
Dieser einladende, schöne und beschauliche Platz, den ich im Blog von Abigail Ahern entdeckte, ist für den Abend viel besser geeignet als der Platz vor dem Computer.
Denn wer nicht entspannt, sich abends sozusagen falsch setzt, sein Handy in übertriebenem Eifer nie ausschaltet, auch nach acht keinen Abstand zum Beruf schafft, sondern immer in Bereitschaft ist, gerät über kurz oder lang in Schlafschwierigkeiten. Der Schlafforscher und Psychologe Jürgen Zulley aus Regensburg geht so weit, dass er behauptet:
Viele nehmen den falschen Partner mit ins Bett: die Anspannung.
Über dieses eindeutige und aufschlussreiche Forschungsergebnis, das ich selbst beherzigen müsste, stolperte ich beim angespannten Warten auf den Bohrer des Zahnarzts (im Patientenmagazin des Universitätsklinikums Leipzig unter dem Titel “Computer aus, Handy weg”, von Andreas Heimann, Nr. 13/10, S. 16), nachdem ich ein paar Tage zuvor schon ähnliche Ergebnisse über die Zusammenhänge zwischen abendlichen Freizeitbeschäftigungen und morgendlicher Stimmung und körperlicher Befindlichkeit gelesen hatte.
Schlecht gelaunt und gereizt waren danach morgens diejenigen, deren Abendgedanken noch um die Arbeit kreisten. Erholt fühlte sich, wer Grenzen gezogen hatte und der Arbeit des Tages etwas ganz anderes entgegensetzte: sich seinen Freunden oder der Familie widmete, einem Hobby nachging, Sport trieb, spazierenging, meditierte oder Musik hörte.
Wer das schaffte, schlief gut, war morgens voller Elan und hatte gute Laune.
Erholung, starke Nerven, Freude am Leben und eine gewisse Leichtigkeit beim Bewältigen des Tagespensums kommen also nicht von allein, sondern brauchen auch Abend für Abend die richtigen Weichenstellungen und Entscheidungen (“Erholung kommt nicht von selbst”, von Gabriele Kunz in Psychologie heute, Juni 2009, S. 14).
Tags: "gute Laune", Abendgedanken