Monatsarchiv für Februar 2009

Immer alles an seinem Platz?

Ich muss gestehen, ich bin kein Ordnungsfanatiker, ärgere mich aber, wenn ich abends wieder einmal meine Zeit versuche, eine fällige Rechnung nicht finde, die ich, wie ich glaube, griffbereit hingelegt hatte und ganze Stapel von Wichtigkeiten gleich zweimal durchforsten muss, weil ich beim ersten hektischen Durchwühlen der Papierberge übersehe, was ich suche. Oder wenn ich morgens in größter Eile, um sieben, noch in der Wohnung und nicht schon im Auto wie sonst, feststelle, dass der blaue Pullover, den ich einstecken will, spurlos verschwunden ist. “Ordnung hilft euch Zeit gewinnen”, höhnt Goethe, aber das nützt mir im Augenblick nichts. Ich schnappe mir wütend einen braunen Pullover, renne aus der Wohnung und die Holztreppe hinunter.

Dabei gibt es Leute, die mit Begeisterung aufräumen. Sie heben nicht alles auf, denken nicht, sie würden die Dinge bestimmt noch brauchen, die schon seit Jahren den Schrank nicht verließen, sondern wissen, was überflüssig ist und trennen sich davon. Sie sind kreativ bei der Wahl von “Ordnungshilfen”, die ins Auge fallen und die man ins Herz schließt, weil sie schön sind, wie ein lederner Stehsammler für die Zeitungen oder dekorativste Vorratsgläser in ausgefallenen Formen, denen man schon von außen ansieht, ob sie Müsli oder Zucker enthalten. Was ständig gebraucht wird, steht vorn, weniger Wichtiges hinten. Socken und Pullover sind ebenso am angestammtem Platz wie jedes Buch, auf das man zu sprechen kommt und in dem man etwas nachschlagen will. Auch eine länger nicht gehörte CD zu finden, ist kein Problem.

Ich habe einen Freund als lebendes Beispiel für diese Menschen mit einem gut funktionierendem System. Und wenn wir manchmal mit viel Spaß gemeinsam bei ihm kochen und über alles andere als Ordnung reden, frage ich mich gelegentlich, während alles reibungslos klappt, kein Gewürz, das wir brauchen, unauffindbar verschwunden ist, ob ich meinen Platz auf der Skala der menschlichen Möglichkeiten vom Ordnungsfanatiker bis zum Chaoten ein bisschen korrigieren müsste?

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Knisterndes Feuer

Wer zu den Glücklichen gehört, die es in der Wohnung oder im Haus haben, weiß, wie warm es mit seinem Strahlen nicht nur einen Raum, sondern auch die Herzen der Anwesenden und ihr Miteinander macht. Die lodernde Glut lässt jedes Eis schmelzen und aus anfangs vielleicht noch stockenden Gesprächen werden flüssige. Es ist wie am Lagerfeuer, dessen geselligem Reiz man sich in fröhlicher Runde ebensowenig entziehen kann wie der Romantik beim zweisamen Sitzen.

Dabei ist es so einfach geworden, die prasselnden Flammenspiele in die Wohnung zu holen. Mich faszinieren besonders die aus MammuttiStein. Dessen Hersteller schafft es, das Feuer in Raumteiler, Skulpturen oder dekorative Regale zu integrieren, die den Eindruck verschaffen, man sei im Gebirge, in einer Kunsthalle oder bei einem begabten Designer zu Hause.

Aber anderen gefallen die lodernden Feuer zwischen gemauerten Steinwänden oder Marmorsäulen besser oder gleich die interessanten “Feuermöbel” aus Keramik, Speckstein und Stahl im unterschiedlichsten Design. Sogar drehbar können sie sein oder Doppel-Feuerkamine und, was immer bedeutsamer wird, umweltfreundlich und energiesparend.

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Ein heißes Bad!

