Archiv für die Kategorie 'Kaum zu glauben'

Kleider machen Leute, Sofas Wohnzimmer

Sofas machen Wohnzimmer

Das bekannte Sprichwort stimmt offenbar allen Zweifeln zum Trotz tatsächlich.

Der spanische Künstler Reclarkgable zeigt uns auf verblüffende Weise, dass man in verschiedenen Kleidern, mit neuer Haarpracht, abweichender Schminke und Haltung andere total verwirren, an der Nase herumführen beziehungsweise hinters Licht führen kann.

Hinter diesen und einer Reihe weiterer Outfits steckt ein und dasselbe Pärchen:

Sofas machen Wohnzimmer 2

Und wie mit den Kleidern bei den Leuten verhält es sich mit dem Outfit des Sofas, das Sie für Ihr Wohnzimmer aussuchen. Jedes schafft eine andere, oft in keiner Weise miteinander zu vergleichende Atmosphäre.

Deshalb: Prüfe, wer sich ewig binde – an ein hochwertiges Ledersofa wie Padua

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oder Madrid.

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Dem Blog Diskursdisko ein Dankeschön für den Hinweis auf die Fotoserie Couples.

Sonntag, den 10.1.2010

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Plädoyer für Fairness

Bremer Stadtmusikanten

Bei den echten Bremer Stadtmusikanten der Brüder Grimm ging es anders zu. Gerhard Marcks schuf ihnen 1953 das unten abgebildete Denkmal.

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Mittwoch, den 30.12.2009

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Provokation und Interesse

Ein rotes Sofa wie rote Lippen!

Wer interessieren will, muss provozieren.

So behauptet es jedenfalls Salvador Dali, der berühmte spanische Surrealist. Am 3. Februar diesen Jahres wurde in Berlin, am Potsdamer Platz, ein Museum mit 400 Exponaten von ihm eröffnet, die erste Dauerausstellung mit seinen Werken in einem Museum in Deutschland.

Ein Besuch dort wird auch an den längsten und kältesten Wintertagen keine Langeweile aufkommen lassen, denn Dali überrascht, provoziert und lädt zu den unglaublichsten Deutungsversuchen ein.

Wer schon jetzt neugierig sein sollte: Auch das Sofa dieses bekannten und umstrittenen Künstlers verbirgt sich unter den Impressionen.

Mittwoch, den 9.12. 2009

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Kampf dem Zeitdruck

Zeitdruck

Zeitdruck macht unbarmherzig.

Dass ihm mit einer überdimensionalen “Frühstückszubereitungsmaschine” beizukommen ist, wie sie jetzt in Amsterdam von dem Designer Yuri Suzuki vorgestellt wurde, wage ich zu bezweifeln. Aber man sollte unbedingt nach Wegen zu mehr Gelassenheit suchen.

Es lohnt sich letztlich für alle, wie die folgende Studie zeigt:

Studenten der Princeton University wurden einzeln ein paar Häuser weiter geschickt, um dort jeweils ein Referat zu halten. Einigen von ihnen wurde Zeitdruck gemacht, indem man ihnen sagte, sie würden schon dringend erwartet, sie müssten sich beeilen. Den anderen teilte man mit, sie hätten genügend Zeit bis zum Beginn ihres Referates.

Auf dem Weg zum entsprechenden Gebäude kam jeder von ihnen an einem am Boden liegenden Mann vorbei, der hilflos in einer Seitengasse lag und sich vor Schmerzen wand.

Aber nur diejenigen Studenten, die nicht unter Zeitdruck standen, kümmerten sich um den Schauspieler, der den Schwerverletzten spielte. Diejenigen, die es eilig hatten, ignorierten, dass jemand dringend ihre Hilfe brauchte und hetzten vorbei. Sie hatten nur noch ihr Referat, ihren Termin im Kopf.

Und das Erschreckende: Es ist eine allgemeine menschliche Eigenart, dass wir, fixiert auf einen dringenden Termin, reduziert sind, reduziert handeln, vieles ausblenden – selbst allerwichtigste Dinge.

Dem Ganzen wird die Krone dadurch aufgesetzt, dass es sich bei den Studenten um Theologiestudenten handelte, die zwei, drei Minuten später über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter referieren sollten.

Die beschriebenen Erkenntnisse passen leider auch mit noch ganz anderen Forschungsergebnissen von Robert Levine zusammen, die besagen, dass mit steigendem Lebenstempo, zum Beispiel in einer Stadt, tatsächlich die Hilfsbereitschaft im allgemeinen abnimmt.

