Monatsarchiv für September 2009

Ledersofa Stockholm mit Sesseln

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Vor längerer Zeit titelte die Berliner Zeitung “Das Sofa ist das Auto der Frau”.

Das klingt interessant, aber ich glaube nicht, dass es tatsächlich noch stimmt. Zumindest holen die Männer bei der Wahl der Inneneinrichtung, wie die Frauen bei der Wahl des Autos, in Riesenschritten auf.

Ganze Küchen, z. B. von Bulthaupt, werden inzwischen nur für die speziellen Wünsche der Männer und ganz nach ihrem Geschmack entworfen, wie ich am 22. August unter dem Titel “Sofa männlich, Sofa weiblich” beschrieb.

Nach meiner Erfahrung nehmen die Männer immer selbstverständlicher und stilsicherer an diesem Teil von “Selbstverwirklichung” teil, die sich in der ganz individuellen Gestaltung der eigenen vier Wänden vollzieht und eine “konkrete Konsumentensehnsucht” darstellt, wie der bekannte Trendforscher Peter Wippermann in einer Studie herausfand.

Und je schärfer der Wind außerhalb der eigenen vier Wände weht, wie derzeit wieder, desto schöner muss es für Mann und Frau zu Hause sein. Denn in rauhen Zeiten ziehen sich alle gern in die Geborgenheit und in vertraute Räume zurück, verbringen viel Zeit in der eigenen Wohnung. Und am liebsten sitzen sie dann allein oder im Gespräch mit anderen auf der Couch, die gleichzeitig bequem und eine Augenweide sein soll – wie beispielsweise das Modell “Stockholm”.

Quellen: Den Artikel in der Berliner Zeitung verfasste Carmen Böker.

Mittwoch, den 30.09.2009

Stockholm 03, 25.5.09

Ein Kommentar

Im Raum mit Julia Staszak und Christoph Bannat

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Mich zog die Kunst von Frau Staszak sofort in ihren Bann, als ich sie im Juni, auf der großen Ausstellung im “Leipziger Kunstviertel”, zum 125. Geburtstags der Leipziger Spinnerei, zum ersten Mal sah.

Und ich war zugleich irritiert. Denn ich sah Kunst, die sich nicht mit einem Werk bis zum Rahmen begnügt, sondern darüber hinausgeht, den ganzen Raum ergreift, gestaltet, verfremdet, Beziehungen in ihm herstellt, damit verblüfft, ja die gewohnte Sicht und bisher gemachte Erfahrungen durcheinanderwirbelt.

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Frau Staszak richtet Wohnungen ein, “inszeniert soziale Interieurs”, die mich durch ihr “Beziehungsgeflecht zwischen den “Einrichtungsgegenständen”, in dem auch Bilder anderer Künstler Platz haben, immer weiter beschäftigen, einfach nicht mehr loslassen.

Noch bis zum 10. Oktober kann in Berlin bei Stedefreund die derzeitige Ausstellung von ihr und Christoph Bannat besucht werden.

Christoph Bannat muss ich selbst erst noch entdecken. Seine Kunst begegnete mir bisher leider noch nicht. Die Wandzeichnungen von ihm sollen den Eindruck vermitteln, als würde er “ausräumen” und müssen aufregend sein. Ich bin ungeheuer gespannt …

Quellen: Ich danke Frau Staszak herzlich, die mir auf meine Bitte hin Fotos ihrer Werke zur Verfügung stellte. Frau im Regal und Lob dem Samstagsmarkt fotografierte Werner Hannappel, Raum für Kunst Frau Staszak selbst. Die gelungenen Beschreibungen in Anführungszeichen fand ich im Kunst-Blog.com.

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Dienstag, den 29.9.2009

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Kleine Philosophie für den Alltag?

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“Weise Lebensführung gelingt keinem durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll”, hinterließ Seneca der Nachwelt.

Ist es nicht tröstlich, dass alle sich in Lebenskunst üben, dass keiner sie ein für allemal beherrscht – auch wenn es manchmal so scheint?

Das Foto fand ich bei Slanted.

Montag, den 28.9.2009

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Besondere Formen und Farben

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“Das Licht ist ein Symbol des Lebens und der Freude”, schrieb schon Balzac.

Wenn es aus so schönen Lampen, in einen so schönen Raum fällt, bleibt es kein Symbol, beleuchtet nicht nur ein stilvolles Zimmer, sondern erleuchtet und erwärmt auch die Menschen, die es betreten, die es sehen …

Die Londoner Stylistin Abigail Ahern verwendete diese einladenden Farben und Formen, die Lust machen, viel mehr zu sehen.

Ich stieß beim Stöbern im 1richtungsblog auf sie.

Das Zitat stammt aus “Der Ehevertrag” von Honoré de Balzac, Novellen. Berlin und Weimar 1972. Die menschliche Komödie. Band 5.

Sonntag, den 27.9.2009

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Weibliche Formen

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Welch ein Sessel!

Auch ein Designer ist nur ein Mensch und verführbar wie Gaetano Pesce.

