Monatsarchiv für August 2009

Sich trennen als Chance

” Wie beim Blättern in alten Fotos sind mit Möbelstücken und Accessoires Erinnerungen verbunden”, betont die Berliner Innenarchitektin Britta Weißer und sagt weiter:

“Einrichtungsgegenstände, zu denen der Bewohner eine positive Beziehung hat, sind die Seele eines geschmackvoll eingerichteten Hauses. Betritt man einen solch berührenden Raum, steigt unwillkürlich das Wohlbefinden. Von allem anderen Ballast sollte man sich unsentimental befreien.”

So der Rat der Expertin. Ihn allerdings umzusetzen ist leichter gesagt als getan. Der “Ballast” scheint untrennbar mit einem verschmolzen …

Die Sätze von Britta Weißer fand ich in “Haus & Wohnung”, S. 96 – 99, 01/2008.

Montag, den 31.8.2009

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Am Rande

“Am Rande einer Wahrheit gibt es viel zu erkennen”, lautet ein uraltes Sprichwort.

Mit der Wahrheit, den Wahrheiten, am Rande lasse ich Sie und mich am Abend nach den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und dem Saarland besser allein …

Sonntag, den 30.8.2009

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Landtagswahl in drei Bundesländern und moderne Inneneinrichtung

Roboterschrank 29.8.09

Am Abend vor der Wahl im Saarland, in Thüringen und Sachsen stieß ich auf diesen Roboterschrank für das Kinderzimmer, der nach meinem Ermessen überrascht, den Geschmack der Kinder trifft, von Ideen zeugt, nützlich wie praktisch ist und in seiner einleuchtenden Form in die Zukunft weist. Das wünsche ich mir auch von der Politik!

Der Schrank wird vom schwedischen Hersteller Barnvanlight angeboten. Ich fand ihn im Blog engadget.com.

Roboterschrank Fortsetzung

Sonnabend, den 29.8.2009

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Sessel supermodern

Sessel und Couchgarnituren, gepolstert mit Polyätherdruckschaum und mit einem geschmeidigen exklusiven Full-Grain-Leder überzogen, sind in puncto Bequemlichkeit wohl kaum zu überbieten. Auch sehr gut designt gibt es sie.

Aber das große Aha, die große Überraschung erleben Ihre Gäste und Sie selbst wohl erst, wenn sich beispielsweise etwas in Ihrem Wohnzimmer befindet, das für die einen den Status eines modernen Kunstwerks besitzt, für die anderen vielleicht Krempel ist, auf jeden Fall aber die Gemüter erhitzt.

the-clutch-chair, 28.8.09

Ich fand “The Clutsch Chair” aus 10 000 Trinkhalmen im ignant blog.
Freitag, den 28.8.2009

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Nochmals zum Thema Schatz

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“Das Leben gleicht einem Buch: Toren durchblättern es flüchtig; der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß, dass er es nur einmal lesen kann.” Jean Paul.

Das Foto stammt von Sven Rohweder.

Donnerstag, den 27.8.2009

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Grauer Anzug, graues Sofa, grauer Alltag?

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Als “Déformation professionelle” wird die Neigung, beziehungsweise die Fasttragödie bezeichnet, dass Menschen so sehr mit ihrem Beruf verschmelzen, dass sie immer und überall, auch im Privaten, nur noch der Lehrer, der Verkäufer, der Arzt, der Polizist oder der Rechtsanwalt sind. Ihre berufliche Rolle lässt sie nicht mehr los, bestimmt sie, färbt auf ihr Leben, ihre Umgebung ab und überanstrengt sie auf Dauer, aber mit ihnen auch die  Menschen um sie herum.

Wer wegen der hohen Anforderungen im Beruf oder seiner Persönlichkeitsstruktur mit der Veranlagung, überall gern zu helfen, gefährdet ist, zu sehr in seiner Arbeit aufzugehen, muss unbedingt etwas dagegen tun, muss Farbe in sein Leben bringen, sich mit Freunden treffen, sich wieder einmal an seine Träume erinnern und etwas davon zu verwirklichen suchen, ein paar Tage verreisen, Alternatives tun, endlich wieder einmal er selbst sein.

Sonst überfordert er sich so stark, dass das Leben bald nur noch eintönig und grau wie sein Anzug oder sein Ledersofa im Wohnzimmer ist, er vielleicht sogar krank wird.

Das Foto stammt von Peter Kirchhoff.

Donnerstag, den 27.8.2009

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Leben immer wieder von vorn

“Das ganze Leben ist ein einziges Wiederanfangen”, schrieb Hugo von Hofmannsthal und will uns vor Resignation bewahren, indem er uns diese Tatsache – nicht immer leicht unter die Füße zu bekommen -, als völlig selbstverständlich, normal und unumgänglich darstellt – als etwas, mit dem wir gelassen leben können und sollten.