Das Foto fand ich bei Engadget German, über die Studienergebnisse schrieb Heiko Ernst unter dem Titel “Der eilige Samariter” in “Psychologie heute” von Januar 2009.

Mittwoch, den 4.11.2009

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Einstimmung auf den Sonntag

Baumhaus

Horace Burgess baute diesen in der Zivilisation ungewöhnlichen Platz zum Wohnen in und mit der Natur – in Tennessee, genauer gesagt in Crossville: Ein Baumhaus mit 30 Metern Höhe, 10 Stockwerken und sogar einem Basketballplatz auf den insgesamt 1000 Quadratmetern.

Die Bauzeit betrug 12 Jahre. – Und der Bauherr fühlte sich von Gott zu diesem Meisterwerk aus Holz für 8000 Euro beauftragt, das von 258 000 Nägel zusammenhalten wird und auch einen Glockenturm besitzt – aus Sauerstoffflaschen. Im Sommer sagt er danke für sein Leben mit Gartenblumen, die den Namen Jesus schreiben.

Er empfindet wie Christian Morgenstern, den Herr Burgess vielleicht nicht einmal kennt: “Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandern.”

Das Foto und die Information fand ich bei Engadget German.

Samstag, den 17.10.2009

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Ein Bett nur zum Anschauen?

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Es leuchtet in wechselnden Farben: blau, grün, gelb, rosa und hält wach – denkt man.

Aber nein, es soll sogar Schlaftabletten ersetzen, Schlaf fördern, sogenannte Luminotherapie betreiben.

Ob es diese Wirkung nach den ersten, Müdigkeit auslösenden Aufregungen auf Dauer tatsächlich hat, bleibt abzuwarten, denn “Schlaf ist ein scheuer Vogel” …”/Schwer zu fangen, zu halten, doch leicht zu morden …”, wusste Hermann Hesse schon in “Angst in der Nacht”.

Quelle (Foto): Gizmodo und Philippe Boulet, Zitat: Zitatenlexikon von Ursula Eichelberger, VEB Bibliographisches Institut Leipzig .  1983.

Donnerstag, den 24.9.2009

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Wenn etwas im Nacken sitzt

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Was wir erledigen müssen, was an Aufgaben ansteht, speichert unser Gehirn besser als alles, was wir abgeschlossen haben.

Bluma Zeigarnik, eine russische Psychologin, entdeckte bereits vor mehr als 80 Jahren, dass vor uns liegende Aufgaben ein beachtliches Spannungsfeld aufbauen. Es entlädt sich erst wieder, wenn wir das Problem gelöst, also etwas erleichtert abhaken können.

Der in der Fachsprache als “Cliffhanger-Effekt” bezeichnete Vorgang ist dafür verantwortlich, dass wir beispielsweise so lange, auch unbewusst, über einen entfallenen Namen, Buch- oder Filmtitel grübeln, bis er uns doch noch einfällt oder dass wir andererseits bei Fortsetzungsserien so neugierig sind, wie es wohl weiter- und ausgehen wird, dass wir alles daran setzen, es zu erfahren.

Wie beim Klettern an einer Steilwand können wir nicht einfach loslassen oder werden bis zum Aufarbeiten des Unerledigten verfolgt von etwas, das mit uns unterwegs ist und das wir nicht abschütteln können.

Über das Forschungsergebnis las ich in “emotion”, 02/09. Das zum Problem passende Foto von Sascha Koesch fand ich am 18. September unter dem Titel “Joules: Der Ersatzmann-Roboter auf dem Tandem (Video)” bei Engadget German.

Sonntag, den 20.9.2009

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Lust auf Nähe

Wenn Sie Sehnsucht nach Nähe haben und sich noch nicht einmal sicher sind, ob Ihr faszinierendes Gegenüber Sie mag oder wenigstens sympathisch findet, dann servieren Sie bitte nichts Kaltes, sondern nur Dampfendes wie heißen Tee, Kaffee oder Kakao.

Denn – ob Sie es glauben oder nicht: Eine heiße Tasse in der Hand erhöht das gegenseitige Wohlwollen, ja den Gefallen aneinander. Die Forscher der Yale-Universität, die das herausfanden, erklären dazu, dass ein und dasselbe Zentrum im Gehirn emotional und  körperlich verursachte Wärme verarbeitet und sich dadurch beides gegenseitig beeinflusst.

Machen Sie also einen Anfang mit einer Einladung zu einer dampfenden Tasse Kaffee zu sich nach Hause, auf Ihre Ledercouch oder den Sessel daneben …

Das Forschungsergebnis fand ich in Emotion, 2/2009, S.14.

