Monatsarchiv für Mai 2009

Lebenskünstler

Sind Sie einer?

Schaffen Sie es, aus jeder Situation das Beste zu machen? Steht Ihnen dafür “eine ganze Milchstraße von Einfällen” zur Verfügung? Das heißt, finden Sie für alles, was Ihnen missfällt oder schief läuft, einen Weg, auf dem Sie keine Zeit und Kraft mit Jammern und unnötigen Erklärungen vertun, sondern mit Einsatz nach neuen Möglichkeiten suchen und sie erschließen?

Ich wünsche es Ihnen!

Dann gibt es auch bei Ihnen kein schlechtes Wetter mehr, sondern nur noch leicht austauschbares, miserables Schuhwerk und problemlos ersetzbare, undichte Regenmäntel. Oder noch besser: Themen, an die es Sie wie an Haaren zieht, werden, wenn Sie sich mit ihnen befassen, zu Fenstern und Türen in eine unerwartet interessante und bereichernde Welt.

Was ich Ihnen schreibe, musste ich mir heute alles selbst vergegenwärtigen, bis ich bereit war, mich trotz des Feiertages mit HTML, der Hypertext Markup Language und plattformunabhängigen Dokumentbeschreibungssprache im World Wide Web zu befassen, um richtige und umfassende Quellenangaben machen zu können.

Viel lieber hätte ich mich mit deutscher Sprache und Literatur beschäftigt, also mit Schöngeistigem. Aber ich habe jetzt ein sehr gutes und schönes Gefühl, (wohl ein besseres als nach dem Lesen des spannenden Romans “Mann und Frau” von Zeruya Shalev, den ich zu Ende lesen wollte), nachdem ich mich anfangs eher wider Willen mit der trockenen Dokumentbeschreibungssprache auseinandersetzte, einiges davon begriff, umsetzen konnte und dabei eben auch mich selbst besiegte und meine zu engen Auffassungen davon, was sich lohne und für mich interessant sei.

Das Zitat stammt aus dem gleichnamigen Buch mit Aphorismen von Lichtenberg bis Raabe, erschienen bei Hinstorff Rostock 1979.

Sonntag, den 31.5.2009

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Pfingsten alternativ

Nehmen Sie Abstand vom Alltag, wie auch immer er aussehen mag! Kehren Sie ihm den Rücken. Es ist Feiertag – der Geburtstag der Kirche.

Das Foto zum modernen Lebensstil, zum Nachdenken und Debattieren fand ich bei: Roland Mösl

Pfingstsonnabend 2009

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Staumeldungen und vergebliche Eile

Eben hörte ich im Fernsehen die üblichen vorpfingstlichen Staumeldungen Richtung Salzburg, Italien sowie Richtung Nord- und Ostsee und sah die entsprechenden Autoschlangen dazu.

Ich musste dabei an eine Humoreske aus der Kindheit denken. Mir wurde darin von einem Autofahrer in einem “tollen Schlitten” erzählt, der auf der Landstraße gen Salzburg raste und irgendwann quietschend neben einem Fußgänger zum Stehen kam.

“Ist es hier richtig zu Mozarts Haus?” schrie er durch das schnell heruntergelassene Fenster.

“Ja, aber Sie können langsam fahren, brauchen wirklich nicht zu hetzen, denn er ist schon gestorben”, entgegnete der Fußgänger.

Ich wünsche Ihnen ein schönes und frohes Pfingstfest ohne Stau und jede Eile!

Freitag, den 29.5.2009

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Die Sofalandschaft

Wenn Sie sich ein großes Sofa wünschen, vielleicht eine riesige Eckcouch, reicht es nicht, lediglich im Wohnzimmer auszumessen, wieviel Platz es oder sie günstigstenfalls einnehmen kann oder notwendigerweise darf. Denken Sie auch an die Türen zu diesem Raum und den Transport durch das eventuell verwinkelte, enge Treppenhaus!