Dienstag, den 25.8.2009

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Ein goldener Turm als Schatz für den Schatz der Gesellschaft

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Er überraschte mich am meisten, als ich auf der Zugfahrt von Leipzig nach Berlin in Luckenwalde ausstieg und nicht wie sonst immer nur einfach durchfuhr.

Ich wollte mir in einem Sommer ohne Urlaub eine kurze Auszeit nehmen und mir dazu die Stadt mit ihren Kirchen ansehen. Doch als ich auf den großen Bahnhofsvorplatz trat, um mich an dem dort ausgehängten Stadtplan zu orientieren, stutzte ich und schaffte es, anders als geplant, erst viel später zu den Kirchen.

Denn vor mir stand ein riesiger, sehr gut sanierter Prachtbau, ein sofort als ehemaliges Bahnhofsgebäude erkennbares, langgestrecktes Bauwerk der wilhelminischen Ära. Ich empfand es nach dem Blick auf eine Reihe ziemlich heruntergekommener Bahnhöfe an der Strecke Leipzig – Berlin, über Lutherstadt Wittenberg, als einen Lichtblick, aber wäre wohl recht schnell weitergegangen, wenn nicht das goldene Ende dieses riesigen Hauses mit seiner eigenwilligen Architektur meine Blicke gefesselt und meine Aufmerksamkeit erregt hätte.

Dieser Turm oder Kubus, bis auf die Fenster rundum eingekleidet von schuppenartig angeordneten Goldschindeln, und etwas windschief erscheinend, machte mich neugierig. Ich musste ihn von außen und innen erkunden. Aber er war von außen gar nicht zugänglich.

Um hineinzukommen, lief ich am gesamten Bahnhofsgebäude nach vorn, las erst jetzt “Stadtbibliothek” über dem Eingang und ging hinein.

Ich kam in die großzügige Atmosphäre einer äußerst modernen Bibliothek ohne jede Platznot, mit überzeugender Inneneinrichtung, mit Café und freundlichen Angestellten, die mir meine Fragen beantworten konnten und mich gern den gesamten Komplex anschauen ließen. So erfuhr ich, dass diese Verknüpfung von ehemals verfallendem Alten und beeindruckendem Neuen möglich wurde durch das Urban-Förderprogramm der Europäischen Gemeinschaft.

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Im goldenen Anbau ist die Kinder- und Jugendbibliothek untergebracht. Die Innenräume im Erdgeschoss sind als Lese- und Spiellandschaft für die Kinder gestaltet. Durch die riesigen Fenster zum Bahnhofsplatz werden sie öffentlich und vermitteln den Eindruck, dass er insgesamt mit zur Verfügung steht.

In der ersten Etage befinden sich die loungeartig eingerichteten Räume für die Jugendlichen mit Zugang zu allen modernen Medien und schönen, jugendgemäßen Arbeitsplätzen – neben einladenden, den Geschmack junger Leute berücksichtigenden vielfältigen Ruhemöglichkeiten.

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Ich bin angetan von diesem goldenen Turm. Es ist offensichtlich: Er ist ein Schatz für den Schatz der Gesellschaft.

Montag, den 24.8.2009

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Heute auf Wunsch ein Gastbeitrag aus Österreich

Es geht in diesem Artikel um die Möglichkeiten beim Schaffen eines besonderen, ganz persönlichen Ambientes beim Wohnen. Schon öfter schrieb ich darüber und gab Tipps, wie und mit welchen Mitteln Atmosphäre in das eigene Zuhause gebracht werden kann.

Heute geht es um spezielle Textilien, die Wärme, Farbe, Abwechslung, beliebtes Dekor und vieles mehr in unsere Wohnungen bringen und manchmal auch zu einem großartigen Blickfang oder gar zu einer Liebeserklärung werden können. Aber lesen und sehen Sie unter dem Titel

“Heimtextilien zum Verlieben”  selbst:

“Findige Webereien bieten den anspruchsvollen Kunden tolle Ideen für die eigenen vier Wände: zum Beispiel abwaschbare Tischdecken in besonderem Design oder einfallsreich bestickte Handtücher.

Da diejenigen, die diese Produkte suchen, auch darüber informiert werden müssen, hat sich in Österreich eine Gruppe von Geschäftsleuten zum Betreiben eines Onlineshops mit diesen sehr individuellen, vielfältigen  Angeboten zusammengetan.