Montag, den 14.9.2009

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Sofa männlich, Sofa weiblich

Uta Brandes, die erste und einzige Professorin für Design und Gender in Deutschland, weiß, dass im Design Geschlecht steckt und macht darauf aufmerksam.

Gender drückt das “soziale Geschlecht” von etwas aus. Es gibt diesen Begriff erst seit 1955 und er umschreibt, was in der jeweiligen Kultur als typisch für das eine oder andere Geschlecht gilt: So ist beispielsweise eine bequeme Couch für einen Mann etwas anderes als für eine Frau.

Für ihn ist sie, ebenso wie ein Bett, ein Ort zum Schlafen. Für sie ist sie das Zentrum ihrer Wohnung, ihres geschützten Raumes. – Er sieht diesen Einrichtungsgegenstand praktisch. Sie dagegen will ihn schmücken, um sich wohlzufühlen. Sie dekoriert die Sofagarnitur mit Kissen, hängt ein Sofabild über ihr auf, stattet die Umgebung mit einer Kerze, einer ausgefallenen Lampe, Blumen, Büchern, anderen schönen Dingen aus und will sie auch für viele Gelegenheiten wie Telefonieren, Lesen, Essen nutzen.

Der nicht aus der Welt zu schaffende biologische Unterschied gibt das Gebrauchsverhalten vor.

Männern und Frauen gefällt darüber hinaus auch jeweils verschiedenes Design besser. Ersteren beispielsweise ein Küchentisch, ohne Krimskrams wie eine “Werkbank”. Sie brauchen nicht viele Schubkästen, keinen Platz zum Verstauen, aber Platz zum Loslegen – wie in der für Männer entworfenen Bulthaupt-Küche. Frauen haben dagegen andere Wünsche und Wertigkeiten wie angenehme Farbe, warme Materialien, langlebige Schönheit von Interieur.

Vielleicht deshalb entwarf die Niederländerin Hella Jongerius eine schöne, aber unzerbrechliche Vase aus Gummi. Und Frauen denken wohl aus diesen Gründen in Momenten, in denen sich der Mann gerade für ein weißes Ledersofa begeistert, auch an die eventuellen künftigen Rotweinflecken, die den Glanz des Besonderen schnell auslöschen und überlegen, wägen ab, zögern dabei, es von jetzt auf gleich zu kaufen.

Die neue Wissenschaft ist sehr interessant und manches ist kaum zu glauben …

Ein Gespräch zwischen Frau Brandes und Melanie Longerich mit diesen Informationen fand ich in “Haus & Wohnung”, 12-08/ 1-09, S. 8 – 12.

Sonnabend, den 22.8.2009

Ein Kommentar

Nicht von ungefähr

schrieb ich am 7. August über das ausgezeichnete und für meinen Geschmack wunderbar designte Komplett-Badsystem “SensaMare” von Hoesch und stellte Fotos davon ins Netz. Alles zusammen sollte Ihnen Lust auf ein neues Bad machen.

Denn unser Bad ist und bleibt einerseits der intimste Raum der Wohnung, in dem der Durchschnittsbürger täglich 35,9 Minuten verbringt – manchmal die einzigen ungestörten des Tages. Und 80% der Bevölkerung wollen sich in ihm richtig wohlfühlen.

Im Gegensatz dazu steht andererseits, dass es vernachlässigt wird, dass über die Hälfte der Bewohner seit dem Bezug der Wohnung oder des Hauses ihren Intimraum noch niemals renovierte.

So warten unglaubliche 4 Millionen Bäder länger als 25 Jahre auf ihre Auffrischung und weitere 8 Millionen länger als 15 Jahre.

Auch bei der Größe der Bäder wird gegeizt statt tatsächlich die insgeheim erwünschte großzügige Wellness-Oase zu schaffen, die die leeren Batterien aufladen und mit der Möglichkeit zu einem entspannenden Bad inmitten guter Düfte neue Lebenslust bringen kann.

Fast zehn Millionen deutscher Bäder sind auch kleiner als 6 Quadratmeter, das durchschnittliche Bad bringt es auf knapp 8 Quadratmeter und zehn bis 12 sollte es mindestens haben, um moderne Bedürfnisse und Realität zusammenzubringen.

Nehmen Sie Ihr Bad doch einmal neu in Blick, gönnen Sie ihm eine Verjüngung und sich neue Freude.

Die Daten entnahm ich einer repräsentativen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung, veröffentlicht in “mein schönes zuhause” 8/9 2006, S.3. Das Foto stammt von “pauline”.

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Montag, den 17.8.2009

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