Sicher, es geht kaum etwas über eine riesige und bequeme Sitzgelegenheit, aber bei manchen Wünschen muss man sich entscheiden, ob ihre Erfüllung so wichtig ist, dass man auch noch das Geld für einen Außenlift einer Speditionsfirma aufbringen will, die es, wie bei einem Umzug, über das Fenster in Ihr Zuhause bringt oder ob man stattdessen doch lieber eine kleinere Ausführung nimmt.

Bei der Wohnlandschaft handelt es sich um das Modell “Boston” aus unserem Shop

Donnerstag, den 28.5.2009

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Eine Pflanze als Blickfang?

Pflanzen können einiges. Sie bringen lebendige Schönheit in Ihre Wohnung, aber tun auch etwas für Ihre Gesundheit. Sie beseitigen die zu trockene, für die Schleimhäute schädliche Luft, indem sie Wasserdampf abgeben und sie vermindern die Schadstoffmenge im Zimmer.

Pflanzen, die besonders viel Wasser in die Raumluft bringen, sind folgende: Glanzkölbchen, Papyrus, Banane, Zimmerlinde, Nestfarn, Schraubenbaum, Schwertfarn, Hibiscus, Zimmer- und Strahlenaralie ebenso wie alle anderen Tropenpflanzen mit sehr fleischigen, dicken Blättern.

Als Schadstoffkiller nehmen es die bezaubernden, grünen Mitbewohner mit den Raumgiften Formaldehyd auf, das von Spanplatten und Isolierschäumen abgegeben wird, außerdem mit Nikotin, ebenso mit Trichlorethylen aus Klebern und Lacken und nicht zuletzt mit Benzol, das gern aus Tinten, Kunstfasern und Tabakrauch entströmt.

Aloe, die echte, gilt schon fast als Wunderpflanze, denn sie soll, sogar laut NASA- Forschungsergebenissen, Formaldehyd bis zu 90 % abbauen. Allerdings eigenen sich für die Luftreinigung auch Gerbera, Efeu, Drachenbaum, Philodendron, Bogenhanf, Bergpalme, Grünlilie, Goldfruchtpalme, Birkenfeige, Einblatt, Chrysantheme, Efeutute und Kolbenfaden.

Diese wichtige Zusammenstellung der Wirkungen von Pflanzen fand ich bei Simone Lenz, in “Mit allen Sinnen wohnen”, erschienen im Tosa Verlag Wien, siehe bitte auch Eintrag und Link vom 17.5.2009.

Mittwoch, den 27.5.2009

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Wenn Sie ein neues Sofa kaufen wollen

kommt es zuerst auf Ihren Geschmack an. Er wird darüber entscheiden, was nach der üblichen Bestellzeit, die 8 bis 12 Wochen dauert, in Ihrem Wohnzimmer stehen wird.

Über die mögliche Form bestimmt auch die Größe des Raumes, denn nicht jede Wohnung hat ausreichend Platz für die aktuellen Sofamodule und Wohnlandschaften, die derzeit viel mehr gewünscht werden als Sofas mit Sesseln.

Sie werden weiterhin zwischen vielen Farben und Bezugsvarianten auswählen und Ihren Stil finden müssen. Oft wird gerade die Kraft der Farbe und ihre Wirkung unterschätzt, wenn eine große Sofagarnitur zum Zentrum des Raumes wird.

Je größer Ihre moderne Entspannungsinsel werden soll, desto mehr ist es notwendig, die Farben gut abzustimmen.

Das Modell “Portofino” mit unterschiedlichen Farbwirkungen, durch unterschiedliche Umgebung, sehen Sie hier im Beispiel. Sie können diese Ledercouch in über 20 Farben in unserem Shop finden, wenn Sie oben rechts auf die Schaltfläche klicken.

