Archiv für die Kategorie 'Allgemeines'

Weise sein

Wer ohne Narrheit lebt, der ist nicht so weise, wie er glaubt.

Diese Mitteilung auf einer von A. Deckardt künstlerisch gestalteten alten Karte, gelesen an einem für mich ganz und gar verrückten Tag, der aus den verschiedensten Gründen 70 Stunden haben müsste, lässt mich heute zu mir sagen:

Weisheit ist nicht immer das, was nach außen danach aussieht.

Mach endlich Pause! Sie macht locker und kreativer.

Donnerstag, den 10.6.2010

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Ein Herz für Blogs

Nachdem ich Ein Herz für Blogs bei Kai immer verpasste, habe ich mich darüber gefreut, dass Marcel sich jetzt darum bemüht, weniger bekannte, gute deutschsprachige Blogs bekannter zu machen. Ihm verdanke ich auch die Grafik.

Mir gefallen von den Blogs, die noch nicht in den Blogcharts stehen, diese Blogs sehr gut:

1. Das Blog gig.antville.org von Andrea Diener
Es ist sprachlich auf sehr hohem Niveau und thematisch sehr vielseitig.

2. Das Blog Studio 5555 von Philipp Thom.
Philipp kennt sich in seinem Themenbereich aus, hat Geschmack und Geschick. Von seinem Blog springt etwas über.

3. Das Blog artill von Lukas Bischoff entdeckte ich erst ganz neu. Es wird mich zum Dauerleser machen, weil es voll von schönen Bildern ist und viele Anregungen zu den mich besonders interessierenden Themen enthält.

Dienstag, den 25.5.2010

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Der Traum von einem anderen Leben

Ob wohl jeder Mensch diesen Traum dann und wann hat?

Vielleicht ist er nur etwas für die Unzufriedenen.

Und die meisten von ihnen belassen es beim Träumen, krempeln nicht auf Grund von “Hirngespinsten” ihr ganzes Leben um.

Es ist nur zu gut bekannt, dass derjenige, der versucht, seine Träume umzusetzen, auch scheitern kann, sich zumindest auf sehr unsicheres Terrain begibt.

Roz Savage ist eine Frau, die unter ihrem Leben, um das andere sie kurioserweise beneideten, ausreichend litt, um aus ihm auszusteigen. Sie hatte Karriere und Geld als Bankmanagerin gemacht, lebte mit ihrem Mann in einem wunderbaren Haus in London – und war “unerfüllt”.

Zu sehr musste sie funktionieren, zu sehr war alles, was sie tat, wie auf dem Kunstwerk von Michael Johansson, in Form gepresst und andere, nicht sie selbst, waren der Regisseur ihres übervollen Lebens, fesselten es.

So kündigte sie nach einer “Bestandsaufnahme ihres Lebens”, in einer schlaflosen Nacht und einiger Bedenkzeit danach, eines Tages ihren Job und verließ bald darauf auch ihren Ehemann, obwohl sie zunächst noch gar nicht genau wusste, wie ihr neues, ganz anderes Leben aussehen würde, nur dass sie es unbedingt wollte.

Sie versuchte sich als Fotografin und Biobäckerin – bis ihr klar wurde, dass sie rudern würde, was sich zunächst abwegig anhört. Doch das hatte sie während ihres Studiums in Oxford trainiert, wollte es nun wieder aufnehmen und künftig mit Projekten verknüpfen, in denen sie aufzeigen würde, dass befriedigendes Leben auch ohne materialistische und andere Arten von Gier und das Provozieren von Umweltkatastrophen möglich ist.

So versuchte sie sich auf neuen Wegen, schaffte es 2009 sogar zur Rednerin und Warnerin auf die Klimakonferenz unter der Leitung von Al Gore, dem Friedensnobelpreisträger, und versuchte nach kleineren Aktionen, 2009 den Pazifik im Ruderboot zu überqueren – als erste Frau, ohne Begleitung, und immer mit dem Ziel, auf die Umweltproblematik unserer Erde und die notwendige Veränderung unserer Lebensweise hinzuweisen.

Sie musste dann in der zweiten Phase, nach über drei Monaten ununterbrochen auf dem Meer, ihre geplante Tour von Hawai nach Tuvalu leider wegen widrigster Bedingungen in der Luft, auf dem Meer und auf ihrem Boot abbrechen. Aber das war kein Grund zum Resignieren für sie, sondern sie will den Rest ihres Lebens damit verbringen, die Menschen darüber aufzuklären, “dass der Lebensstil der westlichen Welt nicht haltbar” ist und dass diese Erkenntnis und die Konsequenzen daraus, das erlebbare Glück nicht mindern. Roz Savage hat dafür viele Ideen und erregt, unterwegs in neuer “Mission”, immer wieder viel Aufmerksamkeit für ihr Herzensanliegen.

