Archiv für die Kategorie 'Bedenkenswertes'

Packen für einen Kurztrip

Schön, wenn man mal wieder herauskommt und schön auch, wenn man wegen der Kürze der Zeit, die man unterwegs ist, nicht viel einpacken muss.

Anregungen dazu und Aufklärung darüber, wieviel andere für ein paar Tage auswärts brauchen, fand ich sowohl bei Freytage (Foto) als bei StyleSpion.

So mache ich mich, bereit für neue Eindrücke und um jemand zu helfen, auf und nehme den alten Goethe beim Wort:

Weißt du, worin der Spaß des Lebens liegt? Sei lustig! Geht es nicht, so sei vergnügt.

Mittwoch, den 3.3.2010

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Gute Wünsche zum neuen Jahr mit Kunst von Damien Hirst?

Damien Hirst

Damien Hirst hat keine Skrupel zu schockieren. – Ich schon.

Wenn ich nicht vor ein paar Tagen in einer Kultursendung gehört hätte, dass sein Totenschädel mit 8601 Diamanten inzwischen zur bedeutendsten Plastik der letzten 10 Jahre aufgestiegen sei, hätte ich Ihnen das Foto davon wohl nicht zugemutet.

Nun tue ich es. Warum?

Weil ich Ihnen einerseits für 2010 viel Freude und Gesundheit wünschen will und zugleich, dass Sie die Vergänglichkeit nicht ignorieren, tabuisieren, sondern die Kostbarkeit eines jeden Tages in Blick nehmen.

Und weil ich andererseits von Herzen wünsche, dass Sie und ich Tag für Tag mit weniger als 8601 Diamanten zufrieden sind.

Damit nicht nach uns die Sintflut kommt …

Das Foto fand ich bei Focus online. Das Foto ist verlinkt.

1.1.2010

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Der Wind der Veränderung

Robotervogel

Er wird uns auch 2010 umwehen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in ihm fliegen lernen wie dieser Robotervogel oder dass es Ihnen gelingt, glänzende eigene Ideen zu entwickeln, sinnvoll mit diesem unberechenbaren Etwas umzugehen. Denn:

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen (chinesisches Sprichwort).

In diesem Sinne einen guten Rutsch!

Silvester 2009

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Was Kunst vermag

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Meine Begeisterung für Kunst bekam heute einen erneuten Schub:

Denn beim Anblick von Kunst, die man als schön empfindet, lassen sogar Schmerzen nach, so dass man auf Gelonida oder andere Schmerzmittel verzichten oder sie zumindest reduzieren kann. Und es reicht, Schönheit im Kunstkatalog anzusehen, im Bildband oder im Internet.

Die Schmerzen wurden im Test mittels eines kurzen Laserimpulses ausgelöst. Bei hässlicher Kunst passierte nichts, bei schöner verringerte sich das Schmerzempfinden um ein komplettes Drittel. Und bei jedem berücksichtigte der Schmerz oder der nicht mehr vorhandene Schmerz den persönlichen Geschmack. Wer etwa Der Schrei von Edvard Munch noch schön fand, verlor seine Schmerzen deutlich, wer nicht, musste sie aushalten und sich möglichst an etwas anderem ergötzen.

Als beste Schmerzmittel bei den meisten Testpersonen taten sich Sternennacht von van Gogh und Geburt der Venus von Botticelli hervor.

In der Vorweihnachtszeit, in der Geschenke eine so große Rolle spielen, stelle ich mir deshalb gern vor, was Kunst, wenn sie das Wunder der Schmerzbekämpfung vollbringen kann, darüber hinaus noch alles bisher Unentdeckte vermag.