Dienstag, den 26.5.2009

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Farbe und Licht

Für Forschungsergebnisse zu diesem Thema gab es sogar einen Nobelpreis – 1903. Nils Finsen wies damals nach, dass Farbe in Form von Strahlen auf den Menschen trifft und ihn entsprechend dieser erhaltenen Energie reagieren lässt. Wenn die Farbe Grün also beruhigt, bildet sich das niemand ein. Es liegt an den Schwingungen dieser Farbe.

Zu einer Farbe gehören viele Farbtöne. Sie wirken in einem bunten Umfeld jedoch verschieden, was es manchmal etwas schwierig macht. Denn der sogenannte “Simultankontrast” führt uns hinters Licht. So wirkt beispielsweise Farbiges vor einem schwarzen Hintergrund feuriger, aber erscheint dafür mehr im Hintergrund, um nur eine Sinnestäuschung von vielen möglichen anzuführen.

Ich schreibe heute bewusst zu dem Thema, weil Farben, von denen es 16, 7 Millionen geben soll, schon auf zwei Computerschirmen unterschiedlich aussehen können. – Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollen, weil schon Farbnuancen die Harmonie in Ihrem Wohnzimmer stören könnten, bitten Sie uns vor dem Kauf Ihrer neuen Eck-, Rundcouch oder Ihres Sofas mit Sesseln, in unserem Ledersofa Onlineshop, um Lederproben, die wir Ihnen gegen Kaution gern zuschicken.

Mein Fachwissen zum “Simultankontrast” usw. erwarb ich bei Ingrid Crüger, die im Internet einen eindrücklichen und anschaulichen Artikel zum Thema Farbe schrieb, den Sie auf http://www.ipsi.fraunhofer.de/~crueger/farbe/farb-sim3.html
aufrufen können.

Montag, den 25.5.09

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Muster auf Möbeln und Tapeten

Mit Tapeten kann man leicht zaubern. Selbst die ausgefallensten Muster lassen sich mit ihnen unkompliziert an die Wände bringen. Und es gibt diese “Wunderpapiere” nicht nur aus Papier, sondern aus den verschiedensten natürlichen und synthetischen Materialien – sogar als Grastapete. Es gibt sie auch in allen denkbaren Farben, einfachen und verrückten Mustern sowie Strukturen für jeden Geschmack. Dabei sind viele von ihnen wesentlich langlebiger als früher oder schon von vorn herein abwaschbar, wie beispielsweise Vinyltapeten.

Neulich sah ich in einer Wohnung eine cremefarbene Couch mit hellbraunen Karos – vor einer cremefarbenen Wand mit hellbraunen Tupfen. Diese Kombination ließ meine Schritte beim ersten Sehen ins Stocken geraten, denn ich war bisher überzeugt davon, dass Kariertes und Gepunktetes nicht zusammenpassen, hätte selbst so etwas nicht zusammengebracht. Aber dieses Arrangement wirkte sehr vornehm und sehr interessant in seinen zurückhaltenden Farben.

Sehr repräsentativ wirken auch breite Streifen. Sie strecken die Räume und beeindrucken besonders, wenn sie oben in eine passende quergestreifte Borte, in denselben Farben, münden. Metallische Streifen reflektieren außerdem Licht und machen lichtarme Zimmer heller.

In sehr moderner Einrichtung wirken strukturierte Tapeten mit kleinen kräftigen Mustern gut, beispielsweise Blattmotive, die die Farbe des Fußbodens oder der nüchternen Möbel aufnehmen.

Kräftige oder große Muster beanspruchen viel Aufmerksamkeit. Mit ihnen lässt sich gut etwas betonen wie eine architektonische Besonderheit oder eine ererbte Antiquität. Letztere wirkt auch sehr gut vor historischen Tapetenmustern, wie unzähligen kleinen Lorbeerkränzen, auf hellgrünem Grund.

Sonntag, den 24.5.2009

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Traumsofa und “Blogosphäre”

Gestern schrieb ich den 150. kurzen Beitrag für das Blog, hatte sozusagen ein Jubiläum.

