Archiv für die Kategorie 'Design'

Wasser

Es ist Leben. Es hat Macht. Es verkörpert Schönheit und Gefahr.

Eben sah ich wieder unerträgliche Abbildungen des Leidens aus Pakistan – ausgelöst durch Wasser in unvorstellbaren Mengen. Diese Fernsehbilder zeigen die menschliche Ohnmacht angesichts der unvergleichlich großen Flut.

Sie lösen Bestürzung und tiefes Mitgefühl mit den Betroffenen aus.

Sie wecken aber auch gleichzeitig Hoffnung darauf, dass sich immer mehr Menschen finden, die spenden, die helfen.

Und sie wecken Sehnsucht nach Normalität für alle: nach genügend sauberem Wasser zum Trinken, zum Gebrauch in einem eigenen Bad und nach der rechten Menge an sauberem Wasser in Flüssen und Meeren.

Mich überfällt beim Schreiben die intensive Erinnerung daran, wie rundum stark ein Urlaub am Meer, mit sauberem Wasser und sauberem Strand mich wieder in den Alltag entlässt. Und auch daran, dass beispielsweise das Erleben der Ostsee an nur ein paar freien Tagen über ein ganzes Jahr lang Freude auf den nächsten Urlaub bewirkt und über die Monate verteilt immer wieder einmal zum Träumen vom Meer verführt.

Das eine Foto zeigt Hiddensee im Herbst 2008, das andere das von Designer Professor Günter Horntrich entworfene SensaMare von Hoesch.

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Unendliche Ideen

Beim Anblick dieser Massagemaschine aus Alltagsgegenständen, wie sie vom Japaner Tsuyoshi Anzai als Mittel gegen Stress, Verspannung, nicht heilen wollende Wunden entwickelt wurde und deren unglaubliche Einsatzmöglichkeiten bei iGNANT beobachtet werden können, bleibt wohl nur der Ausruf:

Die Seele ist stets erfinderisch, ihr eigenes Unheil zu schmieden.

Quelle: Oliver Goldsmith, Der Weltbürger. Briefe eines in London weilenden chinesischen Philosophen an seine Freunde im fernen Osten. Leipzig und Weimar 1977, S. 394.

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Immer neue Ideen

Böse Zungen könnten behaupten:

Wer alles ertragen kann, kann alles wagen.

Aber nur manchmal geht es darum.

Etwas zu wagen bringt durch neue Erfahrungen und ungeahnte Blickwinkel auch großen Gewinn.

Die Entdeckung von etwas Neuem kann sogar den Eindruck erwecken, das Leben gerade wieder einmal an allen vier Zipfeln zu fassen zu bekommen – wenn auch leider nur kurzzeitig.

Das abgebildete Design wagten 2 Seilermeister in 18 Arbeitsstunden mit 80 m Seil (via Stilsucht). Luc de Clapiers Vauvenargues ist das Zitat zu verdanken.

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Dinge, an denen man hängt

Manche werfen leicht weg und Ordnung zu halten, ist für sie kein Problem. Sie leben leichter, denke ich manchmal, weil sie auch keine Zeit mit Suchen vergeuden.

Ich fühle mich jedoch, als müsse ich ein Stück von mir selbst hergeben, wenn die Trennung von etwas angesagt ist, an das ich mich gewöhnt habe.

Jetzt kam jemand auf die Idee, die Dinge, die irgendwie zu einem gehören und doch nichts mehr nützen, nicht mehr direkt gebraucht werden, zu veredeln, einem anderen, höheren Zweck zuzuführen.

Für mich ein schöner, ein lockender Gedanke!

Tobias Juretzek erfand den Erinnerungsstuhl, in den er Geliebtes und zugleich Überflüssiges aus dem Kleiderschrank presste.

Mit etwas Fantasie ist noch vieles andere denkbar, bis hin zu Kunstgegenständen, in denen wir das, was wir lieben, woran wir hängen, aufwerten können, indem wir ihnen ein weiteres Leben schenken, wo sie vielleicht noch mehr im Blickfeld stehen (via Stilsucht) als in ihrer bisherigen Funktion.

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Persönlichkeit

Auch Hocker haben sie, lernte ich an denen von breadeEscalope (via Stilsucht).

