etwas verborgen bleiben muss.

Wird beispielsweise Ärger unterdrückt, bewegen sich die Augenbrauen. Sie ziehen sich in Richtung Nase zusammen. Die Augen werden dabei größer und starrer.

In nicht einmal einer Fünftelsekunde kommt es anschließend zu einem Zusammenpressen der Lippen, bei dem die Wangenknochen gleichzeitig ein wenig nach oben gehen.

Und andererseits löst natürlich ein Lachen und selbst ein künstliches Lachen, ein Aktivieren der Gesichtsmuskeln, im Nervensystem Veränderungen aus, die einen selbst glücklicher und anschließend andere froher machen, weil ein lachender Mensch sympathischer wirkt und Ausstrahlung besitzt, die unweigerlich positiv abfärbt.

All das beweist: Es gibt die Falten und Fältchen, deren Nichtexistenz uns ärmer machen würde – sowohl bei den Menschen als beispielsweise auch bei schönen weichen Dingen, mit denen wir uns umgeben.

Auf das von Manuela Imre mit dem amerikanischen Psychologen Paul Ekmann geführte Interview zum Thema Glück ist eine Frage der Mimik stieß ich in emotion 0308 S. 78 bis 81.

Bei der bequemen Eckcouch mit einladenden, weichen Falten handelt es sich um das Ledersofa Cannes.

Samstag, den 13.3.2010

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Faszination Licht

Rot, Grün und Blau, die Grundfarben, mischten Martin Meier und Fabian Nehne (via Stylespion), ein Schweizer und ein Deutscher, mit Weiß und designten einen Traum in Form einer Lampe, wie es ihn so noch nie gab.

Noch fand sich keine Firma, die sie für alle diejenigen herstellt, deren Lebensgefühl “mischlicht RGB” ebenso entspricht, wie anderen genau das Gegenteil von minimalistischen Formen.

Beim Sitzen unter diesen Lampen, ob nun mit oder ohne Schnörkel, gilt dann jedoch:

Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Gesehenen (Blaise Pascal).

Das untere Foto entstammt dem Blog der Londoner Stylistin Abigail Ahern via Styleagent.

Donnerstag, den 11.3.2010

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Kaufen – nicht kaufen

Jeder wünscht sich etwas anderes, jeder liebt etwas anderes.

Mich faszininiert dieses Bücherregal aus Birke von 16 Meter Breite, das leider nicht meine Wohnung, sondern eine in Washington schmücken wird, um dort genügend Platz für alle Bücher zu bieten. Irgendwie erinnert es mich mit seinen Rundungen und seiner Lebendigkeit an die Hundertwasserarchitektur, die ich mag und mir immer wieder gern in natura oder abgebildet anschaue.

Es stimmt schon:

Die Dinge, auf die es im Leben wirklich ankommt, kann man nicht kaufen (William Faulkner).

Aber für jeden gibt es eben auch Dinge, von denen er träumt, Dinge, die schon beim bloßen Gedanken daran, das Herz höher schlagen lassen.

Sonntag, den 7.3.2010

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Packen für einen Kurztrip

Schön, wenn man mal wieder herauskommt und schön auch, wenn man wegen der Kürze der Zeit, die man unterwegs ist, nicht viel einpacken muss.

Anregungen dazu und Aufklärung darüber, wieviel andere für ein paar Tage auswärts brauchen, fand ich sowohl bei Freytage (Foto) als bei StyleSpion.

So mache ich mich, bereit für neue Eindrücke und um jemand zu helfen, auf und nehme den alten Goethe beim Wort:

Weißt du, worin der Spaß des Lebens liegt? Sei lustig! Geht es nicht, so sei vergnügt.

Mittwoch, den 3.3.2010

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Ein Herz für das Wohnzimmer oder das Positive am Zahnarztbesuch

Beim Zahnarzt hat man Zeit oder muss sie sich nehmen. Und darf und muss positiv denken. Denn was hat es schon für einen Sinn, bereits im Wartezimmer an den Bohrer zu denken.

Ich schaue mir beim Bemühen um positives Denken die Mitwartenden und die ausliegende Zeitung an und lese auch darin einen Aufruf zum Glücklichsein, einen Aufruf, dem ich gern bereit bin zu folgen.

Denn an der Columbia University von New York fanden Wissenschaftler um Karina Davidson heraus, dass Glücklichsein, wenn schon keinen Zahnschmerz, so doch wenigstens Herzkrankheiten verhindert.

Bereits kleine Freuden wirken sich positiv aus, schlechte Durchblutung der Herzkranzgefäße hat bei Glücklichen nichts zu suchen und die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden, sinkt in dem Maß, wie meine Freude am Leben, mein positives Lebensgefühl steigt, lese ich.

Wunderbare Aussichten!

Nach dieser Lektüre im Patientenmagazin des Universitätsklinikums Leipzig 04/10, S. 2  ignoriere ich problemlos den Bohrer, komme gut gelaunt nach Hause und setze mich zur Freude meiner Familie entspannt und lächelnd auf mein grünes Ledersofa.

