Monatsarchiv für März 2009

Psychologische Attraktivität

Als ich heute im Netz unterwegs war, um nach den Schatten zu suchen, die das große Ereignis der Mailänder Möbelmesse (im April) für mein Unternehmen, den Ledersofa Onlineshop, vorauswirft, stieß ich auf den Begriff der psychologischen Attraktivität.

Da ich den Begriff nicht kannte, interessierte ich mich für ihn und erfuhr: Psychologische Attraktivität ist keine Eigenschaft von etwas, sondern ein Werturteil oder eine Wirkungsaussage, also ein Beziehungsprodukt, worauf man eigentlich beim Nachdenken darüber selbst kommen könnte.

Ich stieß auf den Begriff im Zusammenhang mit der Auszeichnung “best brands 2009″. Die Auszeichnung ging in diesem Jahr an die deutschen Unternehmen Miele für die beste Produktmarke, Mey für die beste Wachstumsmarke, Google Germany für die beste Unternehmensmarke und Artemide für die beste Designmarke.

Der wirtschaftliche Markterfolg und die Beliebtheit bei den Verbrauchern entschieden über diese Preisträger im Markenranking. Bei den größten Unternehmen betrage der reine Markenwert inzwischen schon sage und schreibe mehr als 67% des Gesamtunternehmenswertes, las ich.

Ich bin traurig über das, was ich zur Kenntnis nahm und frage mich: Ist unsere Psyche nicht sehr ungerecht gegenüber den kleinen Unternehmen, die das Leben erst bunt machen?

(madeinitaly.de: best brands 2009)

Dienstag, den 31.3.2009

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Inspirationen

Nach meinem Plädoyer für Grün von gestern möchte ich noch nachtragen, dass Sie sich überall Anregungen für verschiedenste Farbkombinationen holen können: in einem Blumenstrauß, beim Blick in den Kleiderschrank, beim Stöbern in Stoffgeschäften, beim Durchblättern von Zeitschriften oder von Büchern mit Farbfotos. Je mehr Sie sehen, desto sicherer werden Sie, welches Ihre Farben sind und wie Sie Ihrer Wohnung mit Farbe eine neue und andere Atmosphäre verleihen können, die dennoch zu Ihnen passt und Sie persönlich widerspiegelt.

Eine wichtige Komponente sollte nicht außer acht gelassen werden. Licht und Farbe stehen in Wechselwirkung. Die von Ihnen gewählte Farbe wirkt morgens anders als abends und auf jeder Wand des Zimmers wiederum unterschiedlich. Auch Kunstlicht und Tageslicht beeinflussen auf ihre eigene Weise.

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, testen Sie die Farben Ihrer Wahl doch mit großen gestrichenen Pappen, die Sie an die verschiedenen Wände lehnen und begutachten Sie sie bei Licht und Schatten, bei Tag und Nacht, also bei ganz unterschiedlichem Lichteinfall.

Montag, den 30.3.2009

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Unverwechselbarkeit

Schon Goethe forderte sie für jeden Raum. Wie wäre es beispielsweise jetzt, wo wir uns bei Kälte und Kahlheit der Bäume jeden Tag stärker nach dem Frühling sehnen, mit einem grünen Zimmer?

Grün wirkt beruhigend, schafft Harmonie, eine stressfreie Atmosphäre und passt in jede Wohnung.

Wenn die Natur erst wieder grün ist, treibt es uns hinaus, um Überanstrengungen und Verspannungen abzuschütteln und uns zu erholen. Warum also sollten wir nicht, während wir ungeduldig auf das Herausbrechen der Blätter warten, zu Hause Farbakzente setzen, die uns entspannen, aber auch erfrischen, uns neue Energie verleihen und obendrein unser Immunsystem stabilisieren? Einfach wird dieses Vorhaben daurch, dass Grün mit allen anderen Farben harmoniert, weil es in der Mitte des Farbspektrums liegt. Es lässt uns somit jede Freiheit zum Experimentieren.

Mit Rot oder Orange zusammen sprüht Grün vor Lebendigkeit, in Kombination mit Gelb oder Gold wirkt es erfrischend, verjüngend und Grün gemeinsam mit Blau und Violett schafft eine luxuriöse oder sogar exotische Atmosphäre. – Alles ist möglich mit Grün.

Das abgebildete Ledersofa “Paris” mit Sesseln finden Sie ebenso wie viele andere Modelle (in unterschiedlichsten Farben und in vielfältigstem Design) in unserem Shop oben rechts.