So hat der mögliche Kunde die Möglichkeit, sich umfassend über die  Tischdecken und anderen Erzeugnisse in allen Mustern und Farben zu informieren. Wenn ihm etwas besonders gefällt, kann er jederzeit, sogar rund um die Uhr, eine Bestellung aufgeben. Auch eine Spezialanfertigung kann über das Internet bestellt werden. Vielleicht wird ein besonderer Spruch, eine Liebeserklärung, ein Name, seine Initialen, ein paar Worte, die an ein besonderes Erlebnis erinnern oder das Firmenlogo auf einem Handtuch gewünscht.

Die Weberei bestickt dann nach den vom Kunden vorgegebenen digitalen Daten ganz persönlich und individuell.

Ein besticktes Handtuch ist beispielsweise auch eine gute Geschenksidee, denn mit einem solchen Geschenk kann man ohne großen zeitlichen Aufwand eine sehr persönliche Freude machen. Darüber hinaus ist es von praktischem Nutzen und steht oder liegt nicht, wie viele andere Geschenke, überflüssig in der Wohnung umher und verstopft sie nur.

Auch Firmen nutzen mit ihren Logos gern die Möglichkeit, bestickte Handtücher in diesen spezialisierten Webereien zu erwerben. Denn so kann Geschäftspartnern nicht nur eine kleine Freude bereitet, sondern auch besondere Aufmerksamkeit bezeugt und gleichzeitig für die gute Zusammenarbeit gedankt werden. Bei der Verwendung des bestickten Handtuchs im anderen Unternehmen werden auch die Mitarbeiter an die gut funktionierende Kooperation der Firmen zum gegenseitigen Vorteil denken – ob bewusst oder unbewusst.

Der Garten ist wohl darüber hinaus für jeden ein Ort besonderer Gemütlichkeit und des Wohlfühlens. Abwaschbare Tischdecken bieten für diesen Platz, an dem die Menschen sich gern aufhalten, die ideale Alternative zu herkömmlichem Tischschmuck, denn sie sind extrem pflegeleicht und ersparen dem Besitzer durch ihre Beschichtung viel überflüssige Arbeit. Daher werden abwaschbare Tischdecken auch oft und gern in der Gastronomie verwendet.

gedeckter tisch

Sonntag, den 23.8.2009

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Sofa männlich, Sofa weiblich

Uta Brandes, die erste und einzige Professorin für Design und Gender in Deutschland, weiß, dass im Design Geschlecht steckt und macht darauf aufmerksam.

Gender drückt das “soziale Geschlecht” von etwas aus. Es gibt diesen Begriff erst seit 1955 und er umschreibt, was in der jeweiligen Kultur als typisch für das eine oder andere Geschlecht gilt: So ist beispielsweise eine bequeme Couch für einen Mann etwas anderes als für eine Frau.

Für ihn ist sie, ebenso wie ein Bett, ein Ort zum Schlafen. Für sie ist sie das Zentrum ihrer Wohnung, ihres geschützten Raumes. – Er sieht diesen Einrichtungsgegenstand praktisch. Sie dagegen will ihn schmücken, um sich wohlzufühlen. Sie dekoriert die Sofagarnitur mit Kissen, hängt ein Sofabild über ihr auf, stattet die Umgebung mit einer Kerze, einer ausgefallenen Lampe, Blumen, Büchern, anderen schönen Dingen aus und will sie auch für viele Gelegenheiten wie Telefonieren, Lesen, Essen nutzen.

Der nicht aus der Welt zu schaffende biologische Unterschied gibt das Gebrauchsverhalten vor.

Männern und Frauen gefällt darüber hinaus auch jeweils verschiedenes Design besser. Ersteren beispielsweise ein Küchentisch, ohne Krimskrams wie eine “Werkbank”. Sie brauchen nicht viele Schubkästen, keinen Platz zum Verstauen, aber Platz zum Loslegen – wie in der für Männer entworfenen Bulthaupt-Küche. Frauen haben dagegen andere Wünsche und Wertigkeiten wie angenehme Farbe, warme Materialien, langlebige Schönheit von Interieur.

Vielleicht deshalb entwarf die Niederländerin Hella Jongerius eine schöne, aber unzerbrechliche Vase aus Gummi. Und Frauen denken wohl aus diesen Gründen in Momenten, in denen sich der Mann gerade für ein weißes Ledersofa begeistert, auch an die eventuellen künftigen Rotweinflecken, die den Glanz des Besonderen schnell auslöschen und überlegen, wägen ab, zögern dabei, es von jetzt auf gleich zu kaufen.

Die neue Wissenschaft ist sehr interessant und manches ist kaum zu glauben …

Ein Gespräch zwischen Frau Brandes und Melanie Longerich mit diesen Informationen fand ich in “Haus & Wohnung”, 12-08/ 1-09, S. 8 – 12.

Sonnabend, den 22.8.2009

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