Monatsarchiv für April 2009

Auf der grünen Ledercouch (2)

Ich frage mich, ob ich die “richtigen” Augen und Ohren habe, wenn mir gegenüber, im grünen Ledersessel hinter dem weißen Couchtisch, spätabends, bei verschlossenen Türen, mit einem Mal der oder jene sitzt, die Stille unterbricht, mir Fragen stellt und mich dazu bringt, mein Buch aus der Hand zu legen, um mich in ein Gespräch zu verwickeln.

Zuletzt saß außerhalb des Lichtkegels meiner Leselampe eine Schulfreundin im Sessel. Ich erkannte sie gleich, obwohl es sechs oder sieben Jahre her sein musste, dass ich sie zuletzt gesehen hatte. Sie, Bianca, hatte ihre blonden Haare wie damals, als wir uns noch regelmäßig sahen, zu einem Schwanz zusammengebunden, saß aber im Gegensatz zu früher, wo sie immer etwas überkorrekt und angespannt wirkte, sehr locker und entspannt, mit angezogenen Beinen im weichen Leder und machte den Eindruck, als hätte sie schon mehr als ein Glas vom nichtvorhandenen Rotwein getrunken.

Ich war doppelt überrascht, sie zu sehen, denn ich hatte ihr, bevor sie sich in Schweigen gehüllt und nicht mehr gemeldet hatte, eine Bürostelle in meinem Unternehmen angeboten.
Sie war darauf eingegangen, schien sehr interessiert, hatte ein paar Mal hospitiert, war mit dem dann geplanten Arbeitsvertrag einverstanden, aber plötzlich nicht mehr erreichbar.

Donnerstag, dn 30.4.2009

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Auf der grünen Ledercouch

Wenn ich mich abends mit einer weichen, karierten Decke auf mein großes, bequemes Ledersofa lege, weder den Fernseher noch das Radio oder irgendeinen Player anschalte, weil ich in aller Ruhe noch ein bißchen lesen möchte oder manchmal auch muss, bekomme ich neuerdings hin und wieder Besuch.

Nur als es zum ersten Mal passierte, erschrak ich und war verwundert darüber. Dann, beim Grübeln darüber, fielen mir andere, nicht einfach zu verstehende Geschichten ein, bei denen man zunächst der Meinung sein konnte, dass manches nicht mit rechten Dingen zuginge und das beruhigte mich angesichts meiner Erlebnisse ein wenig.

Ich erinnere mich beispielsweise an einen mächtigen, üppig belaubten Baum etwas außerhalb des polnischen Städtchens Kielce, aus dem “an manchen Tagen ein Weinen wie von Kinderstimmen vernehmbar sein (sollte), wenn der Wind hineinfährt, Schreien und Wimmern, Seufzen, das in schnarrenden Geräuschen, in atemloser Stille endigt.” Ich hatte bei Günter Kunert davon gelesen.

Sogar ein deutscher Wissenschaftler war beauftragt worden, die Angelegenheit restlos aufzuklären. Er hatte das Phänomen aber nicht objektivieren können, weil er wohl nicht die “richtigen Ohren” hatte, wie man im Städtchen wusste. Denn “Nicht jeder, sagt man in Kielce, hat auch die richtigen Ohren, um zu hören, was in dem zitternden Gezweig laut wird.”

Ich erzähle morgen weiter …

Zitiert aus Günter Kunert “Der polnische Baum” in “Kramen in Fächern”, erschienen im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar 1968.

Mittwoch, den 29.4.2009

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“Nur Design, das eine Seele hat,

wird … überleben. Nur Objekte, die mit den Menschen in einen vielfältigen Dialog treten können, haben eine Zukunft.”

Das ist die Überzeugung eines der großen italienischen Designer des 20. Jahrhunderts, Alessandro Mendini. – Besser kann man wohl nicht ausdrücken, was zum Thema “Design” zu sagen ist.

Das Zitat stammt aus dem Buch “Italienisches Design” von Eva Karcher und Manuela von Perfall, erschienen im Wilhelm Heyne Verlag München.

Dienstag, den 28.4.2009

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Ledercouch auf der Wunschliste ganz oben

Einigeln ist in. Die Bundesbürger ziehen sich ins Private zurück und wünschen sich dabei ein helles, am besten weißes Sofa. Ein Sofahersteller hat dafür sogar eine leicht spöttische Erklärung, sieht die weiße Sofagarnitur für den einzelnen als besten und zugleich bequemen Ausgleich zu den düsteren Wolken unserer Zeit.

Andere erkennen die Tendenz zur neuen Gemütlichkeit als eine normale, gesunde Gegenbewegung zur hektischen, unüberschaubarer werdenden Welt und sehen in ihr einen Sieg der Emotionen über kalte Sachlichkeit.

Folgerichtig plant laut neuestem Konsumklima-Index ein Fünftel der Befragten den Kauf von neuen Möbeln, die Hälfte davon für das Wohnzimmer. Wiederum ein Fünftel der Betreffenden ist bereit, dafür einen Kredit aufzunehmen.