Beim Menschen gehört etwas mehr zu einer Persönlichkeit als eine spezielle Form. Aber die Form jeder dieser abgebildeten Hocker befindet sich in einer Kugel, die unterschiedlich schnell in verschiedene Richtungen gerollt  wird. Dabei erhält der Kunststoff seine Gebrauchsqualitäten und seine Schönheit.

Beim Menschen ist es ähnlich, denke ich.

Wenn er “gerollt” wird, harte, schwierige  Zeiten erlebt, entwickelt sich Persönlichkeit. Irgendjemand drückte das so aus:

Was also einer ist, das hat die Gesellschaft aus ihm gemacht.

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Ein Spielplatz für einen Mann

So etwas zu gestalten, kann tatsächlich der Auftrag an eine Innenarchitektin sein, die man heute “Interiorgestalterin” nennt. Kate Hume, eine in Amsterdam lebende Britin, bekam von einem reichen Junggesellen genau diesen Auftrag für seine Villa in Prag.

Über zwei Jahre überzeugte sie den Hausherrn vom “Wert des Alten und der Notwendigkeit von Brüchen” bei der Raumgestaltung und davon, dass “Harmonie und Glamour ein gewisses Maß an Heterogenität brauchen” und schuf diesen gewünschten Spielplatz.

Er bestand dann aber – Ironie des Schicksals -, nur kurz, weil der Mann sich verliebte, heiratete und Nachwuchs bekam, der einen ganz anderen Spielplatz benötigte.

So wurde aus dem prächtigen Spielplatz für den Mann ein praktischer für das Kind.

Diese ungewöhnliche Geschichte las ich mit Vergnügen unter dem Titel “West-östliche Diwane” in Architektur und Wohnen 6/08, S. 80.

Samstag, den 24.4.2010

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Augenweiden

Manchmal gehört zum Faszinieren nicht viel.

Das zeigt eine formvollendete Schale mit Buntstiften, die man selbst einstecken kann. Michiel Cornelissen entwarf sie (via Stilsucht).

Mir fällt bei dieser Augenweide ein Satz von Kaibara Ekiken ein:

Sich an den einfachen Dingen des Lebens zu erfreuen, bedeutet, sein Leben zu genießen.

Samstag, den 10.4.2010

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Die passende Lampe zum einfarbigen Sofa

Diese Lampe fasziniert mich. Ihr Design trifft genau meinen Geschmack und sie ist supermodern – komplett aus Abfall gefertigt, aus Datenträgern -, gebraucht, versteht sich.

Ich werde bei ihrem Anblick widerstandslos in eine beschwingte Stimmung versetzt, die mich öfter heimsuchen könnte und sollte, – eine Stimmung, in der das Leben nichts als bunt und schön ist.

Und in der mir auch gleich Dichterworte einfallen. Beispielsweise von Oscar Wilde, der etwas anderes Vollkommenes entdeckt hatte und über den geeigneten Umgang damit nachdachte.

Es ist wichtiger, dass jemand sich über eine Rosenblüte freut, als dass er ihre Wurzeln unter das Mikroskop bringt.

Dass die Designer der Pendelleuchte Data in Leipzig zu Hause sind, freut mich als Leipziger ganz besonders. Ich gratuliere Johannes Heinzmann und Franz Gabel zu dieser Idee und ihrer Umsetzung! Entdeckt habe ich die gelungene Lampe leider nicht zuerst in Leipzig, sondern bei StyleSpion.

Donnerstag, den 25.3.2010

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Der neueste Trend

Häkel- und Strick- Graffiti an denk- und undenkbaren Stellen, erfunden von Magda Sayeg aus Austin, gearbeitet aus Wolle. Eine ganze Bewegung entstand daraus – die Strickwolllust, mit der die Umgebung schön gestrickt wird – gleich ob es sich um Fahrzeuge, Laternenpfähle, Bänke, Busse, Telefonzellen oder einfach ein störendes Grau in Grau irgendwo handelt.

So wird es wohl bald auch bunte Stricksofas geben.

(Via iGNANT und thejunction)

Dienstag, den 23.3.2009

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Ein Stuhl

Ein großer Stuhl macht noch keinen König (aus dem Sudan).

Aber etwas ganz Besonderes für Typographie-Liebhaber ist Dharma Lounge von Ian Campana, Samuel Ho und Alberta Canada schon (via Stilsucht).

Mittwoch, den 17.3.2010

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