Archiv für die Kategorie 'Design'

Ein Stuhl

Ein großer Stuhl macht noch keinen König (aus dem Sudan).

Aber etwas ganz Besonderes für Typographie-Liebhaber ist Dharma Lounge von Ian Campana, Samuel Ho und Alberta Canada schon (via Stilsucht).

Mittwoch, den 17.3.2010

Keine Kommentare

Trennung von Arbeit und Freizeit

Bei vielen gibt es das nicht mehr.

Für manche ist das wunderbar. Sie kommen darüber gar ins Schwärmen, weil sie zu den Glücklichen gehören, denen ihre Arbeit das Leben ist.

Andere sind damit überfordert. Für sie wird dieser unentwirrbare Mix zumindest manchmal lästig bis sehr unangenehm, weil er selbst den raren schönsten Momenten im Leben noch den Zauber nimmt.

So bin ich regelrecht begeistert von dem, was Clemens heute in seinem Blog vorstellt.

Denn es gibt den komplett verschließbaren, wegrollbaren, formschönen, höchst interessanten Arbeitsplatz, der die Welten trennt, Freiraum ohne den Gedanken an Arbeit zulässt und für die ganz Kreativen, denen dann doch noch in der Freizeit etwas äußerst Wichtiges einfällt, das sie niederschreiben oder ausprobieren müssen, nicht unerreichbar ist.

Timothy Oulton aus London, ein Möbeldesigner und Antiquitätenhändler stellte ihn her. Glückwunsch!

Ich bin beeindruckt!

Montag, den 15.3.2010

Keine Kommentare

Faszination Licht

Rot, Grün und Blau, die Grundfarben, mischten Martin Meier und Fabian Nehne (via Stylespion), ein Schweizer und ein Deutscher, mit Weiß und designten einen Traum in Form einer Lampe, wie es ihn so noch nie gab.

Noch fand sich keine Firma, die sie für alle diejenigen herstellt, deren Lebensgefühl “mischlicht RGB” ebenso entspricht, wie anderen genau das Gegenteil von minimalistischen Formen.

Beim Sitzen unter diesen Lampen, ob nun mit oder ohne Schnörkel, gilt dann jedoch:

Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Gesehenen (Blaise Pascal).

Das untere Foto entstammt dem Blog der Londoner Stylistin Abigail Ahern via Styleagent.

Donnerstag, den 11.3.2010

Keine Kommentare

Herrliches Design

überspielt am 5.6.2009 103

Nicht nach diesem modernen Kunstwerk, das in Volkenroda steht, wurden wir heute gefragt, sondern nach dem klassischen Schwingsessel Nr. 31 von Alvar Aalto, einem “Kunststück” des Finnen aus den Jahren 1931, 1932.

Es gefällt offenbar nicht nur uns.

Montag, den 4.1.2009

Keine Kommentare

Geschickt kombinieren

St. Kits

Es muss in den eigenen vier Wänden nicht immer alles einfarbig sein.

Und ebenso kann man unterschiedlichste Materialien sehr interessant kombinieren, sozusagen so lange mit ihnen spielen, bis das eigene Zuhause unverwechselbar wird und schließlich ganz und gar zu einem passt.

Bei der Wohnlandschaft Crotone heben eine dunklere Armlehne, zwei auffallend formschöne Ablagen im selben Farbton und der Abschlussstreifen ringsum unten den helleren Teil des Ledersofas gelungen hervor, werten ihn auf und machen strapazierte Bereiche zugleich unempfindlicher.

Bei dem Ecksofa Larnaka wird durch die Kombination von glattem Leder mit weichem Strukturstoff in harmonischen Farbkontrasten ein Blickfang geschaffen, den die geschwungenen und ausgefallenen Metallbügel an den Enden des Sofas nur noch verstärken.

Larnaka_01

Keine Kommentare

Manchmal kann man schlecht widerstehen

Clemens

Eigentlich wollte ich eben über ein ganz anderes Thema schreiben. Doch dann schneite mir ein Feed ins Haus, das mich meine heutigen Absichten über den Haufen werfen ließ.

Denn Clemens Poloczek beantwortet Fragen und lässt in seine Wohnung schauen.

Er ist der Mann, der in “seiner Freizeit auf iGNANT über Design, Fotographie, Kunst und Typographie” schreibt und auf meiner persönlichen Liste der deutschen Blogcharts den 1. Platz belegt.

Was er in seinem Blog veröffentlicht, ist nach meiner Überzeugung eine sehr sehens- und erlebenswerte Annäherung an die Vielfalt, die Fülle, aber auch die Zwiespältigkeit und die Zerrissenheit des modernen Lebens. Was er einfängt, regt zur Auseinandersetzung an.

Mein Blog und meine Leser profitieren von dieser wiederholten Begegnung mit dem Design, der Fotografie und der Kunst auf iGNANT.

Deshalb ist es mir eine Freude, meinen Lesern über das Interview “15 + 1″ und Fotos daraus (von Kai Müller, Betreiber von StyleSpion) einmal etwas Persönliches von Clemens Poloczek weiterzugeben und ihm selbst danke zu sagen.

über iGnant

Samstag, den 21.11.2009

Ein Kommentar

Mehr Raum bitte

Enge

Ein schwedisches Sprichwort sagt zwar: “Wer singen will, findet immer ein Lied.”

Aber hier möchte ich nicht mehr singen und loben, sondern “nein, danke” sagen und trotz Reiselust lieber zu Hause auf meinem Sofa bleiben.