Das Schmuddelwetter, die schon zu lange graubraunen Bäume ohne weiße Blüten und grüne Blätter oder der ewig bedeckte Himmel sind schuld daran, dass mein grünes Ledersofa heute Abend nicht wie ein Magnet auf mich wirkt. Weder mein braunes Lammfell noch meine dicke bunte Wolldecke verhindern ein Frösteln. Und mein Immunsystem spielt sich mit einem unangenehmen Kratzen im Hals und einem leichten Kopfschmerz in den Mittelpunkt und torpediert den geplanten Couchabend. Es ruft unüberhörbar nach einem wohltuenden heißen Bad und dem warmen weichen Bett danach.

Nun ist mein Bad einfach, mit einer schönen weißen Wanne, um die man für romatische Stunden Kerzenlicht flackern lassen kann, hat aber (noch?) keine frei sprudelnden Quellen als Wasserausläufe oder lässt es nicht noch schöner als in der Natur aus Deckenpaneelen regnen, wie das heute Unternehmen wie Dornbracht und andere inszenieren können. Aber so ein heißes Bad ist eine Wonne und ein Luxus des modernen Lebens, den wir nicht fast achtlos, selbstverständlich und immer verfügbar hinnehmen, sondern wirklich voller Freude und Dankbarkeit genießen sollten. Auf gute Gesundheit!

Donnerstag, den 26.2.2009D

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Zärtlichkeiten für die Füße?

Ich mag es, im warmen Sommer barfuß über eine grüne Wiese zu gehen oder über gelben Sand am Meer. Von einem Urlaub zum nächsten warte ich auf dieses Wandern, bei dem meine eben hinterlassenen Spuren im Rhythmus der Wellen immer wieder aufs neue mitsamt den Füßen überspült werden.

Auch zu Hause kann kann ich jetzt meine Strümpfe ausziehen und fühle mich mit meinen nackten Füßen sofort wie auf einer Wiese voller roter, blauer, oranger und gelber Blumen, die meine Füße massieren. Bei jedem Schritt spüre ich viele kleine belebende Hügel. Nani Marquina aus Barcelona hat diese Teppiche designt, wo Farbe, Volumen werden und erhielt gleich einen Preis für den “Topissimo”, der Sommer, Sonne und gute Laune in meine Winterwohnung bringt.

Als I-Tüpfelchen fehlt nur noch eine weiße Sitzgarnitur, beispielsweise das Modell London aus unserem Shop. Bunte Blüten auf dem Boden und weiße Möbel, die darauf stehen, werten sich gegenseitig auf.

Mittwoch, den 25.2.2009

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Mehr Licht

Meine Sitzecke wirkt heute völlig anders. Das große schwarze Ledersofa, die dunkelgrüne Anrichte mit der großbauchigen orangen Vase, für die die Freunde einen herrlichen Papageienschnabel mitbrachten und die zwei abstrakten Bilder in grün, orange, rot weiter rechts, besitzen plötzlich eine ungeahnte Anziehungskraft. Alle Anwesenden sind ungewohnt offen, locker, gesprächig, kommen schnell in gehobene Stimmung, obwohl keine anderen Getränke als sonst auf dem Couchtisch stehen. Es wird ein unbeschwerter Abend wie manchmal im Urlaub unter südlichem Himmel.

Erreicht hat das offenbar die neu angebrachte indirekte Wandanstrahlung aus vielen kleinen, dicht nebeneinander stehenden Leuchtdioden, die Akzente setzen, die die Atmosphäre unserer Wohnung überraschend und komplett verändern. Ob eine andere Tapete mit auffälligem Blumenmuster oder eine neue Einrichtung mit den derzeit so modernen weißen Lackmöbeln ebenso viel bewirkt hätten? Ich weiß es nicht. Aber sicher ist, die Beratung in einem Fachgeschäft für Beleuchtung und die kurze Beschäftigung mit technischen Details wie Abstrahlwinkel und Farbtemperatur haben sich gelohnt. Und auch die Empfehlung, die modernste LED-Technik mit herkömmlicher zu kombinieren, war eine sehr gute. Wir bekamen durch zusätzliches Licht ein neues Lebensgefühl, das sich auch auf unsere Freunde übertrug.