Es soll eben schön sein zu Hause, modern und bei vielen im Wohnzimmer auch repräsentativ.

Zur oben abgebildeten weißen Sofagarnitur “Amalfi” werden Sie weitergeleitet, wenn Sie oben rechts auf die Schaltfläche vom Shop klicken.

Montag, den 27.4.2009

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Nur drei Kuriositäten der Möbelmesse in Mailand

1. Ausgefallene Ansichten liefern die “ironischen” Lampen. Sie zeigen sich als Lampen hinter Vogelkäfig-Gittern oder Lampen mit Nietenständern.

2. Der neue Riesentisch für Großfamilien wird aus dem neuseeländischen Kauri-Baum hergestellt. Dieser besondere Baum wird 50 Meter hoch und erreicht einen Durchmesser von bis zu 4 Metern. Entsprechend groß ist die neue Naturholztafel bestellbar.

3. In einer Ausstellung parallel zur Messe, im Designmuseum, stellt der Japaner Kosuke Tsumura seine Kunst aus. Er schuf futuristische, lebensgroße Figuren mit weißen Minikleidern und gewaltigen mehrschichtigen Kopfaufbauten in so etwas wie Spitzenlook, die in eine kühle, fremde Welt führen. Neu sind nicht nur die Formen, sondern auch das dazu verwendete Material, ein Kunstfaserstoff. Er behält beim Abkühlen jede beliebige Form, in die er zuvor beim Erhitzen gebracht wurde.

Sonntag, den 26.4.2009

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Ein Sofa, das polarisiert

Es ist derzeit auf der Möbelmesse in Mailand zu sehen: ein schlichtes nüchternes Sofa im Bauhausstil, das geschmückt wird von einer nackten Frau als Rückenlehne.

Der Mailänder Architekt Fabio Novembre, der diese Chaiselongue “Divina” entwarf, hält sie selbst für eine Kombination, einen Mix der Entwürfe von Mies van der Rohe und Henry Moore, sieht sich aber voll und ganz in der Tradition der Kunstgeschichte. Die Frau, als ein “göttliche(s) Wesen”, auf einem Sofa oder einem Bett war über Jahrhunderte ein klassisches Motiv, das die Künstler inspirierte.

Er selbst fühlt “diese klassische Liebe zu Frauen auf ähnlich intensive Art”, hat aus dieser Leidenschaft heraus ein ergonomisch stimmiges, relativ bequemes Sofa geschaffen und erhitzt die Gemüter mit seinem “Cocktail, an dem die Menschen Spaß haben sollen”.

Da Fabio Novembre nicht nur expressionistisch, sondern zugleich auch sehr talentiert ist, kommt keiner an ihm vorbei. Und er ist bei seinem Erfolg und Bekanntheitsgrad bescheiden und verweist dankbar auf die “Helden des historischen italienischen Designs”, die ihm erlaubten, “auf ihre Schultern zu steigen”. Er nimmt damit Bezug auf einen Satz von Isaak Newton, der einmal sagte: “Ich konnte so weit sehen, weil ich auf den Schultern von Giganten stand.”

Zitiert aus Norman Kietzmann: Fabio Novembre unter www.designlines.de/im_gespraech/Fabio-Novembre_276637.html

Sonnabend, den 25.4.2009

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Mailänder Möbelmesse setzt neue Trends

Auf 200 000 qm Ausstellungsfläche kann sich, wer will, noch bis zum 27. April in Mailand die Füße wund laufen, um zu sehen, was etwa 2 500 Aussteller an Möbeln und Lampen aller Art zu zeigen haben.

An der Spitze dessen, was gewünscht wird, stehen derzeit nach Auskunft der Experten Sofas und Stühle mit hohem Sitzkomfort, also Sitzmöbel, auf denen man es sich richtig gemütlich machen kann.

Als ganz neuer Trend zeichnet sich außerdem ab, dass die Kunden zumindest die Stühle zugleich für drinnen und draußen wünschen: Die neuen Sitzgelegenheiten müssen wohnlich und schön sein, aber ein Regenguss darf ihnen nichts anhaben, wenn sie zuletzt nicht im Wohnzimmer, sondern auf der Terrasse genutzt und im Freien stehen gelassen wurden. Und das Draußensitzen soll nicht mehr spartanisch wie bisher, sondern ebenso bequem wie im Wohnzimmer sein.

So wurde beispielsweise über den langen Zeitraum von 4 Jahren der Universalstuhl “Vegetal” entwickelt, bei dem es gelang, faserverstärktes Polyamid mit einer organischen Struktur zu verbinden und damit alle diese gewünschten Eigenschaften zu erreichen.