Ab Dezember kann man für umgerechnet knapp 37 Euro in diesem Hotel in Kyoto übernachten. “9 h” nennt sich das Kapselhotel, zu dem auch Duschen, ein Aufenthaltsbereich in Form einer Lounge und Schließfächer gehören.

Bei Engadget German stieß ich auf das Foto dieses Design Hotels.

Montag, den 16.11.2009

Keine Kommentare

Kampf dem Zeitdruck

Zeitdruck

Zeitdruck macht unbarmherzig.

Dass ihm mit einer überdimensionalen “Frühstückszubereitungsmaschine” beizukommen ist, wie sie jetzt in Amsterdam von dem Designer Yuri Suzuki vorgestellt wurde, wage ich zu bezweifeln. Aber man sollte unbedingt nach Wegen zu mehr Gelassenheit suchen.

Es lohnt sich letztlich für alle, wie die folgende Studie zeigt:

Studenten der Princeton University wurden einzeln ein paar Häuser weiter geschickt, um dort jeweils ein Referat zu halten. Einigen von ihnen wurde Zeitdruck gemacht, indem man ihnen sagte, sie würden schon dringend erwartet, sie müssten sich beeilen. Den anderen teilte man mit, sie hätten genügend Zeit bis zum Beginn ihres Referates.

Auf dem Weg zum entsprechenden Gebäude kam jeder von ihnen an einem am Boden liegenden Mann vorbei, der hilflos in einer Seitengasse lag und sich vor Schmerzen wand.

Aber nur diejenigen Studenten, die nicht unter Zeitdruck standen, kümmerten sich um den Schauspieler, der den Schwerverletzten spielte. Diejenigen, die es eilig hatten, ignorierten, dass jemand dringend ihre Hilfe brauchte und hetzten vorbei. Sie hatten nur noch ihr Referat, ihren Termin im Kopf.

Und das Erschreckende: Es ist eine allgemeine menschliche Eigenart, dass wir, fixiert auf einen dringenden Termin, reduziert sind, reduziert handeln, vieles ausblenden – selbst allerwichtigste Dinge.

Dem Ganzen wird die Krone dadurch aufgesetzt, dass es sich bei den Studenten um Theologiestudenten handelte, die zwei, drei Minuten später über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter referieren sollten.

Die beschriebenen Erkenntnisse passen leider auch mit noch ganz anderen Forschungsergebnissen von Robert Levine zusammen, die besagen, dass mit steigendem Lebenstempo, zum Beispiel in einer Stadt, tatsächlich die Hilfsbereitschaft im allgemeinen abnimmt.

Das Foto fand ich bei Engadget German, über die Studienergebnisse schrieb Heiko Ernst unter dem Titel “Der eilige Samariter” in “Psychologie heute” von Januar 2009.

Mittwoch, den 4.11.2009

Keine Kommentare

Provokation kontra Schönheit

Hähnchen

Die Schönheit liege in der modernen Kunst an einem verborgenen Ort, hörte ich vor längerer Zeit den Fernsehmoderator Gert Scobel in einer Kultursendung bei 3sat sagen.

Das hat wohl damit zu tun, dass Künstler in einer Welt, der das Wasser bis zum Hals steht, oft keinen anderen Ausweg mehr wissen, als zu provozieren.

halber Mensch

Im Gebrauchsdesign wird dagegen auf Schönheit und Harmonie gesetzt, alles Problematische ausgeblendet und mit diffizilen Mitteln verdrängt, dass es Arme gibt: in Deutschland, in Westeuropa und überall,  – solche, die statt Design nur Brot und all das Wenige brauchen, das lebensnotwendig ist.

Unabhängig davon soll aber die Schönheit des Designs alle diejenigen erfreuen und zum Kaufen provozieren – beziehungsweise verführen, für die das Leben am oder unter dem Existenzminimum kein Thema ist.

Saragossa_06

Das obere Foto mit Kunst von Nicolas Lampert und Micaela O´Herlihy fand ich am 23. Oktober im iGnant Blog, das mittlere Foto mit Kunst eines offenbar Unbekannten am 1. Oktober im Nerdcore Blog. Auf dem unteren Foto finden Sie die exklusive Sofagarnitur “Saragossa” aus Leder.

Montag, den 26.10.2009

Keine Kommentare

Ein Traum in Paris

HA_1 Weißes Bett, grüne Wände im Hotel Amour in Paris, im Stadtviertel Pigalle.

Nicht nur das Bett wurde von Künstlern und Designern gestaltet, sondern jedes einzelne Zimmer, jedes anders, jedes besonders einladend.

Paris, dieses Zimmer und gerade angetan mit dem “Poetenmantel” der Liebe – wer wünscht sich das nicht?

Eichendorffs schrieb über den “Poetenmantel” im “Aus dem Leben eines Taugenichts”: “Die Liebe – darüber sind nun alle Gelehrten einig – ist eine der couragiöstesten Eigenschaften des menschlichen Herzens, die Bastionen von Rang und Stand schmettert sie mit einem Feuerblicke danieder, die Welt ist ihr zu eng und die Ewigkeit zu kurz. Ja, sie ist eigentlich ein Poetenmantel, den jeder Phantast einmal in der kalten Welt umnimmt, um nach Arkadien auszuwandern.”

Auf das Foto, das sofort meine Sehnsucht nach Paris weckte, stieß ich bei NEEO.

Freitag, den 25.9.2009

Keine Kommentare

Ältere Einträge »