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Couch potato

Bis vor 14 Monaten war mir die Couch potato nie über den Weg gelaufen. Aber Weihnachten 2007 bekam ich Hape Kerkelings Bestseller “Ich bin dann mal weg” geschenkt, begann darin zu lesen, stieß auf den mir bis dahin unbekannten Begriff und wurde, bis ich das Buch ausgelesen hatte, selbst zur Couch potato, lag und lag und war dennoch mit unterwegs.

Anfangs, am Fuß der französischen Pyrenäen, frierend in einem Cafe, sehnte Herr Kerkeling sich noch auf sein Sofa zurück, dachte: “Und so könnte ich jetzt bei einer heißen Tasse Kakao und einem saftigen Stück Käsekuchen gemütlich zu Hause auf meiner roten Lieblingscouch liegen.”

Aber dafür war es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät, er hatte sich entschlossen, auf dem Jacobsweg zu gehen, obwohl ihm bange davor war und er nicht wusste, wie das Unterfangen ausgehen würde für ihn, der sonst alles andere als der sportliche Typ war: “Zu Hause benutze ich nicht mal die Treppe, um in den ersten Stock zu kommen, und ab morgen müsste ich dann jeden Tag zwischen 20 und 30 Kilometern gehen, um in knapp 35 Tagen ans Ziel zu gelangen. Die bekennende Couch potato geht auf Wanderschaft!”

Bei diesem Schmuddelwetter eine Couch potato werden, sich von einem Buch oder etwas anderem fesseln lassen und dabei auf den Frühling warten, in den dann hinaus gewandert werden kann, das ist doch eine Perspektive.

(Bei der roten Ledercouch handelt es sich um das Modell San Diego aus unserem Shop. Kerkelings Buch erschien im Piper Verlag, München.)

Montag, den 23.2.2009

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Nochmals zur Komposition

Die begnadete und eigenwillige französische Designerin Andree Putmann sagte zu dem, was ihr an besonders überzeugenden Entwürfen gelang: “Ich habe kein Rezept für die Kombination von Objekten. Man muss sich selbst treu bleiben. Wenn man das tut, hat man Erfolg, so seltsam das klingt.”

Auch beim Einrichten der eigenen Wohnung sind die Modetrends das eine, aber nicht alle eignen sich für jeden von uns. So kann es geschehen, dass wir auf der Suche nach dem, was miteinander harmoniert, Räume einrichten, in denen alles ideal zueinander passt, in denen wir uns aber nie ganz zu Hause fühlen, weil uns unsere Wohnung wie eine bestimmte Kleider- oder Haarfarbe einfach nicht steht.

Deshalb ist gut beraten, wer vor der Wahl des Interieurs für sich selbst nicht zuerst nach den Trends schielt, sondern sich zunächst über die eigenen Wünsche und Vorstellungen klar wird und ganz konkret nach dem fragt, was ihm in seiner Wohnung Freude machen würde.

Sobald sich jemand da sicher ist, kann, soll, darf er dem eigenen Instinkt folgen und das auswählen, was ihm für seine Küche, sein Wohn- oder Schlafzimmer am besten gefällt.

Nur weniges Grundlegendes ist dabei zu beachten, wenn die Wohnung wirklich eine überzeugende persönliche Handschrift tragen, ausgewogen wirken und eine besondere Ausstrahlung haben soll:

Nichts darf einander erdrücken – weder hinsichtlich der Form, der Farbe, des Musters und auch der Größe von Möbelstücken im Raum.

Schweres, Massives, Wuchtiges sollte ergänzt werden durch Figürliches, Leichtes.

Zu sehr Dunklem gehört wenigstens ein Lichtstrahl und allzu Ernsthaftes bedarf der Auflockerung, am besten durch etwas Vergnügliches.