Freitag, den 24.04.2009

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Ein Bad für Teppiche und Möbel

Nur für ein paar Tage war ich Ende September/ Anfang Oktober letzten Jahres zum Entspannen an die Ostsee gefahren, um auf einer Insel zur Ruhe zu kommen. Da die meisten Urlauber um diese Jahreszeit schon wieder abgereist waren, traf ich auf gute Voraussetzungen dafür, dass mein Wunsch nach Abgeschiedenheit und ungestörtem Erleben der Natur in Erfüllung gehen könnte, viel bessere als im Sommer.

Mein Handy hatte ich nur für den Notfall mitgenommen und alle Verwandten und Bekannten darum gebeten, mir Einsamkeit zu gönnen statt allgegenwärtiger Klingeltöne.

Aber dann kam er, dieser Anruf, mit dem ich nicht gerechnet hatte: Zu Hause, zwei Etagen über meiner Wohnung, war es zu einem Wasserschaden größeren Ausmaßes gekommen. Hinter den Fliesen im Bad war etwas kaputtgegangen, als keiner zu Hause war, der es hätte sofort bemerken können. So stürzten regelrechte Wassermassen nach unten und zwangen Teppiche und Möbel gleich in mehreren Etagen zum Baden.

Es folgten Wochen voller Nässe und Geruchsbeeinträchtigung mit viel Aufregung, mit Zeitverlust durch Begehungen und Schadensbegutachtungen, mit manchmal unerträglicher Lärmbelästigung durch Tag und Nacht laufende Trocknungsgeräte und anschließend nochmals nicht enden wollenden Einschränkungen der Wohnqualität durch laufende Handwerkerarbeiten.

Aber das Glück im Unglück war: Der Hauseigentümer hatte eine Gebäudeversicherung und ich eine Hausratversicherung. Der Versicherer des Hausbesitzers bezahlte alle von diesem in Auftrag gegebenen notwendigen Sanierungsarbeiten und entschädigte auch die Mieter für ihren Ärger und Verdruss. Und mein Hausratversicherer kam schließlich für alle persönlichen Schäden an muffigen, gewellten Teppichen und den Möbeln auf, die ihr Furnier verloren hatten oder aufgequollen waren.


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Eine elegante Sofagarnitur aus edlem Nappaleder

Nappaleder ist heute kein geschützter Begriff mehr, aber schon ein zuverlässiger Sammelbegriff für alle besonders geschmeidigen Glattleder, die zugleich eine ausgesprochen hohe Qualität haben.

Wenn Sie bei uns eine Couchgarnitur aus Nappaleder bestellen, verwendet unser Hersteller dafür ein pigmentiertes, weiches Glattleder. Die Pigmentierung entsteht durch eine zusätzliche Bearbeitung, die Zurichtung, die das Rindsleder bei Erhalt der Geschmeidigkeit strapazierfähiger, schmutzabweisender, fleckunempfindlicher und wasserabweisender gemacht.

Um das zu erreichen, wird auf das vorgefärbte Leder eine weitere deckende Farbschicht aus Pigmenten und Bindemitteln aufgetragen, die dann nochmals mit so etwas wie einem Klarlack, dem Top Coat, versiegelt wird, der Griff und Glanzgrad bestimmt und vor Abfärbung und Abrieb schützt.

Das von unserem Hersteller verarbeitete Nappaleder hat eine Stärke von 1,2 bis 1, 4 mm, ist etwas wirklich Besonderes und auch auf Grund seines sehr guten Preis-Leistungsverhältnisses sehr zu empfehlen, ist aber vor allem dort ausdrücklich geeignet bzw. fast unverzichtbar, wo es wie z. B. in Familien mit Kindern sehr beansprucht wird und unempfindlich sein muss, aber dennoch zugleich äußerst weich und angenehm sein soll.

Die abgebildete Sofagarnitur “Avignon” ist in über 30 Farben, fünf unterschiedlichen Lederqualitäten und verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten lieferbar. Sie finden Sie in unserem Shop, wenn Sie oben rechts auf die Schaltfläche des Shops oder gleich hier klicken.

Mittwoch, den 22.4.2009

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Pastellfarben kombinieren mit Weiß, Grau oder Naturtönen

Je nachdem wie man die Töne dieser Farben wählt und miteinander kombiniert, wirken Räume in Pastellfarben natürlich, modern und frisch oder chic und luxuriös, jedoch niemals aufdringlich und unruhig.

Die sogenannten Eiscremefarben wie Mandarine, zartes Zitronengelb, Flieder mit einem Hauch Rosa oder Pistazie enthalten einen hohen Weißanteil und verursachen einen Eindruck von höchst aktuell, sehr modern, während Pastelltöne mit einem Graustich Luxus und frühere Pracht vermitteln und blaugrüne, graugrüne Töne oder Lavendel, Champagner, Altrosa der Wohnung Eleganz verleihen.

Auf jeden Fall verhelfen alle diese Farben Ihnen in Kombination mit Naturtönen, Grau oder Weiß zu einem freundlichen, einladenden Zuhause.

Das abgebildete Ledersofa “Ravenna” finden Sie, wenn Sie oben rechts auf die Schaltfläche des Shops oder gleich hier klicken.

Dienstag, den 21.4.2009

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