Friday, 18.05.2012

Abgründe

Blog 19. 4. 2011

Die Atmosphäre der Karwoche, die Kunst von Matt Niebuhr (via iGNANT), ein Zeitungsartikel und der Spruch

Was soll das alles?

führten zu diesem Post.

Ich höre diesen Satz, der keine Frage mehr ist, sondern auch mit einem Ausrufezeichen enden könnte, öfters,

vor allem von jungen Leuten – während ich von anderen, die beispielsweise

in der dritten Welt waren und dort arbeiteten, höre oder lese, wie fröhlich und hoffnungsvoll viele Menschen dort sind –

der Realität zum Trotz.

Da Ostern vor der Tür steht und dieses Fest allen, die suchen, schöne Geschenke bescheren kann, wünsche ich mir für diejenigen, die sich so abfällig über ihr Leben äußern (müssen?) und vielleicht auch allen Grund dazu haben,

dass sie eine Aufgabe finden, die sie die wegwerfende Bemerkung vergessen lässt

und sie ausfüllt mit etwas, das sie – nachdem sie Abgründe selbst erlebt haben -, besonders gut könnten:

andere sicher um Abgründe führen oder noch besser – weg von ihnen.

Viele gute Beispiele gibt es dafür. Eines davon lässt sich in Kurzform so erzählen: Ein junger Mann lernt in der Zeit, in der er entscheiden muss, welchen Weg er einmal einschlagen wird, einen Priester kennen, der ein Kinderdorf aufgebaut hatte. Er leistet daraufhin seinen Zivildienst am Arbeitsort dieses Priesters, in Brasilien ab,

arbeitet zwei Jahre für Straßenkinder und erlebt dabei für das weitere Leben Unvergessliches und Prägendes.

Er kommt zurück, studiert Psychologie und arbeitet mit Engagement, Kompetenz, Liebe für und mit krebskranken Kindern. Mit anderen zusammen gewann er sogar den von der Uni Leipzig ausgeschriebenen ersten Preis für das Projekt:

Jetzt bin ich mal dran.

Es ist gefüllt mit Ideen und Aktionen für die Geschwister der krebskranken Kinder.

Es erleichtert die Abgründe, die sich diesen Kindern schon so früh auftun.

Der Psychologe und Erlebnistherapeut heißt Florian Schepper, geschrieben wurde über ihn von Martina Frenzel unter dem Titel Bayerische Lust auf Leipziger Lerchen im SachsenSonntag vom 3. April 2011, S. 4.

 

 

 



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