Archiv für die Kategorie 'Lebenskunst'

Lust und Unlust

Heute war mal wieder so ein Tag, von dem ich schon gestern wusste, dass ich Dinge tun müsste, die ich mir freiwillig nie suchen würde, aber nicht länger hinausschieben könnte.

Das Nachdenken darüber und über beste Lösungen dafür, vor dem Einschlafen gestern Abend, war vielleicht der Grund dafür, dass ich heute früh mit besonders schweren Gliedern aufwachte und nicht leicht in die neue Woche startete.

Dabei ist, was Menschen gern tun, total verschieden. Andere machen ausgerechnet mit links, was mir schwerfällt und quälen sich mit dem, was mir Spaß macht. Ererbtes ist daran schuld, zum mehr oder weniger großen Teil zumindest.

Aber Lust zu etwas ist auch erlernbar. Oft fehlt nur Wissen und Übung, um etwas so gut zu beherrschen, dass es mühelos getan werden kann und vielleicht sogar ab einem bestimmten Zeitpunkt Freude bringt …

Übung macht den Meister.

Und besiegt die Unlust.

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Lächeln

Lächeln allein soll schon die Stimmung heben, weil das Netzwerk Gehirn mit der Ausschüttung von Botenstoffen auf jede Mimik reagiert. Auch dann, wenn es hinters Licht geführt wird und demjenigen der lächelt, gerade nicht danach zumute ist.

Eigenartig! Vielleicht werden freundliche Menschen deshalb älter, leben länger, weil sie andere häufiger anlächeln.

Aber Lächeln hilft auch über Schweres hinweg, das es im Leben für jeden zu bewältigen gibt. In solchen Situationen gilt manchmal:

Zu vergessen und zu lächeln ist weit besser als sich zu erinnern und traurig zu sein.

Dieses aus einem Mosaik von Erfahrungen erwachsene Wort geht zurück auf Christina Georgina Rossetti und ein sehr schönes, interessantes Foto zum Thema Lächeln fand ich auch bei Stylespion.

Aber über das Lächeln musste ich in Trauer schreiben, nachdem vorhin der frühe Tod des begabten Regisseurs Christoph Schlingensief gemeldet wurde, der mich bestürzte und diese Trauer auslöste …

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Für die Zukunft träumen

Ein Traum ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will (Victor Hugo).

Diese Wahrheit will ich dem Beitrag vom 13. 8. unter dem Titel Weg und Ziel noch hinzufügen und die sinnige Illustration von Max Dalton.

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Über den Dingen

Über den Dingen zu stehen, sie zu sehen und zu nehmen, wie sie wirklich sind, wünscht man sich und anderen.

Das Gegenteil davon ist der Rückfall in Vorurteile. Sie entstellen die Wahrheit und Schönheit. Sir Peter Ustinow brachte es folgendermaßen auf den Punkt:

Das Vorurteil ist einer der größten Schurken in der Besetzungsliste der Geschichte. Es benutzt die blanke Unkenntnis als Waffe.

Das Foto dazu verdanke ich der Fotografin Maria Elisa Duque.

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Bremsen

Wir lieben sie nicht, glaube ich, wissen aber vom Autofahren, wie dringend sie gebraucht werden.

Manchmal wären Bremsen auch für Worte, kurze und lange Sätze nötig.

Beispielsweise wenn wir ungerecht behandelt werden oder uns selbst wieder einmal dazu hinreißen lassen, aus der Haut zu fahren …

Die Fotografie des Künstlers Platonov Pavel (via iGNANT) verkörpert für mich die Sehnsucht nach einem Schutz davor, von innen oder außen aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden.

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Schnell urteilen

Urteile nicht über einen anderen, bevor du nicht tausend Schritte in seinen Mokassins gegangen bist.

Dieses indianische Sprichwort weiß darum, wie schnell geurteilt und falsch geurteilt wird.

Beherzigen wir das weise Wort, die Erfahrung von Generationen, damit das Miteinander gelingen kann.

Gezeigt wird eine Fotografie des Künstlers Harold Diaz (via iGNANT)

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Beziehungen

Man hat sie zu Menschen und Dingen.

Über Freundschaft las ich vor kurzem etwas, das mir gefiel und meinen Erfahrungen entspricht:

Freundschaft ist ein großes Geschenk, ich kann sie nicht herstellen, ich kann sie nicht kaufen. Ich kann sie nur pflegen, und wenn ich Glück habe, wächst sie.

Auch Dinge können uns ans Herz wachsen, so stark, dass wir nicht mehr ohne sie leben möchten und wirklich ärmer sind, wenn wir – aus welchen Gründen auch immer -, auf sie verzichten müssen.

Den Satz über Freundschaft las ich im Stern Nr. 27, S. 132. In einem Artikel von Helge Hopp unter dem Titel Pferdestehlen inklusive wird Pfarrer Johannes Schäfer zitiert. Das Foto verdanke ich dem Künstler Olaf Breuning.

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Nichts Endgültiges

Solange man lebt, ist nichts endgültig.

Diese Tatsache tröstet uns manchmal in schlechten Tagen, ist grausam in guten und umgekehrt.

Innerhalb von ständigen Veränderungen Dinge zu erstreben, die aus Träumen erwachsen, ist, denke ich, ein lohnendes Ziel. Denn:

Viele guten Dinge sind aus Träumen erwachsen.

Das Sinnbild verdanke ich Neil Pardington, die Zitate Stefan Zweig und Arthur Miller.

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Die Farbe der Seele

Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an,

raunt der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel der Nachwelt zu. Und er hat recht! Man kann es an sich selbst beobachten: An Gutes, Schönes, Lockendes, Aufregendes zu denken beflügelt. Trübe Gedanken malen die Welt immer schwärzer.

Der morgige Sonntag bietet die Gelegenheit, die Seele mit den satten kräftigen Farben des Sommers zu beschenken, sie in ihnen baumeln zu lassen.

Die Gedanken der kommenden Woche werden ganz bestimmt darauf reagieren und heller, wendiger, einfallsreicher, freundlicher sein.

Die Fotografie von Caleb Charland fand ich bei iGNANT.

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Immer neue Ideen

Böse Zungen könnten behaupten:

Wer alles ertragen kann, kann alles wagen.

Aber nur manchmal geht es darum.

Etwas zu wagen bringt durch neue Erfahrungen und ungeahnte Blickwinkel auch großen Gewinn.

Die Entdeckung von etwas Neuem kann sogar den Eindruck erwecken, das Leben gerade wieder einmal an allen vier Zipfeln zu fassen zu bekommen – wenn auch leider nur kurzzeitig.

Das abgebildete Design wagten 2 Seilermeister in 18 Arbeitsstunden mit 80 m Seil (via Stilsucht). Luc de Clapiers Vauvenargues ist das Zitat zu verdanken.

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