(Einzelheiten zur Sofagarnitur finden Sie im Shop oben rechts)

Sonntag, den 22.2.2009

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Lust auf Stilmix

Unsere moderne und schöne Wohnung offenbart nicht nur unseren Geschmack und unsere Bedürfnisse, sondern bringt auch unsere Erfahrungen zum Ausdruck. In einer Welt, die kleiner geworden ist, weil viele von uns viel unterwegs sind, oft sogar längere Zeit in einem anderen Land oder auf einem anderen Kontinent leben und dabei Neues kennenlernen und ins Herz schließen, entsteht oft das Bedürfnis, auch zu Hause Elemente verschiedener Kulturen zusammenzubringen, um sich dort wie sonst auch in der weiten Welt zu fühlen. Sie richten sich im “Ethno-Style” ein, wählen mit Bedacht indische, asiatische, ägyptische oder marokkanische Möbelstücke, Lampen, Figuren, Accessoirs aus und fügen sie kreativ zu ihren europäischen Möbeln, Fußböden, Wänden und Treppen hinzu. Wer das geschickt versteht, schafft kein Durcheinander in seiner Wohnung, sondern durch die zusätzlichen ungewohnten anderen Farben, Formen und Muster ein beeindruckendes Interieur, dass es durch seine Exotik besonders schnell schafft, zum Feierabend den Alltag zu vergessen und sich wie in einer fernen Oase zu fühlen.

Sonnabend, den 21.2.2009

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“Zu Hause sein”,

sei sein Hobby, bekannte einer, der viel unterwegs ist, der Musiker Götz Alsmann. Andererseits ist es nicht von vorn herein selbstverständlich, dass zu Hause auch wirklich der Alltagsstress abfällt, die Bedürfnisse eines jeden gestillt werden, es ausreichend Gelegenheit zur Regeneration gibt und jeder auf seine Kosten kommt.

Dafür muss unter anderem auch genug Platz sein in einer Wohnung, so viel, dass jeder die Tür hinter sich zumachen kann, wenn er einen schlechten Tag hatte, genervt ist oder schon gar, wenn zwischen Partnern die erste Zeit der Verliebtheit vorbei ist, es Streit gab oder sonst dicke Luft ist. Man muss sich aus dem Weg gehen können, wenn es aus irgendeinem Grund als notwendig empfunden wird. Man begrenzt mögliche größere Konflikte dadurch, dass sich auch zu Hause jeder zurückziehen kann und vorerst nicht mehr sieht, was ihn ärgerte oder eben den, der ihn wütend machte. Auch Kinder brauchen hin und wieder diesen Rückzugsort daheim, wo sie Erlebnisse ungestört verarbeiten können, um sich optimal zu entwickeln.

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“Wenn einem ein Raum gefällt,

dann spürt man das, man denkt es nicht. Architektur ist eine sinnliche Kunst”, äußerte der bekannte Schweizer Architekt Peter Zumthor. Genauso ist es mit der Inneneinrichtung. Wie ich mich in meiner Wohnung oder in der eines anderen fühle, kann ich nicht entscheiden. Es geschieht. Im günstigsten Fall atme ich auf, möchte bleiben, im schlechtesten fühle ich mich unwohl, bedrückt und habe den Wunsch, sie möglichst schnell wieder zu verlassen.

Ganz neue Raumeindrücke, die überrascht und fasziniert stehen bleiben lassen, entstehen oft schon durch ungewohnte Anordnungen. So muss beispielsweise ein Ecksofa gerade nicht in die Ecke des Raumes gestellt werden, sondern kann frei im Wohnzimmer stehen, dadurch besonders einladend wirken und dem Zimmer ungeahnte Großzügigkeit verleihen.

Das oben abgebildete Ledersofa, exakt beschrieben im Shop, den Sie oben rechts anklicken können, ist wie alle unsere angebotenen Eck-, Rundsofas und Couchgarnituren so qualitativ hochwertig, dass es frei im Raum stellbar ist.

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