Um mein Herz gleich noch gegenüber allem künftigen Ärger immun zu machen, wünsche ich mir lediglich noch das kräftig durchblutete, glückliche Herz in Form einer besonders schönen Vase von Eva Milinkovic (via Stilsucht) auf den Couchtisch, um mich stets daran zu erinnern, wie gut es meinem Herzen, mir und den Menschen um mich herum tut, positiv zu denken und sich am Leben zu freuen.

Und nicht zuletzt rufe ich auch Sie auf, glücklich zu sein.

Gründe dafür finden Sie ganz bestimmt!

Dienstag, den 2.3.2010

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Michelangelo-Effekt

Man kann ihn nur erreichen, wenn man bei der Partnerwahl nicht auf eine Wahl nach dem Motto Gegensätze ziehen sich an hereinfällt.

Denn nur wer uns liebt und uns zugleich ähnlich ist, hat wirklich Einfluss auf uns, kann uns verändern, unsere ganze Schönheit und alles, was in uns steckt, freilegen  – ähnlich dem großen Künstler Michelangelo, der Ideales aus einem Felsblock, einem kantigen, groben Klotz, zauberte und uns zeigt, was verborgen und unvermutet in ihm schlummerte.

Nach ihm ist deshalb das von amerikanischen Forschern entdeckte und überraschende Phänomen benannt worden, der Michelangelo-Effekt unter Liebenden.

Aber nicht nur Schönheit wie beim Künstler, sondern alle unsere Gaben und möglichen Entwicklungen kann ein ähnlicher Partner aus uns herausholen, wenn er uns etwas zutraut, uns unterstützt, unsere Aktivität herausfordert und einfühlsam ist.

Das Foto zeigt die David-Skulptur von Michelangelo. Den Artikel über den idealen Partner, mit dem wir uns selbst dem Idealbild annähern können, fand ich unter dem Titel “Der Michelangelo-Effekt” in Psychologie heute vom September 2009. Geschrieben wurde er von Susie Reinhardt auf Seite 10 der Zeitschrift.

Montag, den 22. 2.2010

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Bitte neugierig sein

Nicht alle neuen Erfahrungen, die machbar sind, erscheinen tatsächlich erstrebenswert.

Aber nichts macht Menschen auf Dauer zufriedener als neue Erfahrungen, fand der amerikanische Verhaltensforscher Gregory Berns heraus.

Neue Herausforderungen lassen die Dinge, die Lust machen, wie ein gutes Essen, Sex und Geld in ihren Glücksmöglichkeiten weit hinter sich, weil es gegenüber allem, was Lust macht, leider einen Gewöhnungseffekt gibt.

Dagegen wird das “glücklich machende” Dopamin jedesmal unvermindert ausgeschüttet, wenn etwas Besonderes erwartet wird, wenn große, am besten unbekannte Herausforderungen anstehen. Neuropsychologische Studien brachten das ans Licht.

Mit einer Dose Bier am Strand oder auf dem Ledersofa liegen, wird uns also nur hin und wieder glücklich machen und erstrebenswert scheinen. Um langfristig zufrieden zu sein und zu bleiben, braucht es mehr: Neues, Herausforderungen, für deren Bewältigung wir uns anstrengen müssen.

Das Foto zeigt eine Arbeit der Prager Performancekünstlerin Eva Kotátková, via iGNANT.

“Das Glück im Neuen”, dem ich diese Forschungsergebnisse entnahm, steht in Psychologie heute, Februar 2007, S. 80.

Donnerstag, den 18.2. 2010

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Clever sein

Als Perfektionist sind Sie es nicht, sondern verschenken oder verplempern kostbare Zeit!

Der “Sucht, vollkommen sein zu wollen”, erliegen nach Meinung der Experten vor allem ehrgeizige und unsichere Menschen. Aber es ist wohl keiner davor gefeit, oft oder weniger oft davon zu träumen, auch so perfekt zu sein, oder wenigstens zu erscheinen, wie beispielsweise manche Größen der Leinwand.

Perfektionismus steht gegenwärtig insgesamt hoch im Kurs und wer es ist, heimst viel Lob ein. Aber in Wahrheit ist niemand perfekt, sondern erzeugt sich mit dem Wunsch danach oft nur kontraproduktiven Erfolgsdruck.

Versuchen Sie es lieber wenigstens hin und wieder mit dem sogenannten Pareto-Prinizip!

Vilfredo Pareto fand heraus, dass fast überall mit 20 Prozent Engagement schon 80 Prozent des angestrebten Zieles oder Erfolges erreicht werden. Die restlichen 80 Prozent unserer Kraft, unseres Einsatzes, krönen unsere Leistung, machen sie perfekt, aber verhindern oft, dass wir gehetzt und gejagt noch liebenswert, entspannt, locker sind und auch einmal Zeit dazu haben, ans Meer oder in die Berge zu fahren.

Weniger verkrampft und verbissen werden wir mehr gemocht.

Die Anregung zu diesem Thema gab mir Michael Aust mit seinem Artikel “Wie schaffe ich es, weniger perfektionistisch zu sein?” in emotion 03/08, S. 72/ 73.

Das Sehnsuchtsbild von Sisilia Wolf aus Kalifornien flatterte via iGNANT ins Haus.

Dienstag, den 16.2.2010

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