Ich wundere mich selbst über die inzwischen zusammengekommene hohe Zahl von Kurzartikeln für das “Logbuch” im “World Wide Web” und staune besonders, weil ich bis zum Herbst letzten Jahres noch nichts davon gehört hatte, dass es die Möglichkeit gibt, über das “Weblog” zu kommunizieren und Öffentlichkeit zu schaffen.

Kurze Zeit nach der Information darüber begann ich mit dem Schreiben, um potentiellen Interessenten von Ledersofas und Couchgarnituren nicht nur beziehungslos Artikel im Onlineshop zu präsentieren, wie einen Kloß ohne Soße, sondern versuchte es mit einer möglichst schmackhaften Soße und gesundem Gemüse dazu, an manchen Tagen auch mit einer zusätzlichen appetitanregenden Vorspeise oder einem süßen Dessert.

Wie ein Koch, der am Anfang seines Experimentierens und Lernens steht, fühlte ich mich dabei oft, denn ich war mir sehr unsicher, was ich überhaupt kochen sollte und wie. Oft hätte ich das fertige Gericht gern in den Biomüll gekippt, weil es viel besser schmecken sollte, als es schmeckte. Aber es war keine Zeit, neu zu kochen.

In einem Unternehmen gibt es viel zu tun. Oft scheint es, als ob am Abend beim besten Willen keine Zeit mehr bliebe, noch etwas für das Blog zu schreiben. – Um so mehr freut es mich dann, wenn mir jemand schreibt, er habe in meinem Ledercouch Onlineshop sein Traumsofa gefunden oder mich mit dem Kommentar “Weiter so!” zum Weitermachen motiviert.

Sonnabend, den 23.5.2009

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Auf der grünen Ledercouch (7)

Ich fühle mich, während ich sie unwillig mit diesen Sätzen bombardiere, um Jahre zurückversetzt. Wir waren 16 damals, gingen in die zehnte Klasse. Ich war dem Alter gemäß noch zu viel Unsinn aufgelegt, voller Übermut, mit überschüssiger Kraft ausgestattet, war großspurig und ungelenkig, aber wurde von ihr angezogen. Ich neckte sie, zog sie wegen ihrer Ernsthaftigkeit auf und machte mich ein bisschen lustig darüber, dass sie Zeit mit Kochen und Backen verbrachte, so häuslich war, statt ihre Jugend zu feiern und freute mich zugleich an ihren blauen Augen, ihrer Energie, dem wachen Geist, ihrer Entrüstung über jeden Missstand und ihrer Bereitschaft, ihren Einfällen, ihn abzuändern, aber auch an ihren unergründlichen Anwandlungen, die sie manchmal überfielen.

Und ich steckte voller Pläne für mein Leben und das von anderen, war überzeugt davon, dass man das meiste verändern müsse und fast alles machbar sei, dachte, Hürden seien nur dazu da, sie beiseite zu räumen. Erfahrungen, wie Bianca sie machte und von denen ich nichts erfuhr, waren mir fremd. Ohnmacht und Zwänge kannte ich nicht, nur Unbekümmertheit.

Aber so viel Vertrauen hatte sie nicht, mir etwas zu erzählen, mir zu erklären, warum sie lebte, wie sie lebte, warum sie wischte, Ordnung hielt und kochte wie eine Mutter, warum sie tat, was sie nach meiner Überzeugung zwanzig Jahre später sowieso tun müsste und dabei oft zu brav, manchmal auch verkrampft wirkte. Sie redete nicht darüber, nicht einmal, um irgendwann meine gelegentlichen Hänseleien zu beenden.

Auch über andere sprach sich nicht herum, dass sie erwachsener war, dass das Leben ihr mehr von sich preisgab als uns anderen gegenüber, dass sie so leben musste. Denn ihre Mutter war krank, hatte Krebs, der Körper und Kraft allmählich auffraß und sie, Bianca war die einzige Tochter, die gemeinsam mit dem Vater der Mutter das Krankenhaus ersparte.

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