
Schönheit ist überall. Nicht sie fehlt unseren Augen, sondern unsere Augen sehen oft daran vorbei (Auguste Rodin).
Es ist, denke ich, jammerschade um die Tage, an denen wir den Kopf so voll mit Arbeit, Sorgen und Problemen haben oder an denen Krankheit uns heimsucht und niederdrückt, dass wir im Tunnelblick nichts mehr wahrnehmen, nur noch um das kreisen, was uns vor den Händen liegt, auf der Seele brennt oder den Körper quält.
Dabei braucht die Seele Schönheit, Erhebendes, Bilder, warme Worte – für heitere und schwierige Stunden …
Sogar Schmerzen werden angesichts von Schönheit weniger stark empfunden.

Die Fotos entstanden an einem rundum lichten Augusttag 2009 im Kloster Zinna und Umgebung.
Tags: Kloster Zinna, Schönheit

Alles hat seine Zeit.
Noch ist Gelegenheit, draußen zu sitzen, die Sonne, die Wärme zu genießen und eine Aufforderung aus Island zu beherzigen:
Suche das Glück nicht mit dem Fernrohr.
Aber die Abende auf dem Sofa kommen, für die ich mit einem abgewandelten irischen Sprichwort wünsche:
Mögest du an einem kalten Abend ein warmes Zimmer, eine bequeme Wohnlandschaft und warme Worte haben, die dich an einen herrlichen Urlaubsabend unter südlichem Himmel erinnern …

Bei der Wohnlandschaft handelt es sich um die Leder Couch Garnitur Rom.
Tags: Glück, Sofa, Wohnlandschaft

Am liebsten beuge ich mich über Blumen. Gern schaue ich auch von einer Brücke hinunter in einen kleinen ursprünglichen Bach oder einen breiten Fluss.
Ich kann dieser jeweiligen Schönheit viel abgewinnen.
Gar nichts halte ich jedoch vom Beugen gegenüber Zwängen, Krankheit oder auch dem Tyrannen Zeit, der mich heute wieder einmal mit Mangel in Schach hält und seine allseits bekannte, unbezwingbare Macht gnadenlos ausspielt.
Die Zeit beugt sich nicht zu dir; du musst dich ihr beugen,
weiß schon ein russisches Sprichwort. Aber es tröstet mich nicht.
Tags: Beugen, Zeit

Es ist Leben. Es hat Macht. Es verkörpert Schönheit und Gefahr.
Eben sah ich wieder unerträgliche Abbildungen des Leidens aus Pakistan – ausgelöst durch Wasser in unvorstellbaren Mengen. Diese Fernsehbilder zeigen die menschliche Ohnmacht angesichts der unvergleichlich großen Flut.
Sie lösen Bestürzung und tiefes Mitgefühl mit den Betroffenen aus.
Sie wecken aber auch gleichzeitig Hoffnung darauf, dass sich immer mehr Menschen finden, die spenden, die helfen.
Und sie wecken Sehnsucht nach Normalität für alle: nach genügend sauberem Wasser zum Trinken, zum Gebrauch in einem eigenen Bad und nach der rechten Menge an sauberem Wasser in Flüssen und Meeren.
Mich überfällt beim Schreiben die intensive Erinnerung daran, wie rundum stark ein Urlaub am Meer, mit sauberem Wasser und sauberem Strand mich wieder in den Alltag entlässt. Und auch daran, dass beispielsweise das Erleben der Ostsee an nur ein paar freien Tagen über ein ganzes Jahr lang Freude auf den nächsten Urlaub bewirkt und über die Monate verteilt immer wieder einmal zum Träumen vom Meer verführt.
Das eine Foto zeigt Hiddensee im Herbst 2008, das andere das von Designer Professor Günter Horntrich entworfene SensaMare von Hoesch.

