
Meine Begeisterung für Kunst bekam heute einen erneuten Schub:
Denn beim Anblick von Kunst, die man als schön empfindet, lassen sogar Schmerzen nach, so dass man auf Gelonida oder andere Schmerzmittel verzichten oder sie zumindest reduzieren kann. Und es reicht, Schönheit im Kunstkatalog anzusehen, im Bildband oder im Internet.
Die Schmerzen wurden im Test mittels eines kurzen Laserimpulses ausgelöst. Bei hässlicher Kunst passierte nichts, bei schöner verringerte sich das Schmerzempfinden um ein komplettes Drittel. Und bei jedem berücksichtigte der Schmerz oder der nicht mehr vorhandene Schmerz den persönlichen Geschmack. Wer etwa Der Schrei von Edvard Munch noch schön fand, verlor seine Schmerzen deutlich, wer nicht, musste sie aushalten und sich möglichst an etwas anderem ergötzen.
Als beste Schmerzmittel bei den meisten Testpersonen taten sich Sternennacht von van Gogh und Geburt der Venus von Botticelli hervor.
In der Vorweihnachtszeit, in der Geschenke eine so große Rolle spielen, stelle ich mir deshalb gern vor, was Kunst, wenn sie das Wunder der Schmerzbekämpfung vollbringen kann, darüber hinaus noch alles bisher Unentdeckte vermag.
Das schöne Foto oben zeigt eine Straßeninstallation von Mark Jenkins in Malmö – Kunst, die mich persönlich neben vieler anderer besonders in ihren Bann zieht, wohl weil sie Schönheit und Sinnbildlichkeit vereint, mich ins Nachdenken bringt und mir zu ganz neuen Blickwinkeln verhilft. Den Forschungsbericht las ich am Nachmittag (und probiere das Wissen daraus im Moment gleich gegen Viren), in Psychologie heute, Februar 2009, S. 59.
Samstag, den 19.12.2009
Tags: "Mark Jenkins", "van Gogh", Botticelli, Kunst, Munch, Schmerzmittel, Schönheit