Denn es ist wohl so: “… ein Weib ist allmächtig. Wehe dir, wenn sie mit schwachen Händen in die Räder deines Schicksals greift: zitternd wirst du zum Stillstand kommen …”

Quellen (Foto): Chairblog, (Zitat): Georg Weerth, “Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski”, aus Sämtliche Werke in fünf Bänden, Berlin 1957, vierter Band, S. 372.

Samstag, den 26.9.2009

Ein Kommentar

Ein Traum in Paris

HA_1 Weißes Bett, grüne Wände im Hotel Amour in Paris, im Stadtviertel Pigalle.

Nicht nur das Bett wurde von Künstlern und Designern gestaltet, sondern jedes einzelne Zimmer, jedes anders, jedes besonders einladend.

Paris, dieses Zimmer und gerade angetan mit dem “Poetenmantel” der Liebe – wer wünscht sich das nicht?

Eichendorffs schrieb über den “Poetenmantel” im “Aus dem Leben eines Taugenichts”: “Die Liebe – darüber sind nun alle Gelehrten einig – ist eine der couragiöstesten Eigenschaften des menschlichen Herzens, die Bastionen von Rang und Stand schmettert sie mit einem Feuerblicke danieder, die Welt ist ihr zu eng und die Ewigkeit zu kurz. Ja, sie ist eigentlich ein Poetenmantel, den jeder Phantast einmal in der kalten Welt umnimmt, um nach Arkadien auszuwandern.”

Auf das Foto, das sofort meine Sehnsucht nach Paris weckte, stieß ich bei NEEO.

Freitag, den 25.9.2009

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Ein Bett nur zum Anschauen?

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Es leuchtet in wechselnden Farben: blau, grün, gelb, rosa und hält wach – denkt man.

Aber nein, es soll sogar Schlaftabletten ersetzen, Schlaf fördern, sogenannte Luminotherapie betreiben.

Ob es diese Wirkung nach den ersten, Müdigkeit auslösenden Aufregungen auf Dauer tatsächlich hat, bleibt abzuwarten, denn “Schlaf ist ein scheuer Vogel” …”/Schwer zu fangen, zu halten, doch leicht zu morden …”, wusste Hermann Hesse schon in “Angst in der Nacht”.

Quelle (Foto): Gizmodo und Philippe Boulet, Zitat: Zitatenlexikon von Ursula Eichelberger, VEB Bibliographisches Institut Leipzig .  1983.

Donnerstag, den 24.9.2009

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Die süßesten Sofanutzer

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Für mich sind es nicht Hunde und Katzen, sondern die Kinder.

Letztere rückten heute in den Mittelpunkt meines Interesses, weil ich auf eine Karte mit einer indianischen Weisheit stieß, die mir zu denken gab und zugleich einleuchtete: “Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen.”

Und gleich danach las ich in einem Nachtrag zum Weltkindertag am vergangenenen Sonntag, dass, laut Unicef, jedem zweiten der rund 2,2 Milliarden Kinder sauberes Wasser, ausreichende Nahrung, medizinische Hilfe, ein Dach über dem Kopf oder gute Schulbildung fehlen.

Wie verhalten wir uns? Wohl nicht, als hätten wir die Erde nur geliehen.

Quelle des Fotos von einem früheren Weltkindertag in Köln bei Unicef.

Mittwoch, den 23.9.2009

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Im Kommen

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Mit iPhone oder iPod Musik hören, dabei auf einem weichen Hocker sitzen oder gleich auf einem bequemen und extravaganten Ledersofa liegen, das Verstärker und Lautsprecher in sich hat, ist der Traum von Michi Jung, einem südkoreanischen Designer, der in Italien arbeitet und das, was er jüngst entwarf, in London ausstellte.

Die Besucher konnten auf der dortigen Design-Messe erneut sehen und bestaunen, was menschlicher Ideenreichtum an Praktischem, aber oft auch Unglaublichem hervorbringen kann.

Heute allerdings, zu Beginn des UN-Klimagipfels in New York, frage ich mich, wird diese Gabe der Phantasie auch angesichts der Klimawandels groß genug sein, um zu verhindern, wovor US-Präsident Barack Obama zur Eröffnung eindrücklich warnte: einer “unumkehrbare(n) Katastrophe”.

Ich hoffe es!

Quellen (Foto): Engadget German und unplggd
(Zitat aus): Obama warnt vor “Katastrophe” durch Klimawandel bei Yahoo

Dienstag, den 22.9.2009

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Des einen Freud, des anderen Leid

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Schrecklich, unerträglich – äußern flüchtend die einen.

Wunderbare Details, gekonnte Vielfalt loben die anderen, bleiben stehen, versenken sich in die Gemälde und verlieren sich (fast?).

Für mich sind die übervollen Bilder von Charlie Roberts große Kunst, weil sie auf kleinstem Raum symbolhaft modernes Leben einfangen: erdrückendes Überangebot von allem. Manche gewöhnen sich daran, andere scheitern an ihm …

Auf diese Malerei stieß ich im Blog “diskursdisko”. Noch mehr Eindrückliches vom Künstler ist hier zu finden.

Montag, den 21.9.2009

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