Sonntag, den 29.3.2009

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Hightech-Design

Wäre eine Kommode aus vier übereinander montierten Waschmaschinentrommeln auf Stahlsockel, mit einer Edelstahlplatte als Krönung das, was Sie sich wünschen, um sich und anderen zu beweisen, wie modern und schön sie wohnen? Diese sogenannten “Robo-Stacker” sind kein Hirngespinst von mir, sondern wurden vom Londoner Designerteam Jam tatsächlich entworfen und hergestellt.

Wie in der Architektur, in der plötzlich mit Gussbeton, Stahlträgern und Glasfassaden, oft geschwungenen, spektakuläre Hightech-Bauten möglich wurden, wird mit verschiedensten Einrichtungsgegenständen in Hightech-Design auf die Strahlkraft der Technik gesetzt, auf ihre unglaublichen Möglichkeiten und ihre manchmal schockierende Wirkung durch totales Anderssein. Für viele entwickelte sie sich vor allem durch Letzteres zum Hoffnungsträger und Idealbild.

Zu meinem grünen Ledersofa passen die Kommode und andere Hightech-Möbel jedoch nicht. Sie stehlen meinem Wohnzimmer die Wärme und Gemütlichkeit.

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Kein “Schonzimmer” mehr

Meine Eltern erzählen noch davon, dass sie früher als Kinder, wie alle in der Familie, nur sonntags in die “gute Stube” durften. Es handelte sich bei diesem Zimmer um das schönste des Hauses. Es wurde aus Sparsamkeitsgründen die Woche über geschont, indem niemand es nutzen durfte.

Möbiliert war es mit schweren Möbeln, die damals Büfett und Kredenz genannt wurden. Sie waren furniert mit dunklem, hochglänzendem Nussbaumfurnier und sahen ähnlich aus wie das ebenfalls vorhandene, im selben Raum stehende dunkle Klavier mit Wurzelfurniereinlagen. Und das Büffet hatte Glasscheiben, zeigte ausgewählte Sammeltassen und anderes besonderes Geschirr der Familie.

Die drei Möbelstücke aus längst vergangenen Zeiten stehen heute noch bei meiner Großmutter im Wohnzimmer und machen es sehr gemütlich bei ihr. Sie setzt sich auf meine ausdrückliche Bitte hin schließlich auch einmal an das Klavier, aber nur, um mich hören zu lassen, dass es nicht mehr klinge, verstimmt sei und zeigt mir dabei ihre etwas steifen Hände, die es nicht mehr schaffen, wie früher schnell über die Tasten zu eilen. Sie erklärt mir dabei, dass es schon deshalb nicht mehr lohne, das Klavier stimmen zu lassen.

Einen glänzenden braunen Kachelofen gab es früher auch in der “guten Stube”, außerdem ein Spinnrad, einen Esstisch mit Stühlen, einen Teppich mit buntem, unempfindlichem Persermuster und natürlich ein rotbraunes, mit kleinen geometrischen Figuren gemustertes Sofa mit Sesseln, erzählt sie mit verklärtem Gesicht.

Diese Zeit ist jedoch unwiederbringlich vorbei und vieles hat sich verändert. Heutzutage wird hauptsächlich im Wohnzimmer gelebt und der Raum muss vielen Ansprüchen gleichzeitig gerecht werden. Er wird von allen Familienmitgliedern genutzt, dient meist den gemeinsamen Mahlzeiten und sowohl der Entspannung mit den Freunden oder der Familie als auch sehr oft dem Arbeiten am integrierten Schreibtisch.

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Donnerstag, den 26.3.2009

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Das i-Tüpfelchen

wollte ich Ihnen heute präsentieren, das i-Tüpfelchen zu meinem Beitrag “Sofa und Philosophie” vom 20.3.2009. Denn die in diesem Artikel erwähnte Hamburger Künstlerin Judith Demmin stellte mir zu meiner großen Freude und Überraschung und ohne viele Worte darüber zu verlieren, den Januar-09-HEMPEL zum Veröffentlichen in diesem Blog zur Verfügung.

Aber Hempel und Lebensgefährtin weigern sich, sich schon heute zu zeigen, ihnen ist bei der Kälte nicht danach. Sie wurden sogar handgreiflich, wehrten sich und verhinderten mit technischer Raffinesse, die man ihnen nicht zutraut, das Hochladen. Das tut mir leid, denn ich stellte mir schon Ihre vergnügten Gesichter beim Betrachten der Cartoons vor.

Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt, Ihnen Hempel und Gefährtin bald vorzustellen – bis dahin müssen Sie sich leider noch gedulden.

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Beeindruckende Zeitgenossen

Von einer Frau, die den Mount Everest bestieg, darf ich das gewiss behaupten.

