Archiv für die Kategorie 'Kurioses'

Anders gesagt

Auch mit dem Erleben von Licht und Schatten ist zu umschreiben, was ich unter Lust und Unlust schilderte.

Wenn es jedoch nur Licht oder nur Dinge gäbe, um die ich mich reiße, wäre das, so absurd es klingt, eine erhebliche Einschränkung dessen, was Leben ausmacht, was wir erfahren können. Ein Verlust auch in der Hinsicht, dass wir das Licht als selbstverständlich hinnehmen, nicht mehr schätzen, vielleicht kaum noch wahrnehmen würden.

Denn: Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen (Leo Tolstoi).

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Unendliche Ideen

Beim Anblick dieser Massagemaschine aus Alltagsgegenständen, wie sie vom Japaner Tsuyoshi Anzai als Mittel gegen Stress, Verspannung, nicht heilen wollende Wunden entwickelt wurde und deren unglaubliche Einsatzmöglichkeiten bei iGNANT beobachtet werden können, bleibt wohl nur der Ausruf:

Die Seele ist stets erfinderisch, ihr eigenes Unheil zu schmieden.

Quelle: Oliver Goldsmith, Der Weltbürger. Briefe eines in London weilenden chinesischen Philosophen an seine Freunde im fernen Osten. Leipzig und Weimar 1977, S. 394.

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Ein Buch mit sieben Siegeln

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Sind Sie auch eines?

Geheimnisse machen unser Leben interessanter.

Das gilt für diejenigen Heimlichkeiten, die Überraschungen sind, Freude bereiten und bald gelüftet werden. Aber auch sonst, denn:

Jeder aber wünscht, daß in seinem innern Leben irgendwo eine Ecke sein möge, in die niemand hineinkriecht, wie sich jeder sein eigenes Zimmer ersehnt (Tschernyschewski).

Und manche Geheimnisse belasten und schmerzen, weil sie immer Geheimnisse bleiben müssen, andere, wenn sie wider Willen offenbar werden. Denn:

Verdecktes Feuer brennt mit größrer Kraft (Shakespeare) .

An der Enthüllung eines Geheimnisses ist stets der schuld, der es jemandem anvertraut hat (La Bruyère).

Das Foto verdanke ich Andrew Hunter aka Brother abstract via iGNANT. Die Zitate fand ich im Zitatenlexikon des VEB Bibliographisches Institut Leipzig.

Montag, den 14.12.2009

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Kurioses Interieur

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Auch wenn ich Hunde mag und der gleich folgende Satz mir schon oft dazu verhalf, längere Durststrecken gut durchzustehen, verzichte ich beim Interieur dennoch gern auf den Hund. Und Sie?

An eine große Aufgabe sollte man herangehen wie ein Hund: Viele kleine Lecker machen die Schüssel leer.

Auf die Fotografie von Polly Eltes stieß ich bei Abigail Ahern. Die Weisheit aus Botswana bekam ich schon vor Jahren, grafisch gestaltet, zum Geburtstag geschenkt.

Dienstag, den 8.12.2009

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Für manche Tage braucht man Humor

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Heute ist so ein Tag, der auch mich durch ununterbrochene Störungen kopflos macht.

Nur die Art von Humor, wie Joachim Ringelnatz ihn versteht, rettet mich an diesem Montag:

Humor ist der Knopf, der verhindert, daß uns der Kragen platzt.

Die Installation zum Thema “Kopflosigkeit” stammt von Mark Jenkins via iGNANT. Den Satz von Ringelnatz fand ich in “Die allerschönsten Geistesblitze” aus dem Marion von Schröder Verlag der Verlagshaus Goethestraße GmbH & Co KG, München.

7.12.2009

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Die Flut

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Eine Flut von Dingen wie diese Autos, eine Flut von Erwartungen an uns, eine Flut von Papier …

All das ist nicht das, wonach wir uns sehnen. Irgendjemand kündigte, (besser drohte) sogar an, die nächste Sintflut käme in Form von Papier.

Wehren wir uns, denn: Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, daß die Flut allmählich Vernunft annimmt.”

Die Illustration von Max Dalton fand ich bei Diskursdisko. Den Satz von Gerhard Czerwensky las ich in “Die allerschönsten Geistesblitze” (Quellenangabe unter dem 29.11.2009).

Montag, den 30.11.2009

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Gestolpert

bin ich gestern über den Satz: “Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: – alle dummen Männer.”

Er stammt von Marie von Ebner-Eschenbach, die von 1830 bis 1916 lebte.

Ist diese spezielle und auch heute noch manchmal erwähnte Feindschaft fast 100 Jahre nach dem Tod der österreichischen Schriftstellerin, in der sogenannten Moderne, endlich nichtig geworden?

Wie schön wäre es!

Immerhin gibt es in Deutschland den Fortschritt, dass erstmals eine sehr kluge Frau Bundeskanzlerin ist.

Ich zitierte aus “Tausendmal in Gänsefüßchen” von Herbert Theuerkauf, erschienen bei Koehler & Amelang Leipzig. Das Foto stammt von Klaus Steves.

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Sonnabend, den 15.8.2009

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Egoismus einmal anders

“Egoismus heißt nicht leben, wie man zu leben wünscht. Es heißt, von anderen verlangen, dass sie so leben, wie man es wünscht”, wusste Oscar Wilde und hatte mit dieser Art von Egoismus seine schmerzhaften Erfahrungen gemacht.

Dienstag, den 21.7.2009

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Geht es Ihnen mit Ihrer Inneneinrichtung ähnlich?

“Auf die Frage, warum er sein schon zehnmal inseriertes Haus noch nicht verkauft habe, erklärte ein Japaner: “Jedesmal, wenn ich in der Zeitung meine Annonce lese, komme ich zu der Überzeugung, daß mein Haus genau das ist, welches ich suche.”

Dieses Anschauungsbeispiel für die Wirksamkeit von Werbung fand ich in “Das große Buch der Witze, Fabeln und Anekdoten” von Eberhard Puntsch, erschienen im Bechtle Verlag, Esslingen. München.

Sonntag, den 12.7.09

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Der Fortschritt

Was ist Fortschritt?

Selbst etwas ratlos angesichts dieser Frage, weil sich in der Vergangenheit immer wieder einmal herausstellte, dass schließlich doch kein Fortschritt war, was ich zunächst dafür hielt, orientierte ich mich bei Wikipedia. Dort steht:

“Fortschritt bezeichnet eine – zumeist im positiven Sinne verstandene – Weiterentwicklung eines Zustandes.

Gegenbegriffe sind Rückschritt oder Stillstand.”

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