Tags: Bad, Flut, Meer, Wasser

Auch mit dem Erleben von Licht und Schatten ist zu umschreiben, was ich unter Lust und Unlust schilderte.
Wenn es jedoch nur Licht oder nur Dinge gäbe, um die ich mich reiße, wäre das, so absurd es klingt, eine erhebliche Einschränkung dessen, was Leben ausmacht, was wir erfahren können. Ein Verlust auch in der Hinsicht, dass wir das Licht als selbstverständlich hinnehmen, nicht mehr schätzen, vielleicht kaum noch wahrnehmen würden.
Denn: Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen (Leo Tolstoi).
Tags: Licht, Lust, Schatten, Unlust
Heute war mal wieder so ein Tag, von dem ich schon gestern wusste, dass ich Dinge tun müsste, die ich mir freiwillig nie suchen würde, aber nicht länger hinausschieben könnte.
Das Nachdenken darüber und über beste Lösungen dafür, vor dem Einschlafen gestern Abend, war vielleicht der Grund dafür, dass ich heute früh mit besonders schweren Gliedern aufwachte und nicht leicht in die neue Woche startete.
Dabei ist, was Menschen gern tun, total verschieden. Andere machen ausgerechnet mit links, was mir schwerfällt und quälen sich mit dem, was mir Spaß macht. Ererbtes ist daran schuld, zum mehr oder weniger großen Teil zumindest.
Aber Lust zu etwas ist auch erlernbar. Oft fehlt nur Wissen und Übung, um etwas so gut zu beherrschen, dass es mühelos getan werden kann und vielleicht sogar ab einem bestimmten Zeitpunkt Freude bringt …
Übung macht den Meister.
Und besiegt die Unlust.
Tags: Lust, Unlust

Lächeln allein soll schon die Stimmung heben, weil das Netzwerk Gehirn mit der Ausschüttung von Botenstoffen auf jede Mimik reagiert. Auch dann, wenn es hinters Licht geführt wird und demjenigen der lächelt, gerade nicht danach zumute ist.
Eigenartig! Vielleicht werden freundliche Menschen deshalb älter, leben länger, weil sie andere häufiger anlächeln.
Aber Lächeln hilft auch über Schweres hinweg, das es im Leben für jeden zu bewältigen gibt. In solchen Situationen gilt manchmal:
Zu vergessen und zu lächeln ist weit besser als sich zu erinnern und traurig zu sein.
Dieses aus einem Mosaik von Erfahrungen erwachsene Wort geht zurück auf Christina Georgina Rossetti und ein sehr schönes, interessantes Foto zum Thema Lächeln fand ich auch bei Stylespion.
Aber über das Lächeln musste ich in Trauer schreiben, nachdem vorhin der frühe Tod des begabten Regisseurs Christoph Schlingensief gemeldet wurde, der mich bestürzte und diese Trauer auslöste …
Tags: Christoph Schlingensief, Lächeln, Tod

Beim Anblick dieser Massagemaschine aus Alltagsgegenständen, wie sie vom Japaner Tsuyoshi Anzai als Mittel gegen Stress, Verspannung, nicht heilen wollende Wunden entwickelt wurde und deren unglaubliche Einsatzmöglichkeiten bei iGNANT beobachtet werden können, bleibt wohl nur der Ausruf:
Die Seele ist stets erfinderisch, ihr eigenes Unheil zu schmieden.
Quelle: Oliver Goldsmith, Der Weltbürger. Briefe eines in London weilenden chinesischen Philosophen an seine Freunde im fernen Osten. Leipzig und Weimar 1977, S. 394.
Tags: Ideen, Massage, Seele

Man merkt nie, was schon getan wurde, man sieht immer nur, was noch zu tun bleibt.
Marie Curie machte diese Erfahrung, die überall und immer wieder aufs neue Anlass zu Unzufriedenheit gibt.
Auch ich habe heute angesichts meiner Pläne vom frühen Morgen zu wenig geschafft, will aber nach dem Lesen des Ausspruchs von Marie Curie bewusst in die andere Richtung denken und mich daran erinnern, was ich alles an nur einem Tag erledigen konnte.
Dazu werde ich mich demnächst auf mein Sofa setzen, es genießen und wieder einmal dankbar dafür sein, dass ich gesund bin, alles habe, was ich zum Leben brauche und so viel Arbeit bewältigen konnte, dass noch genügend für morgen bleibt – aber eben wirklich erst für morgen.
Wollen Sie es mir nicht nachmachen?
Abgebildet ist die Wohnlandschaft Merida mit genügend Platz für weiche Stunden bis morgen.
Tags: Arbeit, Pläne, Unzufriedenheit

Ein Traum ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will (Victor Hugo).
Diese Wahrheit will ich dem Beitrag vom 13. 8. unter dem Titel Weg und Ziel noch hinzufügen und die sinnige Illustration von Max Dalton.
Tags: Traum, Zukunft