Das schöne Foto oben zeigt eine Straßeninstallation von Mark Jenkins in Malmö – Kunst, die mich persönlich neben vieler anderer besonders in ihren Bann zieht, wohl weil sie Schönheit und Sinnbildlichkeit vereint, mich ins Nachdenken bringt und mir zu ganz neuen Blickwinkeln verhilft. Den Forschungsbericht las ich am Nachmittag (und probiere das Wissen daraus im Moment gleich gegen Viren), in Psychologie heute, Februar 2009, S. 59.

Samstag, den 19.12.2009

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Aber bitte mit Kurven

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Unser evolutionäres Erbe soll dafür verantwortlich sein, dass wir es lieber rund als eckig mögen. Bei spontanen Reaktionen setzen wir deshalb rund mit harmlos gleich und eckig mit gefährlich.

Auch Gebrauchsgegenstände mit Rundungen gefallen uns besser als solche mit Ecken und Kanten. Und Männer werden – wissenschaftlich belegt – bei kurvenreichen Frauen leichter schwach. Das Verhältnis von Taille zu Hüfte hat es für sie in sich, fanden Londoner Psychologen in aufwändigen Untersuchungen heraus. Die größte Versuchung ist ein Verhältnis von 0,6.

Diese Wespentaille in Kombination mit breiten Hüften ist allerdings auf natürliche Weise kaum zu erreichen. Früher brachte das darin enthaltene Verführungspotential das Korsett hervor und heute veranlasst es “schönheitsbewusste” Frauen dazu, sich eine Rippe entfernen zu lassen.

Müsste die Evolution aber nicht spätestens angesichts von Todesfällen nach Schönheitsoperationen endlich Sprünge machen und ändern, was uns in Fleisch und Blut liegt?

Das obere Foto verdanke ich Marie Hochland. Das untere zeigt das Sofa Livorno aus unserem Shop mit weicher Rundung. Die Forschungsergebnisse fand ich in Psychologie heute unter den Titeln “Kurven bevorzugt” I und II von Marion Sonnenmoser und Verena Friederike Hasel” (Heft März 2007, S. 10, 11).

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Donnerstag, den 3.12.2009

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Totensonntag

Er wurde 1816 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen als allgemeiner Feiertag zur Erinnerung an die Verstorbenen angeordnet.

Auch wenn wir im modernen Leben so tun, als hätte der Tod darin keinen Platz mehr, er tabuisiert wird wie nie zuvor, finde ich es um unseres Lebens willen wichtig, ihn wenigstens an einem solchen Tag im Jahr nicht auch zu verdrängen.

Mit ein paar weisen Sätzen könnte man den Gedanken an den Tod einmal vorsichtig heranlassen:

“Die Menschen fürchten den Tod, so wie die Kinder das Dunkel fürchten” (Francis Bacon).

“Wahrscheinlich ist keine Menschheit je dem Tode gegenüber so ratlos gewesen wie die heutige” (Carl Friedrich v. Weizsäcker).

“Nicht nur einen Tod gibt es, der uns dahinrafft, ist nur der letzte” (L. Annaneus Seneca).

“In den meisten Fällen ist die Todesursache eines Menschen sein Leben” (Voltaire).

Ich zitierte aus “Lebensweisheiten berühmter Philosophen”, herausgegeben von Stefan Knischek in der Humboldt Verlags GmbH, Baden-Baden.

Sonntag, den 22.11.2009

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Die Farben des Lebens

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“Das Leben ist ein weißes Blatt, die Farben sind in dir. Male es schön bunt und leuchtend” (Anonym).

Samstag, den 14.11.2009

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“Steht noch dahin”

Schrei nach FreiheitAn das Gedicht von Marie Luise Kaschnitz mit diesem Titel musste ich beim Erblicken dieses Kunstwerkes denken.