Ich schreibe heute über die Dänin Lene Gammelgaard, die 1996 als erste skandinavische Frau auf dem höchsten Berg der Welt war. Sie gehörte zu einer Expedition, die beim Abstieg in einen übermächtigen Schneesturm kam, der einigen Teilnehmern dieser Gruppe von insgesamt 26 das Leben kostete.

Als Überlebende dieser Katastrophe entwickelte sie sich anschließend zunächst zum Workaholic, um zu vergessen, was sie erleben musste. Heute hat sie wieder Boden unter den Füßen, schreibt viel verkaufte Bücher und gibt Motivationskurse in Firmen – sowohl für die Manager als auch die Angestellten und ist viel unterwegs.

Aber ihr Zuhause, ihre Wohnung ist ihre “Basisstation”, ihre “Kommandozentrale”, die sie ausstattet mit einem “Kerzenhalter von einem dänischen Designer, ein(em) Schrank vom Antiquitätenmarkt, Sitzmöbel(n) aus England, Lampen aus Italien”, um von ihrem Zuhause ihre “Persönlichkeit widerspiegel(n)” zu lassen. “Ich versuche mich so einzurichten, dass meine Räume mein Ich zeigen”, sagt sie.

Nun werden die wenigstens unter uns sowohl beim Gipfelsturm als beim Einrichten der Wohnung so mutig sein wie Lene Gammelgaard. Aber ich muss gestehen, mich spornen solche wahren Geschichten meist an – diese von der Bezwingerin des Mount Everest zu mehr Mut.

(aus “Frauenräume” von Anke Gebert und Ute Karen Seggelke, erschienen im Gerstenberg Verlag, Hildesheim)

Montag, den 23.3.2009

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Sitzen bleiben auf eigene Gefahr

Jeder sehnt den Frühling herbei, aber er versteckt sein Grün, seine Blüten und sogar die Sonne hinter Kälte, Wind und Wolken. Besonders unsere Immunzellen nehmen ihm übel, dass er nicht kommt, sondern uns warten lässt. Sie werden träger und träger, kämpfen nicht mehr wie sonst, ergeben sich schließlich und bescheren gern eine laufende Nase.

Mit schuld daran ist unser weißes, schwarzes oder rotes Sofa, das gerade jetzt noch weicher und wärmer ist als sonst. Es entwickelt im kalt fauchenden März eine Anziehungskraft wie wir sie nur zwischen frisch Verliebten kennen, es umarmt, ist geduldig, versteht alles, nimmt uns wie wir sind, diskutiert nicht und ist für uns da, ohne Ansprüche zu stellen. Kurz gesagt: Es liebt, aber fesselt uns.

Bringen Sie jetzt Ihre Immunzellen in Schwung! Seien Sie der Herr über Ihre Couch!

(Foto Klaus-Uwe Gerhardt, Pixelio)

Sonntag, 22.3.2009

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Ideen muss man haben

Kinder wünschen sich Sofas aus Gummibären, las ich irgendwo. Sobald die grüne, rote oder gelbe Couch aufgegessen ist, wird problemlos und ohne Diskussionen mit den Eltern eine neue gekauft. Damit sich kein Junge oder kein Mädchen zurückhalten muss, wird der ausgefallene Wunsch mit einem weiteren kombiniert, nämlich dem, dass das Süße weder dick machen noch die Zähne ruinieren möge.

Erwachsene haben auch viele und oft ausgefallene Wünsche, kommen aber nicht immer von selbst darauf. Jemand muss diese Wünsche für sie erspüren und hin und wieder schlägt eine der dabei gemachten Entdeckungen dann regelrecht ein, zündet.

So ergeht es derzeit einer Webseite für Restauranttipps. Zwei Studenten aus Nordrhein Westfalen hatten Ende 2007 die Idee dazu. Inzwischen ist ihre Internetseite keine regionale Seite mehr, sondern informiert deutschlandweit auf allerbeste, umfassende und verlässliche Weise, so dass www.gastronomieguide.de inzwischen unglaubliche 60 000 Besucher und 650 000 Seitenaufrufe monatlich hat. Der allerneuste Service ist, dass der Besucher jetzt sogar von seinem Ledersofa zu Hause aus per Internetklick sein Restaurant aus inzwischen mehr als 1 000 auswählen und dort einen Tisch bestellen kann.

Ich freue mich schon auf heute Abend auf meiner Ledercouch, auf der ich neugierig und gespannt nach den Angeboten in meiner Region sehen werde und wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.

Sonnabend, den 21.3.2009

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