Erstmals las ich über Roz Savage unter dem vielsagenden Titel “Ich will Meer” in emotion 09/09, S. 84 -89.

Pfingstmontag, den 24.5.2010

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Golden

und besonders wie diese im April auf der Möbelmesse in Mailand von Edra (via Studio5555) vorgestellten Sitzmöbel wünsche ich Ihnen das Pfingstfest.

Doch selbst wenn Sie goldene Möbel hätten, das Gold der Sonne überstrahlt sie und:

Die Tür zum Glück, zur Rettung, zur Selbstverwirklichung geht nach außen auf (Sören Kierkegaard).

Pfingstsonnabend 2010

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Osterspaziergang

Mit dem Osterspaziergang aus Goethes Faust wünsche ich allen unseren Lesern, Freunden, Bekannten und Kunden ein recht frohes Osterfest!

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flor;
Aber die Sonne duldet kein Weißes:

Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;

Doch an Blumen fehlt’s im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.

Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.

Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,

Denn sie sind selber auferstanden
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,

Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß, in Breit’ und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,

Und bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,

Zufrieden jauchzet groß und klein.
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!

Karfreitag 2010

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Die Macht der Farben

Trostlosigkeit plus Orange. Ein Farbklecks in bedrückender Kulisse lässt hin- statt wegsehen.

Aus farbigen Teilen zerlegter und neu zusammengesetzter Einkaufswagen sprosst plötzlich Hoffnung und erinnert daran, welch große Wirkung von kleinsten Dingen, geringen Veränderungen ausgehen kann.

Zaubern Sie doch auch wieder einmal mit Farben, verändern Sie die Atmosphäre, in der Sie leben und machen Sie Ihren grauen Alltag bunt.

Für Farbkleckse aus Stoff oder Leder steht Ihnen eine riesige Palette für Veränderungen zur Verfügung.

Auf dem Foto oben ist ein Projekt des Künstlers Ramon Coronado abgebildet, mit dem er unter anderem auf fehlende Parks in Los Angeles hinweisen will (via iGNANT).

Dienstag, den 2. Februar 2010

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Um wieviel ärmer

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Um wieviel ärmer wäre die Welt ohne die Weihnacht, ohne die Botschaft, die frohe, und ohne die Hoffnung, die Menschen bewegt seit Jahrtausenden (Richard Münsch).

Wir wünschen allen unseren Lesern, Kunden und Geschäftspartnern, aber auch allen unseren Freunden, Bekannten und Verwandten ein frohes Weihnachtsfest.

Die “Sixtinische Madonna” von Raffael, in der Galerie Alte Meister in Dresden, kann als Original auch über die Feiertage bestaunt werden.

Mittwoch, den 23.12.2009

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Bestand oder Wert

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Von Oscar Wilde las ich irgendwo den Satz:

Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

Streiten kann man sich darüber, was zum Außergewöhnlichen gehört. Ist es beispielsweise der neu entwickelte Spezialstuhl zum Musikhören mit Nackenstütze, Höhenverstellbarkeit des Sitzes nach Lautsprecherhöhe, Sicherung des Fußes gegen Vibration und Fernbedienung in der Armlehne zu einem Preis von über 5000 Euro? Oder gehört zum Außergewöhnlichen eher, was mir einfach Vergnügen bereitet, obwohl es oft keinerlei Schnickschnack bietet oder nicht einmal käuflich ist?

Den Stuhl einer schwedischen Firma fand ich bei Engadget German. Das untere Foto stammt von meinem letzten Ostseeaufenthalt.

überspielt am 5.6.2009 086

Samstag, den 28.11.2009

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Der Beginn einer neuen Woche

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Dass Sie zuversichtlicher als diese Person in die neue Woche starten können, vor nichts die Augen verschließen müssen, sich nicht gerade am Boden befinden, wünsche ich Ihnen!

Denn: ” Es gibt keinen Grund zum Pessimismus – außer, man hört manche Optimisten argumentieren.”

Das Foto fand ich bei Maria Elisa Duque, den Aphorismus bei André Brie in “Die Wahrheit liegt in der Mitte” aus dem Eulenspiegel Verlag Berlin.

Sonntag, den 25.10.2009

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