“Steht noch dahin

Ob wir davonkommen ohne gefoltert zu werden, ob wir eines natürlichen
Todes sterben, ob wir nicht wieder hungern, Abfalleimer nach
Kartoffelschalen durchsuchen, ob wir getrieben werden in Rudeln, wir
haben’s gesehen. Ob wir nicht noch die Zellenklopfsprache lernen, den
Nächsten belauern, vom Nächsten belauert werden, und bei dem Wort Freiheit
weinen müssen. Ob wir uns fortstehlen rechtzeitig auf ein weißes Bett oder
zugrunde gehen am hundertfachen Atomblitz, ob wir es fertigbringen mit
einer Hoffnung zu sterben, steht noch dahin, steht alles noch dahin.”

Marie Luise Kaschnitz (Text auf Umschlag des gleichnamigen Buches)

Das Kunstwerk schuf Chiharu Shiota, eine Japanerin, die seit 1999 in Berlin lebt und inzwischen weltweit ausstellt.

Für mich ist die Begegnung mit ihrer Kunst zusammen mit der Erinnerung an den Text von Marie Luise Kaschnitz Anlass zum Nachdenken über Freiheit und ihre Bedrohtheit. Und ich empfinde Glück angesichts meiner Freiheit, die ich ohne Chiharu Shiota auch heute wieder einmal als selbstverständlich hingenommen hätte, obwohl sie es nicht ist.

Das Foto fand ich heute bei iGnant. Danke!

Freitag, den 13.11.2009

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Das Interessanteste übersehen?

Das Interessanteste

“Die Menschen reisen in fremde Länder und staunen über die Höhe der Berge, die Gewalt der Meereswellen, die Länge der Flüsse, die Weite des Ozeans, das Wandern der Sterne; aber sie gehen ohne Staunen aneinander vorüber” (Aurelius Augustinus).

Das Foto zum Blindsein für manches fand ich heute bei iGnant. Es stammt vom Fotografen Lukasz Wierzbowski, von dem es im Netz viele sehenswerte und oft auch symbolträchtige Fotos zu sehen gibt.

Mittwoch, den 11.11.2009

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Sich aufmachen

Die Raum-Licht-Installation des amerikanischen Künstlers James Turrell, die gestern mein Blog schmückte, ging mir nicht mehr aus dem Kopf. (Mit großer Kunst soll das ja so sein!).

In dieser derzeit in Wolfsburg zu bestaunenden Lichtkunst stellt der Künstler (für mich) nicht nur einfach das Gegenteil von Lebenskunst dar, (über die ich gestern schrieb), sondern zeigt den vereinzelten, den beziehungslosen Menschen als düstere, (verlorene?), vielleicht sogar bedauernswerte Gestalt in einer rosaroten Welt.

Diese Farbe gaukelt ebenso etwas vor, wie die rosarote Brille, die man in Zeiten der Verliebtheit auf hat und die irgendwann verschwunden ist.

Für mich ist diese Kunst ein wichtiges Ausrufezeichen, eine Warnung.

Deshalb möchte ich diesen starr stehenden Personen aus dem lebendigen Kunstwerk – heute -, einen Tag nach dem Mauerfall vor 20 Jahren, ein privates Foto gegenüberstellen. Es zeigt – auf dem Augustusplatz, zwischen Oper und Gewandhaus -, einen Teil der insgesamt über 100 000 Menschen, die sich am 9. Oktober, zum Tag der friedlichen Revolution, in Leipzig aufgemacht hatten, um sich zu erinnern und deutlich zu machen, dass man sogar einen eisernen Vorhang beseitigen kann, wenn man sich gemeinsam für etwas einsetzt, für etwas Sinnvolles kämpft.

Und da ich am 9. Oktober dieses Jahres selbst mit auf dem Ring lief, auf dem damals, 1989, wohl um die 70 000 unter Lebensgefahr friedlich demonstrierten, will und muss ich das großartige Verbundenheitsgefühl dieser andächtig schweigenden Menge erwähnen. So etwas hatte ich noch nicht erlebt.

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass einer unter den vielen sich einsam oder gar verloren fühlte …

Woche vom 4. - 11. 10.2009 011

Dienstag, den 10.11.2009

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